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Australischer Dollar anfällig für Wetten auf RBA-Zinssenkung und Risikoaversion

Australischer Dollar anfällig für Wetten auf RBA-Zinssenkung und Risikoaversion

2012-05-05 00:22:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Fundamentaler Ausblick für den Australischen Dollar: Bärisch

  • Australischer Dollar verkauft nach schwachen Chinesischen Services und Manufacturing PMI
  • RBA sinkt Zinssatz unerwartet um 50 Basispunkte, schickt Aussie steil abwärts

Der australische Dollar beendete die letzte Woche mit seiner schlechtesten 5-Tage-Performance in sieben Monaten gegenüber den führenden anderen Währungen, als die Zentralbank ganz unerwartet die Zinssätze um heftige 50 Basispunkte reduzierte, womit der Risikoappetit der Finanzmärkte zunichte gemacht und die allgemeine Nachfrage nach dividendenstarken Währungen untergraben wurde. Vorausschauend scheint eine schwierige Woche vor uns zu liegen, weil die einheimischen Wirtschaftsdaten den Fall für weiteres Nachgeben nur unterstützen und die Sentiment-Landschaft weiterhin verletzlich bleibt.

An der Heimatfront signalisiert der RBA ganz klar seine Absichten auf eine leichtere Police, doch bot er wenig Informationen darüber, wohin sich die Raten in nächster Zukunft bewegen werden. Die Police-Erklärung von Anfang der Woche konzentrierte sich darauf, die Logik für die 50 bps Reduzierung zu erklären. Der monatliche Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, kürzte die Wachstums- und Inflations-Vorhersagen, gab jedoch keine Hinweise über eine weitere Lockerung mit dem Argument, dass die Headline-Inflation sich im Durchschnitt in dem 2-3 Prozent Ziel-Range aufgrund des gegenwärtigen Zinssatzes von 3,75 bis zum Ende des nächsten Jahres bewegen wird.

Von hier aus wird sich der Ausblick auf die RBA Police wahrscheinlich auf Daten verlassen, während die Traders versuchen werden, die Argumentation der Zentralbank, ob der Grad der sich in der Wirtschaft abspielenden Verlangsamung weitere Unterstützung benötigt, widespiegeln wird. Der Kalender der nächsten Woche gibt eine gute Idee über die Marktbewegungen und auch Risiken, denn Einzelhandelsumsätze, Baugenehmigungen, Handelsbilanz und Konjunkturoptimismus Berichte müssen dann veröffentlicht werden. Im Mittelpunkt wird wahrscheinlich der Beschäftigungsbericht vom April stehen. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft 5.000 Stellen verlieren wird, was die Arbeitslosenrate auf 5,3 Prozent anheben wird. Die April PMI-Umfrage deutet darauf hin, dass die Beschäftigung in den Herstellungs- und Service-Industrien seit Dezember, als die Headline-Zahlen zeigten, dass die Wirtschaft 36.000 Stellen verloren hatte, am schnellsten zurückgegangen ist. Eine drohende Abwärts-Überraschung, die die Wetten auf einen RBA Schnitt im Juni anheizen und damit den Aussie unter Druck setzen, scheinen recht bedeutend zu sein.

In der Zwischenzeit bleibt die Australische Währung eng mit den unterliegenden Risikoappetittrends verknüpft. Ein handelsgewichteter Index seines Werts gegen einen Korb von Top-Währungen zeigt weiter eine hohe Korrelation mit dem MSCI World Stock Index (jetzt bei 0,79 in Studien der 20-Tage prozentualen Veränderung). Das bedeutet, dass die Preise wahrscheinlich weiter sensibel auf US-Wirtschaftsdaten reagieren werden – von denen die PPI und UofM Consumer Confidence Zahlen oben auf der Wirtschaftsagenda stehen – sowie auf den Fed-Redenkalender, während die Trader weiter das Maß einschätzen, in dem eine abgehackte Erholung in Nordamerika Gegenwinde aus Europa ausgleichen kann. Die Wahlen zu den Staatsoberhäupten in Frankreich und Griechenland sowie Regionalwahlen in Italien und Deutschland am Wochenende werden den Ton für Risikoappetittrends vorgeben, und dabei die Verschiebungen in der politischen Landschaft in der Region, die die jetzt schon prekären Verhandlungen zur Bewältung der Schuldenkrise gefährden können, widerspiegeln. – IS

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.