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Durchbruch und Richtungswechsel des Goldpreises auf FOMC, NFP-Fokus richtet sich auf Inflation

Durchbruch und Richtungswechsel des Goldpreises auf FOMC, NFP-Fokus richtet sich auf Inflation

2018-08-06 12:45:00
Michael Boutros, Technischer Stratege
Teile:
Gold

Fundamentalprognose für Gold: Neutrale

Der Goldpreis fiel die vierte Woche in Folge. Das Edelmetall verlor 0,45% und wurde am Freitag vor Schluss in New York mit 1218 gehandelt. Die anhaltende Stärke des US-Dollars übt weiterhin Druck auf Gold aus, während das DXY-Trading infolge des FOMC-Zinsentscheids diese Woche knapp unterhalb der Jahreshochs liegt. Der Absturz des Goldpreises auf neue Jahrestiefs ist die Reaktion auf eine kritische, kurzfristige Unterstützungsrange am Freitag – doch können die Goldpreise angesichts der anstehenden Veröffentlichung entscheidender US-Inflationsdaten sowie steigender geopolitischer Spannungen nächste Woche auf dieser jüngsten Erholung aufbauen?

Gold springt höher auf ex-Agrar-Arbeitsmarktdaten

U.S ex-Agrar-Arbeitsmarktdaten (NFP) haben Freitag mit einer Kennzahl von 157K die Erwartungen nicht erfüllt – doch eine Aufwärtskorrektur gegenüber den Daten des letzten Monats zu 248K sowie ein leichter Abfall der Arbeitslosenrate auf 3,9% wiegen schwerer als die Schlagzeilen und unterstreichen nach wie vor die Stärke der Arbeitsmärkte. Die Veröffentlichung hat wenig Einfluss auf die Geschwindigkeit der Straffung der Geldpolitik, während die Fund-Futures der Fed weiterhin Zinsanhebungen im September und Dezember einpreisen (im Einklang mit dem Ausblick der Zentralbank). Die Veröffentlichung hat zudem einen Rebound von der Schlüsselunterstützung im Goldpreis verstärkt, wobei die Preise um mehr als 1% über dem Wochentief liegen.

Im Hinblick auf kommende Woche werden Trader die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindexes (CPI) vom Juli erwarten, bei dem gängige Schätzungen von einem Halt bei 2,3% y/y ausgehen. Während die Beschäftigungsrate überwiegend der „natürlichen“ Jahresrate der Zentralbank entspricht, liegt der Fokus weiterhin auf dem Inflationsausblick – für Gold könnte eine stärkere Kennzahl nächste Woche die Erwartungen anfachen, dass die Fed ihren Normalisierungsprozess im nächsten Jahr beschleunigen könnte (eine bärische Entwicklung für Gold, die dazu tendiert, abzuschwächen, wenn Erwartungen für Zinssätze steigen). Aus technischer Perspektive wirft der Schaden, der durch die jüngste Abwärtsbewegung verursacht wurde, einen Schatten auf den kurzfristigen Preisausblick, und die Aufmerksamkeit gilt der Frage, ob der Preis seine Zugewinne in der nächsten Woche ausbauen kann.

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Spot-Gold IG Client Positioning

Durchbruch und Richtungswechsel des Goldpreises auf FOMC, NFP-Fokus richtet sich auf InflationIG-Client-Sentiment zeigt, dass die Trader bei Gold Netto-Long sind - das Verhältnis steht bei +7,06 (87,6% der Trader sind Long) –bärische Daten
  • Eine Zusammenfassung des IG-Client-Sentiment zeigt, dass die Trader bei Gold Netto-Long sind- das Verhältnis steht bei +7,06 (87,6% der Trader sind Long) – bärische Daten
  • Die Long-Positionen liegen um 2,4% niedriger als gestern und um 0,1% niedriger als letzte Woche
  • Die Short-Positionen liegen um 0,9% niedriger als gestern und um 12,2% niedriger als letzte Woche
  • Wir nehmen normalerweise gegenüber des mehrheitlichen Sentiments eine nonkonformistische Perspektive ein, und die Tatsache, dass die Trader Netto-Long sind, weist darauf hin, dass die Spot-Goldpreise weiter fallen könnten. Die Trader sind weniger Netto-Long als gestern, aber stärker Netto-Long als letzte Woche, und die Kombination aus aktueller Positionierung und jüngsten Veränderungen verleiht uns aus Sentiment-Perspektive einen weiterhin gemischten Trading-Bias für Spot-Gold.

Gold-Wochenchart

Durchbruch und Richtungswechsel des Goldpreises auf FOMC, NFP-Fokus richtet sich auf Inflation

Im vergangenen Monat haben wir festgestellt: „Es ist zu riskant, sich für eine Umkehr zu positionieren, doch die Bedrohung einer kurfristigen Erholung bleibt evident, dabei oberhalb der Untergrenze von 50 / 2017 März niedriger Wochenabschluss bei ~1204,wobei wir eine „seitliche bis niedrigere Kursbewegung“ erwarteten. Der Kurs ist nach dem FOMC-Beschluss in diesen Unterstützungsbereich gefallen, wobei Gold mit Hilfe von NFPs zum Wochenende hin eine Gegenoffensive startete. War es das also?

Achten Sie darauf, dass das wöchentliche RSI einen Durchbruch in überverkauftes Terrain erprobt. FALLS die Kurse hier schließen sollten, würde das Risiko mit Blick auf die kommende Woche von einer Momentum-Perspektive gegen die Verluste gewichtet. Halten Sie vor diesem Hintergrund nach zwischenzeitlichem Widerstand bei 1234/36 Ausschau, wobei der gleitende 200-Wochen-Durchschnitt und das Dezember-Tief auf der Median-Linie der breiten, abnehmenden Heugabel-Formation konvergieren, die wir seit den Hochs von 2017 / 2018 verfolgen. Ein Wochenabschluss oberhalb dieser Schwelle wäre nötig, um auf ein signifikanteres Tief schließen zu können. Ein Durchbruch unterhalb dessen hätte anschließende Ziele an der 50-Linie von ca. ~1190 im Blick, eng gestützt von einer strukturellen Unterstützungsannäherung von 1175/80(Interessensgebiet für mögliche Erschöpfung / Long-Entries FALLS erreicht).

Fazit: Obwohl das breitere Risiko weiterhin gegenüber den Verlusten gewichtet wird, haben Goldpreise auf einen erheblichen Unterstützungspivot reagiert und könnten für eine kurzfristige Atempause sorgen, trotz des jüngsten Abverkauf-Drucks. Der unmittelbare Fokus im Hinblick auf die kommende Woche liegt auf dem 1204 Unterstützungspivot. Eine vollständige technische Aufgliederung der kurzfristigen Goldpreisniveaus (Tageschart und Intraday) finden Sie im technischen Ausblick für XAU/USD der letzten Woche.

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