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Euro Trader sollten nervös hinsichtlich des Plans der EZB sein

Euro Trader sollten nervös hinsichtlich des Plans der EZB sein

2013-03-02 00:27:00
John Kicklighter, Chef-Währungsstratege
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Euro_Traders_Should_be_Nervous_of_What_the_ECB_Will_Do_body_Picture_1.png, Euro Trader sollten nervös hinsichtlich des Plans der EZB sein

Euro Trader sollten hinsichtlich des Plans der EZB nervös sein

Fundamentale Prognose für den US Dollar: Bärisch

  • Italienische Wahlen enden in einer Sackgasse, die droht wichtige Mitglieder von der Sparsamkeit wegzutreiben
  • Arbeitslosenquote der Eurozone trifft auf neues Rekord-Hoch
  • Euro erfährt kritische Wende der spekulativen Positionierungen, was schlagen die technischen Aspekte vor?

Wie viele seiner größten Gegenstücke befindet sich der Euro an einem kritischen Scheideweg. Auf der einen Seite ist der greifbare – wenn auch irgendwie passive – bullische Antrieb der passiven Stimulusreduzierung der Europäischen Zentralbank (EZB). Alternativ wird es zunehmend schwieriger die gewollte Missachtung der sich vertiefenden Rezession der Region und dem wachsenden Risiko eines Wiederauflebens der Finanzkrise aufrecht zu erhalten. Es gibt viele Ereignisse in der kommenden Woche, die die Trader auf beiden Seiten der Märkte aufrühren können. Doch um die Währung richtig in Schwung zu bringen, benötigen wir etwas, das Aktivität und Überzeugung für veränderte spekulative Positionierungen liefert. Angesichts des Blickpunkts auf regionales Risiko und der Willigkeit der Volatilität nachzugeben, könnte der Markt seine Wahl mit einem entscheidenden Katalysator treffen – zum Beispiel mit der EZB Zinsentscheidung.

Obwohl die politischen Meetings der Zentralbank in den vergangenen Jahren eher eine Glücksache waren, hat es doch sicherlich ein wachsendes Marktinteresse hinsichtlich der Entscheidungen und Bemerkungen der EZB in den letzten drei Monaten gegeben. In dieser Zeit haben wir wesentliche Rückgänge des Wachstums sowie der Inflationsprognosen, als auch ausdrückliche Bedenken hinsichtlich des Drucks, den die Euro-Erholung für den anfälligen Wirtschaftszustand und die Finanzmärkte darstellt, erlebt. Doch trotz allem hat die Geldpolitik die Hände vom Stimulus gelassen.

Heutzutage ist ein "Hände weg" Ansatz bezüglich Stimulus eine bemerkenswerte Position. Während die Fed das QE3 Kaufprogramm mit einem Umfang von 85 Mrd. pro Monat durchzieht und die Bank of Japan dabei ist, etwas noch größeres vorzubereiten, wird der Verzicht auf eine Ausweitung der Zentralbankbilanz als hawkish angesehen (und für die Währung als bullisch). In der Tat schrumpft die Bilanz durch die ruhige Politik der EZB, da die Banken der Region laufend ihre LTRO (Long-Term Refinancing Operation) Kredite zurückzahlen, die sie am Höhepunkt der Liquidititätskrise in Anspruch genommen haben. Zusammengenommen ergeben die Rückzahlungen der LTRO1 und LTRO2 Kredite durch die Banken bereits eine Verringerung des Stimulus um 225 Mrd. Das bedeutet, dass sich die Bilanz der EZB um diesen Betrag verkürzt hat (technisch ist es ein höherer Betrag, wenn man die Fälligkeiten berücksichtigt).

Warum stützt dies die Währung? Konkurrierender Stimulus wirkt sich direkt auf Veränderung des Wechselkurses aus – man werfe nur einmal einen Blick auf das, was die BoJ in den letzten fünf Monaten erreicht hat. Da die EZB sich in genau die entgegengesetzte Richtung ihrer Handelspartner bewegt, stieg der Benchmark Eurokurs und zog Kapital in die Region zurück. (Was ist ein Währungskrieg? Wer befindet sich gerade in einem? Was sind die Folgen für unser Trading? Nehmen Sie an unserem kostenlosen Kurs teil und finden Sie es heraus.)

Und doch ist diese reduzierte Unterstützung mit Kosten verbunden – genau wie die erstarkte Währung. Da sich die Wirtschaft der Region in einer Rezession befindet – und bestimmte Mitglieder der Eurozone definitiv in einer Depression sind, wäre ein Rückzug eine gefährliche Position. Nach eigener Aussage der EZB ist der Wachstumsausblick nicht gerade rosig, und die finanziellen Bedingungen sind für plötzliche Schocks anfällig. Italien – die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone – befindet sich in einem politischen Dilemma. Nach der Auszählung der Stimmen hatte keine Partei eine Mehrheit erreicht, weshalb entweder Neuwahlen oder eine große Koalition notwendig sind, damit eine funktionsfähige Regierung gebildet werden kann, die dazu fähig ist, einschneidende Gesetze zu erlassen. Doch haben wir von den Austeritätsgegnern gehört (im Besonderen von der Fünf-Sterne-Bewegung unter der Leitung von Beppe Grillo), dass sie nicht vorhaben, die produktive Zusammenstellung, mit der Mario Monti arbeiten konnte, nachzubilden.

Bei einem Patt kommen die Anstrengungen, das gewaltige Defizit Italiens zu reduzieren, zum Erliegen, und die Rezession wird der Wirtschaft gleichwohl weiter zusetzen. Und, wenn der Markt nach Bedrohungen sucht, kann er zu den schwelenden Gefahren wie Spaniens Bankensystem, die auf Eis liegende Rettung Zyperns, den zunehmend teurer werdenden Bailout für Griechenland, ganz zu schweigen von der regionsweiten Rezession, zurückkehren. Vielleicht ist es ein ungünstiger Zeitpunkt, wenn die Troika in der nächsten Woche nach Griechenland und Portugal reist.

Für die nächste Woche wird die fundamentale Unausgeglichenheit der Eurozone sicherstellen, dass die EZB Entscheidung eine Aktivität bringen wird. Falls Präsident Draghi und sein Team entscheiden "die Hände davon zu lassen", konnte dies der Währung kurzfristig Unterstützung bringen, da eine gewisse Erwartung hinsichtlich einer Lockerung durch Zinssätze, Stimulus oder mündliche Orientierung besteht. Dennoch werden dies die Investoren mittelfristig als Zeichen sehen, dass die Zentralbank den Markt dem Risiko ausgesetzt belässt. Alternativ würde eine Unterstützung die Ängste der Bären verwirklichen, und dennoch viele überraschen. – JK

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.