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Forex Analyse: Gold verliert 2%, doch hält vor wichtigem Eventrisiko die Monatsrange

Forex Analyse: Gold verliert 2%, doch hält vor wichtigem Eventrisiko die Monatsrange

2012-12-01 05:51:00
Michael Boutros, Strategist
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Fundamentale Prognose für Gold: Neutral

  • Rohstoffe - Technische Analyse: Gold Bounce nach starkem Sell-Off
  • Crude Oil und Gold steigen, da Deutschland Griechenland Deal zustimmt
  • Rohstoffe - Technische Analyse: Gold stürzt ab Fibonacci Level

Gold war um mehr als 2,1% in dieser Woche abgerutscht, und das Edelmetall schloss am Freitag in New York bei $1715. Der Kurs war allein am Mittwoch um mehr als 2% gefallen, bevor der Handelsschluss bei -1,28% lag, und das Volumen der Futures hatte zu Anfang der Woche Rekordhöhen erreicht. Sofort nach dem $25 Sturz von Gold zur Eröffnung des Futures Trade machten Gerüchte um einen irrtümlich "fingierten" Trade die Runde, und Reuters berichtete, dass "COMEX Gold Futures im Wert von mehr als 2 Millionen Unzen in weniger als fünf Minuten gewechselt wurden." Die Handelszeit war von enormen Schwankungen der Aktienmärkte geprägt, als die Investoren auf die Entwicklungen in Washington reagierten, und der Dow kletterte von einem dreistelligen Rückgang zurück, um dann merklich höher zu schließen. Der Gold Rebound von den Tiefs war jedoch zufriedenstellend, und während wir einen erneuten Test des 1693-1705 Bereichs nicht ausschließen können, so bleibt doch der allgemeinere Ausblick für Gold konstruktiv.

Da die Fed verspricht, ihre lockere geldpolitische Haltung für die absehbare Zukunft beizubehalten, ist es wahrscheinlich, dass die Investoren Gold als klassischen Schutz vor Inflationsdruck bevorzugen. Mit dem schnell nahenden Ende von Operation Twist wird die Fed vielleicht versuchen, weitere nicht-standard Maßnahmen zu implementieren, die wohl kaum steriler Natur sein werden. Daher wird die Fiscal Cliff Bedrohung die Preise weiter antreiben und könnte zudem eine Schwäche hervorrufen, wenn die Kurse den Aktienmärkten nach unten folgen. Falls die bestehenden Bedenken noch vor dem Jahresende beseitigt werden, könnte Gold durch einen allgemeinen Anstieg der Rohstoffe gut gestützt bleiben.

Die Fiscal Cliff Debatte hat die Märkte zunehmend ergriffen, und die Bemerkungen verschiedener Kongressmitglieder heizen die Volatilität in allen Anlageklassen an. Doch ohne ein größeres Eventrisiko für nächste Woche auf dem Plan, werden die Verhandlungen wohl ignoriert werden bis der Stillstand gebrochen ist, da die Investoren die Zinssatzentscheidungen der RBA, BoE, ECB, RBNZ und der BoC erwarten. Die Aufregung um die Policy Meetings der Zentralbanken führt zum Non-Farm Payrolls Bericht des Arbeitsministeriums am Freitag, der eine aktualisierte Einschätzung der US Beschäftigung bietet. Die NFPs sollten um nur 93 Tsd. für den Monat November steigen, und die Arbeitslosenquote wird allgemein unverändert bei 7,9% erwartet. Aufgrund der Wichtigkeit der Agenda der nächsten Woche, werden wir eine neutrale Haltung beibehalten und gleichzeitig wichtige Level hervorheben, die auf dem Weg in den Handel der ersten Dezemberwoche beobachtet werden sollten.

Vom technischen Standpunkt gesehen hat Gold weiterhin innerhalb der Grenzen eins Aufwärtskanals ab den November-Tiefs getradet, und der Kurs schließt die Woche knapp über der Kanalunterstützung bei $1714, nachdem er vom wichtigen 61,8% Fibonacci Retracement vom Oktober-Rückgang abprallte. Ein Bruch unter dieses Level riskiert einen Pullback in die $1695-$1705 Unterstützungszone, und nur ein Missachten dieser Region würde den längerfristigen Goldausblick entkräften. Kurzfristiger Widerstand besteht bei der $1735-$1738 Pivot-Zone, bei der mehrere langfristige Fibonacci Extensionen liegen. Ein Bruch über dieser Marke fordert die Monatshochs und unsere zweite Zielsetzung bei $1775 heraus (unsere erste Zielsetzung, vor zwei Wochen zitiert, war letzte Woche bei $1750 ausgelöst worden). Man beachte, dass der tägliche RSI sich weiter unterhalb der 50er Marke hält, und ein Schluss unterhalb von 40 lässt eine gravierendere Korrektur vermuten. Da der Beginn der nächsten Woche und des Monats so viel Eventrisiko birgt, sollte die Dezember Eröffnungsrange auf unserem Weg zum Abschluss von 2012 recht aussagekräftig sein. -MB

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