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Ausblick für Britisches Pfund bärisch mit Sorgen um weitere Lockerung

Ausblick für Britisches Pfund bärisch mit Sorgen um weitere Lockerung

2013-02-16 05:55:00
Renee Mu, Währungsanalyst
Teile:
Forex_British_Pound_Outlook_Bearish_Amid_Further_Easing_Concerns_body_Picture_5.png, Ausblick für Britisches Pfund bärisch mit Sorgen um weitere Lockerung

Grundlegende Prognose für das Britische Pfund: Bärisch

  • GBP/USD Short-Position gehalten bei geringerem Kursfortschritt
  • GBP/JPY sinkt nach bärischem Candle-Setup
  • Spekulative Positionierung begünstigt weitere Schwäche des Pfunds

Das Britische Pfund beschleunigte vergangene Woche langsamer, nachdem der Inflationsbericht der Bank of England signalisierte, dass die politischen Entscheidungsträger die steigende Inflation nicht berücksichtigen und eine expansive Geldpolitik befürwortende Haltung beibehalten würde. Obwohl die kürzlich veröffentlichten Inflationsdaten Großbritanniens, die einen Preisanstieg über der Zielrate von 2,7% setzte, hob der BoE-Vorsitzende Mervyn King hervor, dass "eine mittelfristige Preisstabilität eine unerwünschte Volatilität beim kurzfristigen Ausgang verhindern sollte." Der Sterling brach am Freitag auf ein neues Tief seit 6 Monaten, nachdem ein enttäuschender Einzelhandels-Startbericht den Verkaufsdruck steigerte.

Die expansive Einstellung der Zentralbank reflektiert die Schwäche der UK Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt zog sich um 0,3 Prozent zurück, da der temporäre Antrieb durch die Olympischen Spiele in London nachließ. Inzwischen litten die Exporte unter der schlechten Performance im Eurobereich. Das scheinbar stabile Wachstum der Beschäftigung ist weit davon entfernt als ermutigend gewertet zu werden, wenn man es im Zusammenhang mit dem trägen Wirtschaftswachstum sieht. Die Arbeitsproduktivität ist seit 2005 sogar auf nie zuvor gesehene Level zurückgefallen.

Die kommende Woche beginnt mit der Bewertung der Märkte des G20-Gipfeltreffens in Moskau, bei dem die Finanzminister und Zentralbankvorsitzenden von Mitgliedsländern der Gruppe voraussichtlich über die wettbewerbsfähige Abwertung ihrer Währungen, den sogenannten "Währungskriegen", streiten werden. Eine Vereinbarung für eine konkrete politische Haltung wird wohl unwahrscheinlich bleiben, denn zahlreiche G20-Länder sind selber offen oder verdeckt daran beteiligt, ihre eigenen Wechselkurse zu drücken. Dennoch könnte ein Schluss-Kommuniqué, das den Spielraum für monetären Stimulus eindämmt, für das Pfund wichtig werden, da die BoE zur QE neigt, und dies könnte die Währung in die Höhe treiben.

Noch etwas später werden wir uns auf das Protokoll des BoE-Meetings vom Februar konzentrieren. Obwohl die allgemeine Haltung der Zentralbank bereits im vierteljährlichen Inflationsbericht klar sein dürfte, wird die Stimmenanzahl für und gegen die zusätzlichen Asset-Käufe interessant werden. Dies wird den Investoren auch dabei helfen, die Wahrscheinlichkeit für kurzfristigen, zusätzlichen Stimulus abzuwägen und vielleicht sogar die Übernahme der BoE durch den designierten Vorsitzenden Mark Carney im Sommer vorauszusehen. Unnötig zu sagen, dass solche Hinweise der UK-Einheit weiter schaden könnten. Die Zahlen der Arbeitslosenanträge vom Januar runden das Eventrisiko ab.

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