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Euro in nervöser Erwartung des EZB-Zinsentscheids, Unruhe in Italien, Handelskonflikte

Euro in nervöser Erwartung des EZB-Zinsentscheids, Unruhe in Italien, Handelskonflikte

2019-06-02 04:00:00
Dimitri Zabelin, Junior Währungsanalyst
Teile:

FUNDAMENTALPROGNOSE FÜR DEN EURO: BÄRISCH

  • Euro-Trader sind in nervöser Erwartung des EZB-Zinsentscheids und des Wirtschaftsausblicks
  • Der Haushaltsstreit zwischen Rome und Brüssel könnte das Währungspaar EUR/USD schwächen
  • Spannungen im Handel zwischen der EU und den USA bleiben ein großes Risiko, während sich das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamt

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Der Euro wird in der kommenden Woche unter Druck geraten. Grund sind die Bekanntgabe des EZB-Zinsentscheids und die laufenden Verhandlungen zwischen Rom und Brüssel über die Haushaltsambitionen Italiens. EU-Offizielle werden weiterhin ihre Gespräche darüber, wer den europäischen Institutionen, darunter die Europäische Kommission, der Europarat und die EZB, vorstehen wird.

Den Erwartungen zufolge wird die EZB die Zinsen in dieser Woche im Negativbereich belassen, da sich der Ausblick für das weltweite und regionale Wachstum vor dem Hintergrund ungünstiger geopolitischer Spannungen weiter verschlechtert. Intern bedrohen inter-europäische Spannungen weiterhin die Staatsanleihenmärkte in führenden Mitgliedsstaaten der Euro-Zone. Der Kampf um den Haushalt zwischen Rom und Brüssel geht weiter.

Die Lage verschärft sich noch zusätzlich aufgrund des vor kurzem veröffentlichten italienischen BIP, das einen Wachstumsrückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,1 % auswies. Gleichzeitig bewegen die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sich immer noch auf dem höchsten Stand seit Jahren. Die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA könnten zu einem großen Problem werden, da die Spannungen zwischen den beiden Seiten des Atlantiks vor dem Hintergrund der divergierenden politischen Ansätze gegenüber dem Iran steigen.

Die EU und die USA haben – für den Moment noch – eine Eskalation des Handelskrieges vermieden, nachdem US-Präsident Donald Trump die Implementierung von Zöllen auf KFZ-Importe aus Europa aufgeschoben hat. Diese hätten den exportlastigen DAX noch weiter unter Druck gesetzt. Die sich verschlechternden Handelsbeziehungen zwischen den USA und Mexiko machen die europäische Politik ebenfalls nervös, da die Aussicht besteht, dass Trump dies auch Europa gegenüber ohne Vorwarnung durchsetzen könnte. Solch ein Vorgehen ist der Modus Operandi des US-Präsidenten.

EUR/USD WIRD WEITER UNTER SINKENDEM WIDERSTAND GEHANDELT

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