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Nach FOMC hat US-Dollar mit rückläufigem BIP-Report zu tun

Nach FOMC hat US-Dollar mit rückläufigem BIP-Report zu tun

David Song, Strategist
USD

Gesprächsansätze zum Kurs des US-Dollar

Der Abverkauf des US-Dollar nach der Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve war nur kurzlebig. Dabei rutschten wichtige Wechselkurse, wie der des Paares EUR/USD, am Freitag auf ein neues Wochentief. Entwicklungen in der US-Wirtschaft könnten jedoch auch weiterhin für Widerstände für den Greenback sorgen, da„Daten, die seit September kommen, darauf hindeuten, dass das Wachstum sich etwas mehr verlangsamt als erwartet“.

Fundamentalprognose für den US-Dollar: Bullisch

Der Zinsentscheid des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (Federal Open Market Committee bzw. FOMC) hat den kurzfristigen Ausblick für den US-Dollar in Unruhe gebracht, denn die Notenbank senkte ihre Wirtschaftsprognosen und zeigte eine größere Bereitschaft, den Leitzins für den weiteren Verlauf des Jahres 2019 im derzeitigen Bereich von 2,25 % bis 2,50 % zu halten.

FOMC

Es bleibt abzuwarten, ob die Fed-Vertreter die längerfristige Zinsprognose weiter revidieren, denn Fed-Chef Jerome Powell warnte, dass „es noch einige Zeit dauern kann, bevor der Ausblick für den Arbeitsmarkt und die Inflation eindeutig für eine Änderung der Geldpolitik sprechen“. Aktualisierungen des Berichts zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA könnte die Notenbank jedoch dazu bringen, eine lockere Haltung einzunehmen, da erwartet wird, dass der endgültige Wert ein Wachstum von 2,4 % ausweisen wird, während ursprünglich 2,6 % erwartet worden waren.

Eine deutliche Abwärtskorrektur des BIP für das vierte Quartal könnte zunehmende Argumente im FOMC untermauern, den Zinsanhebungszyklus aufzugeben, da die Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen der Fed (Summary of Economic Projections bzw. SEP) „auf eine moderate Verlangsamung hindeuten“ und Belege für eine weniger robuste Wirtschaftslage den US-Dollar belasten könnten, da sie Spekulationen über niedrigere Zinsen anheizen würden.

Fed

In der Tat weisen die Fed Fund Futures inzwischen aus, dass die Marktteilnehmer eine Wahrscheinlichkeit von 50 % für eine Zinssenkung im Dezember einpreisen und dem Fed-Vorsitzenden Powell und seinem Team könnten zunehmend Vorwürfe bevorstehen, einen geldpolitischen Fehler zu begehen, nachdem bereits 2018 vier Zinsanhebungen vorgenommen wurden. So macht US-Präsident Donald Trump die Notenbank weitgehend für den Konjunkturrückgang verantwortlich.

Der FOMC könnte es jedoch schwer haben, einen defensiven Ausblick zu verteidigen, da auch erwartet wird, dass der aktualisierte BIP-Report ausweisen wird, dass die privaten Kernkonsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, sich im vierten Quartal 2018 unverändert bei 1,7 % gehalten haben. Hinweise auf ein unverändertes Preiswachstum könnten die Fed-Vertreter ermutigen, bei einer längerfristigen Zinsprognose von 2,50 % bis 2,75 % zu bleiben. Diese Entwicklung könnte die Attraktivität des US-Dollar steigern, da sie Wetten auf eine Zinssenkung durch die Fed entgegensteht. Melden Sie sich für die LIVE-Sitzungen mit dem DailyFX-Währungsanalysten David Song an. Dort erhalten Sie die Gelegenheit potenzielle Trading-Strategien zu diskutieren!

EUR/USD-Tageschart

EUR/USD

Suchen Sie nach einer technischen Perspektive für den US-Dollar? Schauen Sie in die wöchentliche technische Prognose für den US-Dollar.

Der breitere Ausblick für das Währungspaar EUR/USD ist von gemischten Signalen nach der FOMC-Sitzung verschleiert. Sowohl Kurs als auch der Relative Strength Index (RSI) brechen aus den bärischen Formationen von früher in diesem Jahr aus, nachdem sie auf ein neues 2019-Tief (1,1320 USD) gehandelt wurden.

Der gescheiterte Versuch über die Fibonacci-Überlappung um 1,1439 USD (23,6 % Expansion) auf 1,1450 USD (50 % Retracement) durchzubrechen / zu schließen, sowie die jüngste Serie tieferer Hochs und Tiefs, rückt die Abwärtsziele wieder in den Blick. Bei einem Durchburch durch / Schluss unter der Region 1,1270 USD (50 % Expansion) bis 1,1290 USD (61,8 % Expansion) steigt das Risiko einer Bewegung zurück in Richtung des Bereichs 1,1190 (38,2 % Retracement) bis 1,1220 USD (7,86 % Retracement), der direkt über dem Jahrestief (1,1176 USD) liegt.

Zusätzliche Trading-Ressourcen

Eine tiefergehende Analyse finden Sie in der Prognose für das Währungspaar EUR/USD

für das erste Quartal 2019. Möchten Sie Ihren Trading-Ansatz verbessern? Schauen Sie in die Serie Eigenschaften erfolgreicher Trader . Dort finden Sie Informationen zum effektiven Einsatz von Hebeln, sowie andere optimale Praktiken, denen Trader folgen können.

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