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Märkte werden defensiv: US-Dollar könnte aufgrund von „sicherer Hafen“-Nachfrage zulegen

Märkte werden defensiv: US-Dollar könnte aufgrund von „sicherer Hafen“-Nachfrage zulegen

2019-04-20 07:00:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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FUNDAMENTALPROGNOSE FÜR DEN US-DOLLAR: BULLISCH

  • Der US-Dollar könnt aufgrund der Kapitalflüsse in sichere Häfen zulegen; Grund dafür ist der Exodus aus Risikowerten
  • US-BIP für das erste Quartal und externe Daten könnten zu Risikoscheu inspirieren
  • Trübe Stimmung bei den Unternehmensgewinnen könnte defensive Stimmung verstärken

Schauen Sie in die aktuelle US-Dollar-Prognose und finden Sie heraus, was die Preise bis Mitte des Jahres bewegen wird!

Wie es scheint ist es wahrscheinlich, dass der US-Dollar seine Position als Vehikel für nach einem sicheren Hafen suchende Kapitalflüsse in der nächsten Woche festigen wird. Zunehmende Belege für einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität in den USA wird die Fed-Geldpolitik aller Wahrscheinlichkeit nach weiter in ihrer Abwartehaltung verharren lassen, auch wenn dies die Risikobereitschaft beeinträchtigt und die Nachfrage nach einem sicheren Hafen anheizt.

Laut den am Donnerstag veröffentlichten PMI-Erhebungen ist das Wachstum im fertigenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor so schwach, wie seit September 2016 nicht mehr. Es wird erwartet, dass die BIP-Daten in der nächsten Woche einen Rückgang während des ersten Quartals ausweisen werden. Den Erwartungen zufolge wird der Wert bei 2 % liegen, das tatsächliche Ergebnis könnte aber darunter liegen, falls sich die jüngsten Ergebnisse fortsetzen sollten.

Derweil bieten die externen Nachrichtenmeldungen viel Material für Spekulationen über einen globalen Konjunkturrückgang. Die Bank of Canada wird die Gelegenheit möglicherweise nutzen, um eine geldpolitische Erklärung abzugeben, die deutlich die Abwärtsrisiken zum Ausdruck bringt. Kommentare des britischen Schatzkanzlers Hammond und von SNB-Präsident Jordan könnten eine ähnliche Botschaft vermitteln.

Was die Datenfront betrifft, könnten die Ergebnisse der IFO-Erhebung in Deutschland für das Unternehmensvertrauen und die Handelsstatistiken aus Neuseeland das ihrige zu der schlechten Stimmung beitragen. Beide Länder sind enorme Exporteure und bei den rückläufigen Handelsvolumen, die um Mitte 2018 ihren Anfang nahmen, liegen keine Hinweise auf eine Erholung vor.

Auch die Meldungen zu den Unternehmensgewinnen während des ersten Quartals gehen weiter. Über ein Drittel der Unternehmen, die den als Referenzwert dienenden S&P 500 Aktienindex bilden, werden ihre Ergebnisse präsentieren. Daten von Bloomberg, die auf diesen Zahlen basieren, deuten bisher auf die erste Kontraktionsphase seit drei Jahren hin.

Zusammen genommen geraten die Märkte dadurch in eine defensive Position und mahnen jeweils des makroökonomischen Hintergrunds, der zur Risikoreduzierung beiträgt. Dadurch könnte es zu einem Aufschlag auf die beispiellose Liquidität des Greenback kommen, was ihm im Großen und Ganzen einen Schub geben könnte.

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