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Euro: Sinkende Inflation spricht für QE-Verlängerung – Schwäche könnte von Bestand sein

Euro: Sinkende Inflation spricht für QE-Verlängerung – Schwäche könnte von Bestand sein

James Stanley, Senior Strategist
Euro – US-Dollar Tageschart

Gesprächsansätze:

  • Der PMI der Eurozone bestätigt ein Abkühlen des Wachstums – die EUR/USD-Schwäche dürfte sich fortsetzen.
  • EUR/USD gibt nach nachdem Inflationsdaten für die Euro-Zone hinter den Erwartungen zurückbleiben.
  • Suchen Sie nach einer langfristigen Analyse für den Euro? Dann schauen Sie einmal in unsere Quartalsprognose für die Währung.

Fundamentalprognose für den Euro: Neutral

Möchten Sie wissen, welchen Ansatz andere Trader beim Währungspaar EUR/USD verfolgen? Schauen Sie in unseren IG Client Sentiment Indikator.

Es war eine weitere harte Woche für den Euro – die Verkäufer behielten gegenüber den meisten führenden Währungen die Kontrolle. Die bemerkenswerte Ausnahme war das Britische Pfund. Es bewegt sich nach wie vor inmitten einer aggressiven Umkehr im Vorfeld der BoE-Sitzung der nächsten Woche. Der Euro befindet sich bereits seit Mitte April in einer bärischen Situation. Diese Verluste beschleunigten sich im Zusammenhang mit der EZB-Sitzung später im Monat, bei der die Europäische Zentralbank den Märkten angesichts der fallenden Inflation einen defensiven Ausblick bot. Das Thema erhielt in dieser Woche mit der Veröffentlichung der April-Inflationszahlen für Europa einen weiteren Schub. Diese waren eher enttäuschend. Die Gesamtteuerung lag bei 1,2 Prozent, während die Erwartungen und der Wert des Vormonats bei 1,3 Prozent gelegen hatten. Der Kern-VPI lag bei 0,7 Prozent und somit deutlich unter der Erwartung von 0,9 Prozent und dem 1 Prozent Wert des Vormonats.

Kerninflation in der Euro/Zone fällt auf den niedrigsten Wert seit über einem Jahr

Kerninflation in der Euro-Zone

Erstellt von James Stanley

Insgesamt sorgen diese fallenden Inflationsraten für ein komplizierteres Umfeld für eine Notenbank, die bestrebt ist aus einem massiven Programm geldpolitischer Anreize auszusteigen. Obwohl Wachstum und Inflation im Jahr 2017 stark und stetig blieben, könnte das abschwächende Umfeld mit sich von dem Ziel entfernender Inflation kurzfristig Probleme für Euro-Bullen bereiten.

Im Rahmen der Pressekonferenz zur April-Sitzung der EZB äußerte EZB-Präsident Mario Draghi, dass, obwohl ein Inflationsanstieg erwartet werde, die Daten erst noch „überzeugende Hinweise auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend“ ausweisen müssten. Die Inflationszahlen dieser Woche geben diese Position wieder. Da das derzeitige QE-Programm im September auslaufen soll, geht der EZB die Zeit aus, falls sie tatsächlich mit einem Planen des Exits aus den geldpolitischen Anreizen beginnen möchte.

Bis zu dem Zinsentscheid im September haben wir noch zwei EZB-Sitzungen. Das bedeutet, die Daten müssten aller Wahrscheinlichkeit nach einen signifikanten Anstieg ausweisen, um die Bank zu zwingen, mit einer Straffungspolitik zu beginnen. Lässt man die Inflation einmal außen vor und blickt auf die führenden Indikatoren, ist das Bild, das sie bieten, nicht ganz so positiv. Früher am heutigen Morgen wurde der Komposit-PMI für die Euro-Zone veröffentlicht und der lag auf dem niedrigsten Niveau seit Januar 2017. Der Indikator lag bei 55,1, während ein Wert von 55,2 erwartet worden war. Dabei deutet ein Wert über 50 auf Wachstum hin. Die Tatsache, dass wir beobachten können, dass führende Indikatoren eine Abschwächung bzw. ein schwächer werdendes Umfeld ausweisen, bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit inzwischen höher ist, dass die QE-Maßnahmen über das aktuelle Ende des Programms im September 2018 hinaus verlängert werden.

Der Wirtschaftskalender für die Euro-Zone für die nächste Woche ist extrem dünn. Es stehen lediglich einige wenige Veröffentlichungen mit mittlerer Bedeutung an. Die größte Aufmerksamkeit wird Deutschland gelten, wo die Woche mit den Fabrikaufträgen beginnt, gefolgt von den PMI-Zahlen für den Einzelhandel später am Tag. Am Dienstag kommt die deutsche Handelsbilanz, gefolgt von der Industrieproduktion. Und dann am Donnerstag kommt das Protokoll des jüngsten Zinsentscheids im Rahmen der EZB-Sitzung.

DailyFX Wirtschaftskalender: Eine ruhige Woche an der europäischen Wirtschaftsdatenfront

Wirtschaftskalender

Erstellt von James Stanley

Euro-Prognose für die nächste Woche

Die Prognose für den Euro für die nächste Woche wird auf Neutral gesetzt. Obwohl das Umfeld des Euro für eine bärische Fortsetzung reif scheint, ist die Bewegung so schnell gekommen, dass das Paar aus mehreren Blickwinkeln überverkauft ist. Das Währungspaar EUR/USD hat am kurzfristigen Widerstand um die psychologische Marke 1,2000 USD Unterstützung gefunden. Die Tatsache, dass die Bären den Kurs nicht signifikant unter das 2018-Tief ziehen konnten, deutet aber darauf hin, dass es zu einer tieferen Aufwärtsbewegung kommen wird, bevor das bärische Theme für eine Fortsetzung bereit sein könnte. Wir haben dem Chart unten ein Niveau um den Kurs von 1,2093 USD hinzugefügt. Dies ist ein Swing-Hoch, das eine Reihe von Iterationen vorherigen Widerstands des Paares verdeutlicht. Falls das Währungspaar EUR/USD dieses Niveau erneut testen sollte, öffnet sich die Tür für Strategien auf der Short-Seite.

EUR/USD-Tageschart: Überverkauft mit Halten der Unterstützung am Swing-Tief 2018

Euro – US-Dollar: Tageschart mit technischer Analyse

Chart erstellt von James Stanley

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Suchen Sie nach einer längerfristigen Analyse für den US-Dollar? Unsere DailyFX-Prognosen für das erste Quartal enthalten Kapitel für alle führenden Währungen und wir verfügen auch über zahlreiche Informationen zu USD-Dollar-Paaren, wie EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY und AUD/USD. Trader können sich über den IG Client Sentiment Indikator über die kurzfristige Positionierung auf dem Laufenden halten.

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.