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Yen profitiert von Realzinsätzen - bleibt bullisch, obwohl BoJ expansive Geldpolitik befürwortet

Yen profitiert von Realzinsätzen - bleibt bullisch, obwohl BoJ expansive Geldpolitik befürwortet

2012-10-13 02:29:00
David Song, Strategist
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Yen_Benefits_From_Real_Rates-_Remains_Bullish_Despite_Dovish_BoJ_body_Picture_1.png, Yen profitiert von Realzinsätzen - bleibt bullisch, obwohl BoJ expansive Geldpolitik befürwortet

Fundamentale Prognose für den Japanischen Yen: Bullisch

  • USD/JPY Range zieht sich weiter zusammen
  • USD/JPY: Verkäufer verlieren bei der 78,00 den Atem
  • Japanischer Yen übertraf hinsichtlich Sentiment-Extreme

DieBank of Japan schaffte es nicht, die Währung der Region kleinzureden, da der Yen gegen die meisten seiner Gegenstücke stieg. Der USD/JPY könnte in der nächsten Woche tiefer notieren, da positive Realzinssätze in Japan weiterhin die Attraktivität der Niedrigzinswährung erhöhen. Tatsächlich wurde in den Sitzungsprotokollen der BoJ weiterhin ein Ton angeschlagen, der die expansive Geldpolitik besonders befürwortet. Eine wachsende Anzahl von Offiziellen der Zentralbank sehen zunehmenden Anlass, den Yen genau zu überwachen, während andere Mitglieder argumentierten, dass der Ausschuss seinen Einfluss auf den Wechselkurs erhöhen müsse, da die anhaltende Stärke der Währung auf der Wirtschaft laste.

Da die BoJ ihren Ausblick für die drittgrößte Wirtschaft der Welt einschränkt und für den kurz- bis mittelfristigen Zeitraum vermindertes Wachstum sieht, liegt es nahe, dass die Zentralbank ihren Lockerungszyklus beibehält. Doch könnte Gouverneur Masaaki Shirakawa unter verstärkten Druck geraten, in den Währungsmarkt einschreiten zu müssen, da die japanischen politischen Entscheidungsträger weiterhin auf eine vom Export angetriebene Erholung warten. Tatsächlich brachte Wirtschaftsminister Seiji Maehara Spekulationen um eine "Yentervention" auf, da er glaubt, dass die Wirtschaft sich ohne zusätzliche finanzielle und steuerliche Unterstützung nicht verbessern wird. Gleichzeitig argumentierte der IMF Deputy Managing Director Naoyuki Shinohara, dass die BoJ "genügend Möglichkeiten für eine geldpolitische Lockerung habe, inklusive nicht-traditioneller Maßnahmen", während das Erreichen des 1% Inflationsziels ein Kampf bleibt. Da die Region weiter von Deflation bedroht bleibt, forderte der Präsident der Freien Demokratischen Partei (LDP), Shinzo Abe, dass die Zentralbank eine Zielsetzung von 2%-3% für das Preiswachstum annehmen sollte. In dem Fall dürften die japanischen politischen Entscheidungsträger weiterhin verbal einschreiten, im Versuch die Nachfrage nach dem Yen zu beschränken. Trotzdem wird die BoJ sich vielleicht weiterhin auf ihr Anlagekaufprogramm stützen, um gegen die Risiken der Region anzugehen, da zuvor unternommene Versuche die Niedrigzinswährung abzuwerten keine dauerhafte Wirkung zeigten.

Da Japans Wirtschaftskalender in der kommenden Woche recht unspektakulär bleibt, werden wohl die Risikotrends den Kurs für den USD/JPY diktieren. Dennoch zeigt die Reihe von tieferen Hochs zusammen mit tieferen Tiefs für das Paar einen bärischen Ausblick auf, da der Abwärtstrend von Ende Juni weiterhin Form annimmt. Während der Relative Strength Index auf dem USD/JPY nach wie vor eine Zwischenunterstützung bei der 58 findet, scheint der Pullback im Oszillator bereit für einen größeren Rückgang im Devisenkurs. Wir könnten den Dollar-Yen auf 77,90, dem 23,6% Fibonacci Retracement von dem 2011 Hoch bis zum Tief, zurückfallen sehen. - DS

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