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Vom Verbrennen von Kohle und US-Staatsanleihen: Dollar steht weiter im finanzpolitischen Kreuzfeuer

Fundamentalprognose für den US-Dollar: Neutral

Gesprächsansätze:

  • US-Dollar nach Blowout von den US-Arbeitsmarktzahlen nicht in der Lage zu Stärke zu finden.
  • Devisenmärkte wenden sich US-VPI und Einzelhandelsabsätzen zu, neuseeländisches BIP, SNB-Zinsentscheid.
  • Handeln Sie USD-Paare? Unser IG Client Sentiment verfolgt die Traderpositionierung in wichtigen Dollar-Paaren, wie EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY.

Eine längerfristige Analyse für den US-Dollar finden Sie in unseren Trading-Prognosen.

Der US-Dollar versucht eine zweite Woche unentschlossener Kursbewegung zu beenden: Nachdem der Doji-Wert in der vergangenen Woche auf dem DXY um die Marke 90,00 lag, zeigt die Bar der Woche derzeitig eine sich drehende Top-Formation um das gleiche Niveau. Trotz dieses Vor und Zurücks war es in Hinblick auf die kurzfristige Bewegung des Greenback dennoch eine recht interessante Woche. Als wir am Sonntag eröffneten, zeigte sich weiter USD-Schwäche, bei der sich die Verluste, die am vorhergehenden Donnerstag im Zusammenhang mit den „Strafzöllen“ begonnen hatte, fortsetzte. Diese Schwäche lief bis zum frühen US-Handel am Dienstagmorgen weiter. Dann begann sich um 89,40 etwas Unterstützung zu zeigen. Der Kurs legte zu und testete die Marke 90,00. Wie wir aber bei mehreren Gelegenheiten in den letzten sechs Wochen erleben konnten, begann die bullische Motivation nach Tests über diesem Niveau nachzulassen und der Kurs zog sich nach dem Bericht vom US-Arbeitsmarkt (Non-Farm Payrolls) wieder zurück.

US-Dollar-Kurschart: Vier-Stunden-Zeitrahmen zurück auf 90,00 nachdem die Range weiter wird

Vom Verbrennen von Kohle und US-Staatsanleihen: Dollar steht weiter im finanzpolitischen Kreuzfeuer

Chart erstellt von James Stanley

Der starke Treiber des USD in dieser Woche war der Bericht vom US-Arbeitsmarkt, der am Freitag veröffentlicht wurde. Er wies einen hohen Wert von +313.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen aus. Die Erwartungen hatten hingegen bei +205.000 gelegen. Normalerweise würde so ein Ergebnis die Aufmerksamkeit der Dollar-Bullen auf sich ziehen, um der höheren Wahrscheinlichkeit von Zinsanhebungen in naher Zukunft zuvorkommen zu können. Und sicherlich konnten wir auch eine Festigung der Zinserwartungen für die nähere Zukunft beobachten. So stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Rahmen der März-Sitzung der Fed laut CME Fedwatch auf 88,8 Prozent. Damit ging allerdings keine Bewegung des US-Dollar einher. Die Trader verbrachten diesen Morgen lediglich damit, den Abverkauf des DXY zurück auf 90,00 zu intensivieren. Eine logische Erklärung für diese Schwäche waren die durchschnittlichen Stundenlöhne, die ebenfalls in dem Report an diesem Morgen vertreten waren. Sie lagen bei 2,6 Prozent, während die Erwartungen bei 2,8 Prozent gelegen hatten. Dies steht in starkem Kontrast zu dem überraschenden Wert von 2,9 Prozent im Vormonat, der heute morgen auf 2,8 Prozent herunterkorrigiert wurde. Aber – die US-Dollar-Schwäche ist jetzt schon seit über einem Jahr ein recht beherrschendes Thema. Es wird auf längerfristiger Basis im Gesamtbild also wahrscheinlich noch eine andere Erklärung dafür geben, was dazu beiträgt den US-Dollar so schwach zu halten.

US-Dollar-Kurschart über „DXY“: Von dem 2017-Hoch bis zu dem 2018-Tief um bis zu 15 Prozent gefallen

Vom Verbrennen von Kohle und US-Staatsanleihen: Dollar steht weiter im finanzpolitischen Kreuzfeuer

Chart erstellt von James Stanley

Inzwischen preisen die Märkte eine 34,2 Prozent Wahrscheinlichkeit von vollen vier Zinsanhebungen durch die Fed in diesem Jahr ein. Dabei besteht eine 73,3 Prozent Wahrscheinlichkeit für drei Zinsanhebungen im Jahr 2018. Dies steht in deutlichem Kontrast zu anderen Notenbanken in der ganzen Welt. Sowohl die Europäische Zentralbank, als auch die Bank of Japan vermeideten das Thema Zinsanhebungen komplett im Rahmen ihrer Zinsentscheide in dieser Woche und setzten ihre derzeitigen QE-Maßnahmen mit vollem Tempo fort.

Längerfristige USD-Schwäche

Die Devisen-Spot-Märkte sind zukunftsorientiert, genau wie die Anleihen- und Aktienmärkte. Die Marktteilnehmer warten für gewöhnlich nicht ab, bis eine Zinsanhebung kommt, bevor sie sie einpreisen, denn es könnte dann bereits zu spät sein die Bewegung tatsächlich zu handeln, wenn eine Zinsanhebung angekündigt wird. Der US-Dollar hat seit dem Hoch im letzten Jahr bis zu 15 Prozent verloren und wird weiter abverkauft, obwohl die Fed die einzige Notenbank ist, bei der Zinsanhebungen erfolgen. Das würde darauf hindeuten, dass es noch etwas anderes gibt, bei dem sich die Marktteilnehmer an die aktuelle Lage anpassen oder angepasst haben.

