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Fundamentaldaten des Euro bleiben stark, die hohe Positionierung ist aber eine eindeutige Belastung

Fundamentaldaten des Euro bleiben stark, die hohe Positionierung ist aber eine eindeutige Belastung

2017-12-04 04:00:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
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Fundamentaldaten des Euro bleiben stark, die hohe Positionierung ist aber eine eindeutige Belastung

Fundamentalprognose für EUR/USD: Neutral

- Die Wirtschaftsdatentrends des Euro bleiben stark, eine gedehnte Positionierung in Long-Futures könnte aber bedeuten, dass der Markt bereits gesättigt ist.

- Kommende Wirtschaftsdaten werden den Erwartungen zufolge auf einige der besten Wachstumsbedingungen der letzten sechs Jahre hindeuten.

- Die Privat-Anleger-Positionierung weist nach wie vor auf bullische Bedingungen für das Währungspaar EUR/USD bis Ende November.

Der Euro war während der letzten Novemberwoche die am zweitschlechtesten abschneidende führende Währung. Von Gewinnmitnahmen nach einer starken Performance während des Monats einmal abgesehen, gab es aber keinen eindeutigen Katalysator für den Rücksetzer. Das Währungspaar EUR/GBP war das am schlechtesten abschneidende EUR-Paar. Es verlor -1,36 Prozent nachdem die Brexit-Verhandlungen sich in eine für Großbritannien positivere Richtung entwickelt hatten. Das Währungspaar EUR/USD fiel um -0,31 Prozent, da die Verabschiedung der Steuerreformgesetze in den USA sich der Ziellinie näherte (der Senat stimmte für den Gesetzesentwurf nachdem die Märkte am Freitag geschlossen hatten).

Insgesamt kann der Euro sich auf feste Fundamentaldaten stützen. Das deutet darauf hin, dass jedwede Schwäche nur flach sein dürfte. Das Wirtschaftsdatenmoment ließ letzte Woche nach, bleibt aber auf einem mehrjährigen Hoch. Der Citi Economic Surprise Index für die Eurozone schloß am Freitag bei +70,3, ein Rückgang von +92,9 in der Vorwoche, aber immer noch ein höherer Wert als die +58,7 im Vormonat.Ansonsten schlossen die fünfjährigen Fünf-Jahres-Inflationsswap-Forwards, ein bevorzugter Maßstab für den Preisdruck des EZB-Präsidenten Draghi, letzte Woche bei 1,700 Prozent und somit höher als die 1,656 Prozent in der Vorwoche und noch höher als der 1,659 Prozent-Wert vor einem Monat.

Angesichts der umfassenden Euro-Stärke während der letzten Monate werden jedwede Hinweise darauf, dass die Inflation einem Aufwärtstrend folgt, die Bedenken der EZB im Zusammenhang mit einer Drosselung des Tempos ihrer Anlagenankäufe zum Jahreswechsel ins Jahr 2018 mindern.

Für die nächste Zeit enthält der Kalender nur wenig, das dem Euro-Bullentrend neue Frische verleihen dürfte bzw. den Rücksetzer zu einer vollumfänglichen Umkehr destabilisieren würde. Der November-PMI für die Euro-Zone and die BIP-Zahlen für das dritte Quartal 2017 sind jeweils die endgültigen Versionen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit signifikanter Auswirkungen auf den Markt eher minimal. Falls überhaupt wären exogene Einflüsse, wie Meldungen im Zusammenhang mit den Brexit-Gesprächen oder eine Einigung von Repräsentantenhaus und Senat bei den Gesetzesentwürfen in den USA potentere Treiber.

Laut Marktpositionierung muss jede kurzfristige Schwäche im Euro zwangsläufig auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein. Obwohl sich die Positionierung in den jüngsten Wochen abgeschwächt hat, bleibt der Long-Trade im Euro weiterhin überlaufen (in relativer Hinsicht). Laut dem jüngsten CFTC-COT-Report wurden während der Woche bis 28. November 89.700 Netto-Long Kontrakte von Spekulanten im Futures-Markt gehalten. Das liegt nahe an dem höchsten Niveau seit der Woche bis 3. Mai 2011 (als das Währungspaar einen Spitzenwert von etwas unter 1,5000 USD erreichte).

Schauen Sie in unsere Euro-Prognose für das vierte Quartal 2017 und in die DailyFX Trading-Leitfäden.

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