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US-Dollar steigt auf Drei-Monats-Hoch Wird die Fed die Rally bestätigen?

US-Dollar steigt auf Drei-Monats-Hoch Wird die Fed die Rally bestätigen?

2018-04-30 06:40:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
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US-Dollar steigt auf Drei-Monats-Hoch Wird die Fed die Rally bestätigen?

Fundamentalprognose für den US-Dollar: BULLISCH

  • Der US-Dollar rast aufgrund der Verscheibung des straffungsorientierten Ausblicks der Fed auf ein Drei-Monats-Hoch
  • FOMC-Erklärung im Blick, da Märkte Zinsanhebungspotenziel in Erwägung ziehen
  • PCE-Inflationsdaten, April-Bericht vom Arbeitsmarkt werden erwartungsgemäß unterstützend ausfallen

In unseren Quartalsprognosen für den US-Dollar erfahren Sie, was den Kurs bis Mitte des Jahres bewegen wird!

Zunehmende Fed-Zinsanhebungs-Wetten drückten den US-Dollar letzte Woche weiter nach oben. Nur besser als erwartete BIP-Zahlen für das erste Quartal deckelten ihn auf dem höchsten Niveau seit über drei Jahren. Der Report wies ein annualisiertes Wachstum von 2,3 Prozent aus. Das war zwar ein Rückgang von 2,9 Prozent im vierten Quartal, aber deutlich besser als von den Experten erwartet.

Die kommende Woche bringt viel größeres Eventrisiko mit sich, was die Spekulationen anheizen dürfte. Ganz oben auf der Liste steht die geldpolitische Erklärung des zinssetzenden FOMC-Ausschuss. Die Märkte preisen die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung mit über 34 Prozent ein. Das ist eine ungewöhnlich straffungsorientierte Position angesichts dessen, dass die US-Notenbank so umsichtig gewesen ist, die größeren Quartalssitzungen abzuwarten, bevor sie Angleichungen an ihrer Position vornimmt.

Es ist signifikant, dass die Trader einer Fortsetzung der Straffungen, trotz des Fehlens eines formalen Prognoseupdates und einer Pressekonferenz mit dem Fed-Chef Powell, solch eine deutliche Wahrscheinlichkeit zusprechen. Es scheint für das Vertrauen der Anleger in die straffungsorientierten Absichten der Fed zu sprechen, nachdem man diese jahrelang hinterfragt hatte. Dies bedeutet möglicherweise, dass man straffungsorientierte Rhetorik beim Wort nehmen wird. Es öffnet aber auch die Tür für Enttäuschungen.

Von den offentsichtlich bullischen Implikationen einer Zinsanhebung für den US-Dollar abgesehen und mit Blick auf das wahrscheinlichere Szenario eines Stillstands, gilt damit der geldpolitischen Erklärung enorm große Aufmerksamkeit. Der Greenback könnte sich an einem zuversichtlichen Ton erfreuen, der die Wahrscheinlichkeit einer vierten Zinsanhebung in diesem Jahr erhöht – und derzeit zu 50 Prozent eingepreist ist – und den für 2019-2020 projizierten Straffungspfad steiler werden lässt. Eine Wiederholung der vertrauten, zurückhaltenden Rhetorik könnte sich hingegeben als deutlich schmerzhafter erweisen.

Ansonsten steht auch noch der von der Fed bevorzugte PCE-Inflationsmaßstab an. Es wird erwartet, dass das Kern-Preiswachstum an dem gewünschten 2 Prozent-Wert gegenüber dem Vorjahr liegen wird. Auch bei dem April-Bericht vom Arbeitsmarkt werden gute Nachrichten erwartet. Es wird eine Erholung bei den Neueinstellungen mit 185.000 neuen Arbeitsplätzen erwartet, während die Arbeitslosenquote auf 4 Prozent fallen soll, dem niedrigsten Wert seit zwei Jahrzehnten.

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