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Euro Dollar (EUR/USD): Die Stunden der Wahrheit

Euro Dollar (EUR/USD): Die Stunden der Wahrheit

2019-08-22 08:21:00
David Iusow, Finanzmarktanalyst
Teile:

Der Euro Dollar Kurs verlor in der vergangenen Woche zwar, bliebt jedoch in dieser Woche größtenteils stabil. Grund dafür sind Erwartungen an FED Aussagen. Gleichzeitig haben die Einkaufsmanagerindizes per August am Donnerstag zum positiven hin überrascht.

Einkaufsmanagerindizes per August stabilisieren

Die Einkaufsmanagerindizes sind gemäß dem Markit Institut und per August über den Erwartungen ausgefallen. Sowohl der Index für das Produktionsgewerbe als auch der für das Dienstleistungsgewerbe fiel für die Länder Frankreich und Deutschland über den Erwartungen aus. Dies sorgte dafür, dass der Gesamtindex weiterhin im Expansionsbereich über 50 Punkten verblieb. Insbesondere der DAX profitierte davon, aber auch der Euro Dollar Kursstabilisiert sich. Dieser hält sich leicht oberhalb der wichtigen 1,1100 USD je Euro Kurszone.

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Einkaufsmanagerindex Deutschland gesamt (Markit)

Einkaufsmanagerindex Deutschland über Erwartungen

Quelle: DailyFX Research, Markit

Erwartungen an dovishe FED-Aussagen könnten enttäuscht werden

Das FOMC Protokoll hielt gestern kaum etwas Neues für Marktteilnehmer und Trader bereit. Es bestätigte, dass man sich innerhalb der FOMC im Großen und Ganzen über den letzten Zinsschritt als Absicherung einig war. Dennoch, der Futures-Markt preist bereits seit einiger Zeit eine 90 % -Wahrscheinlichkeit für einen zweiten Zinsschritt im September ein. Zu erwähnen wäre, dass die FED bisher, im Rahmen eines Lockerungszyklus, stets zwei Zinsschritte tätigte oder die Zinsen zumindest um 0,5 % senkte. Insofern machen die Erwartungen des Marktes durchaus Sinn, könnten aber womöglich zum Teil bereits eingepreist sein.

Der Fokus richtet sich daher stark auf die Rede des FED Präsidenten, Jerome Powell, am Freitag. Um Überraschungen zu vermeiden, könnte die Rede mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr zum dovishen tendieren. In diesem Fall hätte der Euro Dollar Kurs weiteres Erholungspotential. Vorher steht allerdings noch das EZB-Protokoll am heutigen frühen Nachmittag an. Dies dürfte wahrscheinlich nicht viel Neues an Informationen bereit halten, allerdings könnten Marktteilnehmer dennoch kurzfristig darauf reagieren, in Anbetracht der Tatsache, dass es seitens der EZB-Führung, in den letzten Wochen, keine detaillierten Einsichten gab.

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Euro Dollar Chartanalyse

Mit den positiven Einkaufsmanagerindizes und den möglicherweise dovishen Aussagen seitens der FED, könnte sich der Euro Dollar Kurs in den nächsten beiden Tagen erholen. Charttechnisch betrachtet, dürfte dieser bei 1,11200 auf den ersten kurzfristigen Widerstand stossen. Hier verläuft der gleitenden 12-Tage-Durchschnitt sowie liegen einige wichtige Tiefs, siehe Chart unten. Kann diese Kurszone überwunden werden, könnte der EUR/USD Kurs sich, eventuell mit Hilfe eines Short-Squeeze, impulsartig weiter erholen, zumindest bis zum nächsten Widerstand bei 1,11500 USD je Euro. Nach unten hin sollte das letzte Verlaufstief im Auge behalten werden. Wird es unterschritten, könnten weitere Kursverluste folgen.

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EUR/USD Chart auf Tagesbasis

EUR/USD Chartanalyse

Quelle: IG Handelsplattform

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UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT IG BARRIER-OPTIONEN

Steht man auf der Käuferseite und meint das der Euro Dollar Kurs in Zukunft weiter steigt, könnten Barrier-Options von IG mit einer Knock-Out-Schwelle, unterhalb der 1,1000US-Dollar interessant sein. Bärisch eingestellte Trader hingegen könnten in umgekehrter Weise mit Knock-Out-Schwellen oberhalb des Widerstandes bei 1,12 US-Dollar ihr maximales Verlustrisiko an der Oberseite begrenzen.

Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verluste können extrem schnell eintreten.

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