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US-Dollar: Handelskriege, bevorstehende Fed-Reden als Aufwärts-Katalysator

US-Dollar: Handelskriege, bevorstehende Fed-Reden als Aufwärts-Katalysator

2018-06-18 11:30:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

FUNDAMENTALPROGNOSE FÜR DEN US-DOLLAR: BULLISCH

  • US-Dollar verzeichnet nach straffungsorientiertem FOMC und defensiver EZB höchste Zugewinne seit fast sechs Wochen
  • Bevorstehende Kommentare der geldpolitischen Entscheider der Fed könnten den Aufwärts-Bias weiter stützen
  • Befürchtungen über einen Handelskrieg könnten die Risikobereitschaft senken, was die Nachfrage nach einem „sicheren Hafen“ neu belebt

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Der US-Dollar gewann in der letzten Woche, wie erwartet, wieder neue Aufwärtsdynamik. Die Währung erlebte eine Woche voller wichtiger Eventrisiken und ging aus ihr mit den stärksten Zugewinnen seit April hervor. Eine straffungsorientierte, geldpolitische Erklärung der US-Notenbank Federal Reserve und eine entschieden defensive von der EZB leisteten den stärksten Beitrag hierzu. Die EZB bewirkte einen Rückgang des EUR/USD-Wechselkurses, was eine größere Stärke der US-Währung bedeutet.

Der Kalender für die nächste Woche ist dünner. Nur die PMI-Erhebungen für Juni am Freitag dürften bei den Wirtschaftsdaten größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dadurch richtet sich das Interesse auf zahlreiche Kommentare von Vertretern der Federal Reserve. Eine entschieden straffungsorientierte Rhetorik, die die Botschaft der FOMC-Sitzung der letzten Woche bekräftigt, könnte dazu beitragen, den Aufwärts-Bias zu stärken.

Es könnten auch wieder die gärenden Sorgen über einen Handelskrieg in den Vordergrund treten. Die Märkte müssen sich erst noch auf die tiefer werdende Spaltung zwischen den führenden Volkswirtschaften der Welt, die sich im Rahmen des G7-Gipfels zeigte, sowie die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China einstellen. Die Anleger waren zu sehr mit den unmittelbaren Entwicklungen befasst – dem Trump/Kim-Gipfel, geldpolitische Entwicklungen bei FOMC und EZB – um die potenziellen Gefahren vollständig verdauen zu können. Jetzt könnte der Zeitpunkt dafür gekommen sein.

Das Weiße Haus scheint entschlossen, zu versuchen bessere Handelsabkommen zu erzwingen. Die Angriffe scheinen ihre Ziele jedoch in Gegenmaßnahmen, koordinierten Maßnahmen und die Vorbereitung harrscher Vergeltungsmaßnahmen zu einen. Dies schafft die Voraussetzungen für Handelsstreitigkeiten, die kritische Lieferketten wesentlich stören und dem globalen Wachstum schaden könnte, was „Risk-off“-Auflösungen auslöst.

Sollte solch eine Bewegung eine greifbare Dynamik entwickeln, könnte sich der US-Dollar einem weiteren, scharfen Aufwärtsschub erfreuen. Obwohl die Märkte den Umfang von Fed-Straffungen möglicherweise höher bewerten als einen Hintergrund der Stimmungsverschlechterung, werden sich die Trader, die sich primär mit Kapitalerhalt befassen, davon aber wohl nicht abschrecken lassen, da die konkurrenzlose Liquidität des Greenback seiner Attraktivität als sicherer Hafen neues Leben verleiht.

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