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Forex Analyse: Australischer Dollar sucht Orientierungshilfe in China Daten und Risikotrends

Forex Analyse: Australischer Dollar sucht Orientierungshilfe in China Daten und Risikotrends

2012-12-08 05:43:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:
Australian_Dollar_Eyes_China_Data_Risk_Trends_for_Cues_body_Picture_1.png, Forex Analyse: Australischer Dollar sucht Orientierungshilfe in China Daten und Risikotrends

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Bärisch

  • Speculative Positioning im Australischen Dollar an kritischen Levels
  • Bruch der Schlüsseltrendlinie weist auf sich bildendene Aussie Dollar Umkehr hin
  • RBA enttäuscht Zinssenkungswetten und schickt den AUD höher

Australiens Wirtschaftskalender ist in der kommenden Woche ruhig, doch eine frühe Dosis von wichtigen China Daten könnte den Ton für Kursbewegungen angeben. Die November VPI Kennzahl sollte die Inflationsrate im Jahresvergleich mit 2,1 Prozent angeben, der höchste Wert in 5 Monaten. Zwischenzeitlich wird die Industrieproduktion wohl bei einstelligen Werten verkümmern, im Vergleich zu dem geschichtlichem Durchschnittswert von circa 14 Prozent, während die Exporte sich am langsamsten seit August ausweiten. Solche Ergebnisse erweisen sich als schlecht für Australiens Bergbausektor, der auf die chinesische Nachfrage angewiesen ist, und erzeugen für den Aussie einen Abwärtsdruck, da die Forex Trader kurzfristige RBA Zinskürzungserwartungen erneut aufbauen.

Später in der Woche erscheinen größere Risikotrends im Fokus. Die Kurse zeigen weiterhin eine signifikante Korrelation mit dem S&P 500 – einem Stellvertreter für marktweite Sentimenttrends – was den Aussie einer vollen Eventrisiko-Agenda aussetzt. Eine Reihe von Gipfeltreffen in der Euro-Zone hält die Schuldenkrise in den Schlagzeilen. Die letzte Tranche des Griechenland-Bailout steht am Donnerstag zur Prüfung an, vor dem Hintergrund eines größeren EU Gipfels zur Behandlung einer Menge weiterer Probleme im Zusammenhang mit der Vertiefung der Währungsunion auf Basis des Entwurfs von Präsident Herman Van Rompuys “Bausteinen”. Die Sitzung in diesem Monat sollte endlich Vereinbarungen bringen, nach monatelangem Verhandeln, und daher werden die Trader auf neue Schlagzeilen warten, die das Blatt wenden könnten. Falls der Gipfel wieder einmal im Sande verläuft, wird das Risikosentiment sicher leiden und als Folge den Australischen Dollar strafen.

Hinsichtlich der globalen Wirtschaftsfront sind alle Augen auf die Bekanntgabe der Federal Reserve zur Geldpolitik gerichtet. Signifikante Veränderungen scheinen unwahrscheinlich zu sein. Eine kräftige Dosis Volatilität könnte sich jedoch trotzdem bilden, da die Trader aktualisierte Wirtschaftsprognosen des Komitees analysieren und sich auf die Pressekonferenz von Vorsitzendem Ben Bernanke nach der Bekanntgabe einstimmen werden. Eine pessimistische Aussage über Wachstumstrends in der weltgrößten Wirtschaft könnte das Risiko untergraben und den Aussie tiefer schicken (und umgekehrt).

In der Zwischenzeit ziehen die fortlaufenden Verhandlungen zur Abwehr des sogenannten Fiscal Cliff – Eine Reihe von Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen zum Jahreswechsel – weiterhin die Aufmerksamkeit der Investoren an. Das Congressional Budget Office (CBO) schätzt, dass falls die starke Dosis Sparsamkeit durchgelassen wird, dies die Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2013 wieder in die Rezession kippen würde. US Gesetzgeber von beiden politischen Seiten haben versucht, in den letzten Wochen Optimismus auszustrahlen, doch ein substantieller Fortschritt bleibt noch aus. Ein anhaltendes Versagen trotz der nahenden Frist etwas Bedeutsames zu erreichen, könnte die Risikoaversion verstärken und auf dem Aussie lasten.

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