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Australischer Dollar dürfte G20 wegen US Budget-Problemen ignorieren

Australischer Dollar dürfte G20 wegen US Budget-Problemen ignorieren

2013-02-09 04:43:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Bärisch

  • Australischer Dollar sinkt in Richtung Range-Boden gegen den USD
  • Fibonacci Pattern weist auf nahenden Aussie Wendepunkt
  • Spekulatives Sentiment verlangt immer noch nach Aussie Schwäche

Der Australische Dollar erlitt in der letzten Woche nach der geldpolitischen Bekanntgabe der RBA starke Verluste. Die Zentralbank beließ den Benchmark Kreditzinssatz unverändert bei 3 Prozent, wie erwartet, doch die Bekanntgabe nach dem Meeting zeigte ganz klar Möglichkeiten für weitere Lockerung in den kommenden Monaten. Nach dem Zinsentscheid veröffentlichte Wirtschaftsdaten halfen diese Aussage zu unterstützen: Einzelhandelsumsätze fielen unerwartet, während die Beschäftigungsdaten für Januar einen besorgenden Rückgang der Vollzeitanstellungen und eine Abnahme der Arbeitslosenquote, die eher einem schrumpfenden Arbeitsmarkt als einem Wachstum der Stellen zuzurechnen ist, zeigten.

Der inländische Wirtschaftskalender ist in der kommenden Woche weniger gefüllt und überlässt größeren Marktthemen die Führung. Der AUD/USD zeigt weiterhin eine wichtige Korrelation zu unserer internen Risiko-Rendite Einschätzung, was vermuten lässt, dass der Einfluss durch Sentiment-Trends weiterhin wichtig bleibt. Die Nachrichtenagenturen scheinen mit dem G20 Gipfel am Ende der Woche beschäftigt zu sein, doch dies könnte eine Fehleinschätzung sein. Obwohl die Politiker mit großer Wahrscheinlichkeit ein Lippenbekenntnis für die Wichtigkeit der Währungskurs-Flexibilität bieten werden, wird sich kaum etwas Konkretes ergeben (wie üblich). Da zunehmend mehr Länder eine relative Aktivisten-Geldpolitik übernehmen, erscheint die Aussonderung von einzelnen Schuldigen wie das Werfen mit Steinen, wenn man selbst im Glashaus sitzt.

Grundlegend könnten sich die US Wirtschaftsdaten als wesentlich interessanter erweisen, da die Spekulation um die drohender "Sequester" Ausgabenkürzungen sich erhitzen. Obwohl ein weiterer Deal in der letzten Minute die Auswirkungen in ähnlicher Weise dämmen würde wie bereits bei den Steuererhöhungen getan, scheinen Steuererhöhungen wahrscheinlich, und ein gewisser Grad von zusätzlichen Sparmaßnahmen steht mit ziemlicher Sicherheit in den Karten. Daher werden die US Daten wohl in Verbindung mit der Fähigkeit der Wirtschaft die finanziellen Einschneidungen zu verdauen, ohne die anfällige Erholung zu gefährden, gesehen, was sich ganz klar allgemein negativ auf den globalen Wachstumstrend auswirken würde. Das Verbrauchervertrauen und die Umsatzzahlen stehen dieses Mal an. Der US-Nachrichtenfluss hat sich angesichts der Erwartungen in den letzten Wochen als allgemein enttäuschend erwiesen, und eine anhaltende Entwicklung in die selbe Richtung droht eine Risikoaversion auszulösen und auf dem Aussie zu lasten.

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