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Ausblick für den Euro bärisch – EUR/USD könnte aufgrund von EZB-Sitzung fallen Der Brexit-Termin rückt näher.

Ausblick für den Euro bärisch – EUR/USD könnte aufgrund von EZB-Sitzung fallen Der Brexit-Termin rückt näher.

2019-04-07 04:00:00
Daniel Dubrovsky, Analyst
Teile:
EUR

Euro-Kurs Fundamentalprognose: Bärisch

  • Euro kann sich bei schwachen EU-Daten und Fortschritten bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China konsolidieren
  • EUR/USD könnte aufgrund von EZB und enttäuschenden VPI-Daten aus Deutschland fallen
  • Die Lage des Euro wird auch von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China und den Brexit-Entwicklungen vernebelt

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Der Euro verbrachte in der letzten Woche die meiste Zeit mit einer Konsolidierung. Seine Trajektorie bisher in diesem Jahr war jedoch vorsichtig abwärts geneigt mit längeren Episoden eines Seitwärtshandels. Aber täuschen Sie sich nicht: Die letzten fünf Tage erinnern uns an den immensen Druck, unter dem die Einheitswährung in nächster Zeit stehen wird. Eine Flut enttäuschender Wirtschaftsdaten aus Europa zeigte, dass die vorsichtige Orientierung der EZB im März nicht ohne Grund war.

Es begann mit schlechter als erwarteten VPI-Daten für die Euro-Zone im März, die seit Oktober weiter einem disinflationären Pfad folgen. Später in der Woche wiesen die Fabrikaufträge in Deutschland unerwartet den stärksten Rückgang seit 2009 aus. Derweil wurden die Prognosen für das Wirtschaftswachstum für 2019 für die leistungsstärkste Volkswirtschaft in Europa sowie für Italien nach unten korrigiert.

Weitere Updates zum Währungspaar EUR/USD finden Sie auf unserer Zielseite für den Euro!

Der Chart unten zeigt den Bloomberg korrelationsgewichteten Index für den Euro, auf den die deutschen Frontend-Staatsanleihenrenditen und der Citigroup Eurozone Economic Surprise Index gelegt sind. Der letztgenannte zeigt, dass die Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone seit Mitte März tendenziell hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Beachten Sie, dass alle drei Aspekte des Charts in letzter Zeit zusammen gefallen sind.

Euro

Euro – Die kommende Woche

EUR/USD könnte aufgrund des bevorstehenden Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank gefährdet sein. In ihrer vorherigen Erklärung im März senkte die EZB die Zinsanhebungserwartungen und die Wachstumsprognosen. Seitdem und wie vorstehend vermerkt, kam es weitgehend zu regionaler Wachstumsschwäche. EZB-Präsident Mario Draghi könnte sich in seiner Pressekonnferenz wieder einmal zur Notwendigkeit von Zurückhaltung äußern.

Möchten Sie wissen, wohin der Euro im zweiten Quartal laufen könnte? Lesen Sie unsere gerade erst veröffentlichten Fundamental- und technischen Prognosen für das Währungspaar EUR/USD für das zweite Quartal 2019!

Das Protokoll der März-Sitzung hat eine zunehmende Besorgnis über die Ungewissheit zum Ausdruck gebacht und bezog sich auf die gestiegenen Handelsspannungen zwischen den weltgrößten Volkswirtschaften. China ist einer der größten externen Handelspartner Europas und die Wirtschaft des Landes verlangsamt sich zusammen mit der der EU. In der letzten Woche deuteten der chinesische Präsident Xi Jinping sowie Vizepremier Liu He an, dass bei den Handelsgesprächen mit den USA erhebliche Fortschritte erzielt werden konnten.

Dennoch konnte der Euro nicht viel Unterstützung finden, obwohl dies auch bei den Aktien der Fall war, was etwas Sorge bereitet. Während die Verhandlungen sich einem Ende nähern, werden die Probleme immer deutlicher, die nach wie vor bestehen. Dabei geht es insbesondere um die Rechte an geistigem Eigentum. Donald Trumps führender Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagte am Freitag, dass, obwohl die Gespräche mit China noch nicht ganz abgeschlossen sind, noch mehr Potenzial besteht.

Zusätzlich zur EZB und aktuellen Meldungen zu den Handelsgesprächen sollten Sie genau auf die Regionaldaten achten. Der deutsche VPI und die Statistiken für die Großhandelsinflation werden gemeldet werden. Die Zahlen für die Industrieproduktion für die Euro-Zone stehen ebenfalls an. Sollte sich der Trend enttäuschender Zahlen fortsetzen, könnte der Euro bei zunehmend defensiven Erwartungen für die Geldpolitik umfassende Verluste erleiden.

Brexit bleibt eine große Unbekannte, während die bedingungslose Verlängerung der Ausstiegsfrist mit dem 12. April immer näher rückt. Ende letzter Woche bot der Präsident des Europarats Donald Tusk Großbritannien einen Aufschieb der Trennung um zwölf Monate an. Gleichzeitig bat Premierministerin Theresa May um eine Verlängerung bis 30. Juni. Somit sind alle Augen auf den außerordentlichen Brexit-Gipfel der Spitzenpolitiker der EU am 10. April als nächsten Schritt nach vorne gerichtet.

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