Letzte Woche betrachteten wir eine mögliche Erklärung hierfür, als wir die US-Finanzpolitik diskutierten. Die US-Regierung expandiert mit hohem Tempo. Sie hat 500 Mrd. Dollar zusätzliche Ausgaben für die nächsten Jahre eingeplant und Steuersenkungen mit einem zusätzlichen Volumen von 1 Bio. Dollar in den kommenden zehn Jahren. Die US-Regierung verzeichnet ein Defizit. Um diese Initiativen finanzieren zu können, muss das Finanzministerium Geld im Wege von Anleihenauktionen aufnehmen. Diese Anleihenauktionen werden das Angebot an Staatsanleihen erhöhen, wodurch – sofern alle Faktoren gleich bleiben (Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht) – der Preis sinken wird. Die niedrigeren Preise von Schatzanleihen unter Berücksichtigung des neuen, zusätzlichen Angebots würden mit höheren Renditen einhergeben, wie wir es bisher 2018 auch beobachten konnten.

Paul Tudor Jones, der legendäre und berühmte Trader und Hedgefondsmanager kommentierte dies im Februar mit den Worten: „Wenn ich die Wahl zwischen einer US-Schatzanleihe und einem Stück brennender Kohle in meiner Hand hätte, würde ich die Kohle wählen“. Dies wird aller Wahrscheinlichkeit nach in allen globalen Märkten kurzfristig das beherrschende Thema bleiben und sich wahrscheinlich auch auf den US-Dollar auswirken, wenn die Nachfrage nach US-Schatzanleihen und damit wiederum nach dem US-Dollar aufgrund der US-Finanzpolitik hinter dem Angebot zurückbleibt – auch angesichts strafferer geldpolitischer Bedingungen.

Rendite von zehnjährigen US-Schatzanleihen: Monatschart nähert sich schnell Sieben-Jahres-Hoch von 3,04 Prozent

Vom Verbrennen von Kohle und US-Staatsanleihen: Dollar steht weiter im finanzpolitischen Kreuzfeuer

Chart erstellt von James Stanley

Das ist relevant, denn es ist wahrscheinlich ein kritischer Faktor bei der anhaltenden Schwäche des US-Dollar, auch weil die Fed eine der wenigen Notenbanken in Industrieländeren ist, die aktiv die Zinsen strafft. Dies ist auch etwas, dass den Greenback unter Druck belassen könnte, insbesondere da auch andere Notenbanken immer noch ihre jeweiligen Anleihenmärkte über ihre QE-Programme in Europa und Japan aktiv unterstützen. Wenn Sie ein Hedgefonds sind oder Anleihen handeln, warum sollte man ein Risiko mit unsicheren US-Schatzanleihen eingehen, wenn sich woanders – zumindest im Moment – optimalere Bedingungen bieten? Dies hilft auch zu erklären, warum der Euro während des Jahres trotz der Tatsache, dass die Renditen auf dem Kontinent auf extrem niedrigen Niveaus verblieben sind, so stark war.

Kalender der nächsten Woche: US-Daten mit großer Bedeutung am Dienstag, Mittwoch und Freitag

Die wichtige Meldung aus den USA in der nächsten Woche werden die Inflationszahlen für Februar sein, die am Dienstagmorgen kommen sollen. Die Erwartungen liegen bei 2,2 Prozent annualisiert für die Gesamtteuerung und 1,8 Prozent für die Kerninflation. Am darauffolgenden Morgen werden die Einzelhandelszahlen veröffentlicht. Die Erwartungen liegen derzeit bei 0,4 Prozent. Die Woche schließt mit der Verbraucherstimmung der Universität Michigan. Diese Veröffentlichungen können sich jeweils auf die Kursbewegung auswirken, insbesondere der Inflationsreport, da in der Folgewoche der Zinsentscheid im Rahmen der März-Sitzung des FOMC kommt.

DailyFX Wirtschaftskalender: Starker Einflusse von US-Meldungen in der Woche ab 12. März 2018

DailyFX Wirtschaftskalender

Chart erstellt von James Stanley

Prognose für die nächste Woche

Die Fundamentalprognose für den US-Dollar für die nächste Woche wird auf Neutral gesetzt. Obwohl der längerfristige bärische Trend intakt bleibt, besteht die Möglichkeit mehrer kurzer Stärkespitzen, die sich auch während der letzten beiden Wochen gezeigt haben. Sie sollte nicht ignoriert werden. In der nächsten Woche kommen die Inflationszahlen und in der darauffolgenden Woche der FOMC-Zinsentscheid für März. Weithin wird eine Zinsanhebung erwartet. Der Zinsentscheid wird der erste des neuen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell sein. Es wäre also ein guter Zeitpunkt, um sich näher über den neuen Fed-Chef zu informieren. Es könnte auch ein Klima herrschen, das für eine Klemme bei USD-Shorts sorgt. Und das wäre eine gute Gelegenheit auf Rips zu warten, um diese zu höheren Preisen zu verkaufen.

Erfahren Sie mehr:

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