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Euro gewinnt gegenüber dem Dollar trotz klarer Probleme in der Eurozone - Warum?

Euro gewinnt gegenüber dem Dollar trotz klarer Probleme in der Eurozone - Warum?

David Rodriguez, Head of Product
Euro_Gains_versus_Dollar_Despite_Clear_Euro_Zone_Troubles_Why_body_Picture_5.png, Euro gewinnt gegenüber dem Dollar trotz klarer Probleme in der Eurozone - Warum?  Euro_Gains_versus_Dollar_Despite_Clear_Euro_Zone_Troubles_Why_body_Picture_6.png, Euro gewinnt gegenüber dem Dollar trotz klarer Probleme in der Eurozone - Warum?

Fundamentaler Ausblick für den Euro: bärisch

  • Standard and Poor's stuft Spanien herab - der Euro stürzt
  • der US Dollar stürzt, bringen den Euro nach durch den Wochenend Trade
  • niederländische und französische Wahlen, spanische Herabstufung - was ist wichtig?

Was für eine Woche für den Euro und die Eurozone. Die niederländische Regierung kollabiert, die spanische Arbeitslosigkeit steigt und Standard& Poor's stufen die Schulden der spanischen Regierung herab—aber der Euro handelt auf neuen monatlichen Spitzen! Ausgeprägte Schwäche beim US Dollar war die eigentliche Story, aber die kommende Woche bringt eine mit Spannung erwartete Zinssatzentscheidung der Europäischen Zentralbank sowie die US Nonfarm Payrolls Daten. Volatilität scheint garantiert.

Wie kann der Euro stärker sein, trotz klarem regionalen Stress? Er ist es nicht; der US Dollar ist schwächer. Unter den G10 Währungen, handeln nur der Euro und der stark kontrollierte Schweizer Franken niedriger gegen den US Dollar im Monat April. Was bedeutet das für kurzzeitige Kursbewegungen? Ganz einfach—es würde wahrscheinlich eine bedeutende US Dollar Schwäche brauchen, um die Euro/USD Devisenkurse auf eine neue multi-monatliche Spitze in der Nähe von $1,3380 zu treiben. Kombiniert mit einembärischem technischen Ausblick, könnten wir beobachten wie der EUR/USD sich dem Trend widersetzt und in der kommenden Woche seitwärts oder tiefer tradet.

Eine Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Ende der Woche und der US Nonfarm Payrolls Bericht könnten ziemlich wichtige Auswirkungen auf den Euro und auch den US Dollar haben. Zinssatz-Trader sagen voraus, dass die EZB die Zinsraten in den nächsten 12 Monaten weitgehend unverändert lassen wird, und dass daher eine Ratenbewegung sehr unwahrscheinlich scheint. Jedoch betonen klare finanziellen Probleme der Eurozone, dass nicht alles in der gemeinsamen Währungszone gut läuft, und viele erwarten, dass die Zentralbank mit weiteren Hilfen für gefährdete Banken und Nationalstaaten einschreiten muss. Laut einer Umfrage von Bloomberg News glauben die meisten Volkswirtschaftler, dass Präsident Mario Draghi und der Zentralbankrat bald das Securities Market Program (SMP) erneut starten werden, um Staatsanleihen aufzukaufen. Wird das im bevorstehenden Meeting passieren? Wir können das sicherlich nicht ganz ausschliessen. Zudem könnte eine positive Reaktion bei den Schulden Spaniens und der Peripheriestaaten tatsächlich einen kurzzeitigen EUR/USD Boost hervorrufen.

Die US-Beschäftigungszahlen exklusive Landwirtschaft könnten ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Der US-Dollar wurde aufgrund von Erwartungen an die US-Federal Reserve, die Zinssätze in der näheren Zukunft nahe Null Prozent zu halten, stark verkauft. Weitere Enttäuschungen bei den Arbeitsmarktzahlen können die Prognosen nur verschlechtern. Vorherzusagen, wie die Veröffentlichung der US-Beschäftigungszahlen exklusive Landwirtschaft ausfallen wird — und gar wie der Dollar darauf reagieren wird — war schon immer ein vergebliches Unterfangen. Was feststeht ist einzig, dass sehr enttäuschende April-Zahlen die Spekulationen darüber wieder entfachen könnten, dass die Federal Reserve ihre Geldpolitik weiter lockern und erneut Quantitative Easing zum Einsatz bringen könnte (QE3).

Wenn man bedenkt, wie unentschlossen die Märkte bezüglich Spanien, Frankreich, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten momentan sind, was zählt wirklich für den EUR/USD? Wenn man den Korrelationen glauben darf, wird der US-Dollar selbst weiterhin gegenläufig zu den Bewegungen des US S&P 500 und breiterer riskanter Anlagekategorien handeln. Das legt nahe, dass weitere Gewinne beim S&P ausreichen könnten, den EUR/USD in die Höhe zu treiben.

Die Finanzmärkte ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus, während die Aktienmärkte sich langsam, aber sicher mehrjährigen Hochs nähern. Aber es kann gut sein, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Der S&P 500 Volatiliäts-Index (VIX) wird momentan bei nur 16 Prozent gehandelt — so niedrig wie kaum je seit Ausbruch der Finanzkrise 2008. Bedeutet das, dass auch die Aktien sinken werden? Nein. Und doch empfehlen wir, mit dem US-DOLLAR bei der relativen Windstille nicht zu bärisch zu werden. Die Kehrtwende könnte früher als erwartet einsetzen, es kann aber auch sein, dass wir noch Monate warten müssen. Aber nach dem Ereignis-Risiko zu urteilen, wäre die kommende Woche der richtige Zeitpunkt für die nächsten größeren Marktbewegungen. – DR

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.