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Australischer Dollar wartet auf RBA Protokoll und FOMC für Orientierung

Australischer Dollar wartet auf RBA Protokoll und FOMC für Orientierung

2013-03-16 04:09:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Bullisch

  • Australischer Dollar: Long-Position erreicht erstes Ziel
  • Dramatischer Anstieg bei Schaffung von Arbeitsplätzen sendet Aussie auf Höhenflug
  • Speculative Sentiment fordert Stärke des Aussie Dollars

Der Australische Dollar erholte sich inmitten sich zerstreuender Erwartungen einer Zinssatzsenkung. Die RBA begann vor zwei Wochen, Spekulationen auf Stimulus zunichte zu machen, da Gouverneur Glenn Stevens sagte, dass solange eine "gelockerte geldpolitische Haltung angemessen" sei, es "klug" scheint, die Zinssätze unverändert zu lassen, während die "grundlegende Lockerung der Politik als Ergebnis vorheriger Entscheidungen" in die Wirtschaft durchdringt. Die BIP-Daten des vierten Quartals bekräftigten zunächst die Position der RBA, und die umwerfenden Arbeitsmarktziffern von letzter Woche trieben den Prozess nach vorne, wobei die Trader für die kommenden 12 Monate keine Lockerung mehr einkalkulieren, nachdem sie gerade vor einer Woche noch eine Zinssenkung von 50 Basispunkten erwartet hatten (gemäß Daten der Credit Suisse).

Nach vorne blickend, ist die Wirtschaftsagenda relativ ruhig. Im Inland wendet sich die Aufmerksamkeit wieder auf die RBA, da die Zentralbank das Protokoll des Policy Meetings von März veröffentlicht. Das ist nicht besonders marktbewegend, und ist eher eine Wiederholung der Themen, die bereits in der Aussage kurz nach der Zinssatzentscheidung publiziert wurden. Diesmal könnte es jedoch vielleicht auch anders kommen, wenn man die widersprüchlichen Kommentare zu den Vorzügen einer weiteren Lockerung berücksichtigt, die von Mitgliedern der RBA vor der Sitzung geäußert wurden. Falls das Protokoll starke interne Uneinigkeit innerhalb der Bank hinsichtlich des passenden politischen Kurses offenbart, könnten einige der kürzlichen Gewinne des Aussies abfließen, denn ein Wechsel auf “neutral” würde unbequem erscheinen.

In der Zwischenzeit hat die Abwicklung von Zinskürzungswetten die Australische Einheit ermutigt sich erneut mit den Risikoneigungstrends zu koppeln, da die Investoren erneut zum höchsten Benchmarkzins im G10 FX Raum gezogen werden. Das verschiebt die Beweislast auf die politische Bekanntgabe des FOMC in der nächsten Woche, da die Trader weiterhin die Widerstandskraft der US Erholung einschätzen. Dabei wird ein kürzlicher Run der unterstützenden Wirtschaftsdaten gegen zunehmenden Gegenwind nach einer Steuererhöhung im Januar und dem Beginn der "Sequester" Ausgabenkürzungen in diesem Monat gewichtet.

Die Investoren scheinen in den letzten Wochen die besseren Wirtschaftsnachrichten der USA als Begrenzung für den Stimulus der Federal Reserve zu interpretieren, und der US Dollar stieg vielsagend zusammen mit den Aktien, als wichtige Berichte (vor allem die NFP-Publikation) veröffentlicht wurden. Der eigene Konsens des Marktes in Bezug auf die Aussichten scheint jedoch diese Dynamik gar nicht zu rechtfertigen. Eine Umfrage von Bloomberg unter den Experten des privaten Sektors zeigt, dass sich das US Wachstum in diesem Jahr voraussichtlich auf 1,9 Prozent verlangsamen wird, im Gegensatz zu den 2,2 Prozent in 2012, während die Arbeitslosenquote 7,7 aufweist und die Inflation bei 1,8 Prozent steht. Das ist weit ab von den Bedingungen der "Evans"-Regel der Fed zur Beendigung des Stimulus.

Daher wird sogar eine bekannte expansive Aussage des FOMC anscheinend in der Lage sein, die Trader zurück auf den Boden der Erkenntnis zu bringen, dass die Fed es nicht eilig hat, die Anlagekäufe oder andere Stimulusbemühungen zu verringern. Das wird wohl den Optimismus über die Performance der Top-Wirtschaft der Welt stützen, was sich allgemein unterstützend auf die Risikoneigung auswirken wird. Zudem dürfte es die aktuelle Unterstützung für den US Dollar untergraben und ihn somit zusammen mit dem Japanischen Yen wieder als Finanzierungswährung bewerten, was die vergleichbare Attraktivität von Alternativen mit höheren Zinsen, einschließlich des Aussie, unterstreicht.

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