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Ölpreis [Brent,WTI]: Was ist wichtig in dieser Woche?

Ölpreis [Brent,WTI]: Was ist wichtig in dieser Woche?

2019-07-08 10:50:00
David Iusow, Finanzmarktanalyst
Teile:

Der Ölpreis [Brent, WTI] ist in der vergangenen Woche wieder eingebrochen. Einige Faktoren wurden abrupt wieder ausgepreist. Die Angebotsseite spricht für stabile Kurse im kommenden halben Jahr. Die Nachfrageseite muss allerdings noch Überzeugungsarbeit leisten. In dieser Woche stehen neben den US Beständen auch die Monatsberichte der OPEC sowie der IEA an. Wie werden diese auf den Verlauf im G20 Gipfel reagieren?

Angebotsseite als Stabilitätsfaktor?

Der Ölpreis Brent und WTI mussten abrupt korrigieren, nachdem das OPEC+ Meeting gelaufen war. Bezogen auf einen Zeitraum von einem halben Jahr, könnte die Angebotsseite dennoch unterstützend wirken. Nicht nur haben OPEC+ Länder die Fortsetzung der Kürzungen bis 2020 beschlossen. Ein neues Ziellevel für die Bestände wurde festgelegt, das jedoch etwas niedriger angesetzt ist, als zuvor.

Die US Produktion scheint derzeit geringer auszufallen. Ob dies so bleibt, ist fraglich. US Produzenten werden auf das geringere OPEC+ Angebot wahrscheinlich mit der Erhöhung der Produktion reagieren. Einige Daten, wie der Oil Rig Count, weisen zwar aktuell auf eine verringerte Produktion hin. Die Zählung sollte allerdings mit Skepsis betrachtet werden. Die Gesamtproduktion könnte auch mit weniger Rigs aufrecht gehalten werden. Hier sollte der Blick womöglich auf die Exporte geworfen werden. Zuletzt gab es jedoch von dieser Seite aus positive Tendenzen, also etwas geringere Exporte aus den USA.

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Baker Hughes Oil Rig Count

Baker Hughes Oil Rig Count

Quelle: DailyFX Research, Baker Hughes

Nachfrageseite muss noch Überzeugungsarbeit leisten

Während auf der Angebotsseite nun mehr für stabilere Ölpreise spricht, so sind auf der Nachfrageseite noch einige Risikofaktoren vorhanden, dir zunehmend mit dem Handelskonflikt und den Konjunkturdaten im Einklang stehen. Ein Rebound in den Daten, insbesondere innerhalb der EU und China, könnte dafür sorgen, dass sich Nachfragesorgen etwas verringern. Gleichzeitig könnte der Trend des Abbaus bei den US Beständen fortgesetzt werden. Der EIA-Bericht zeigte per vorletzte Woche einen leichten Abbau der Bestände, er bestätigte allerdings nicht den starken Abbau im API-Bericht. Insofern dürfte besonderes Augenmerk den US Beständen in dieser Woche gelten.

Die OPEC und die IEA werden in dieser Woche, jeweils Donnerstag und Freitag, ihre Monatsberichte vorlegen. Sowohl das Konglomerat als auch die IEA haben ihre Nachfrageprognosen zuletzt nach unten revidiert. Im Zuge der OPEC+ Verlängerungen wird es interessant sein, zu sehen, welche Anpassungen im Bericht erfolgten.

Die IEA könnte aufgrund des sich verringerten Handelsstreit-Risikos ihre Nachfrageprognose unverändert belassen. Gemäß dem Institut lagen die OECD-Bestände leicht über dem Fünf-Jahre-Durchschnitt und erhöhtes Angebot seitens der EU im vergangenen Monat könnte daran wenig geändert haben. Neben den Berichten stehen weiterhin die Konjunkturdaten im Fokus, allen voran die chinesische Handelsbilanz am Freitag. Überraschend höhere Importe, könnten Nachfragesorgen verringern.

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Ölpreis Chart

Rohölpreis Chartanalyse

Quelle: IG Handelsplattform

UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT IG BARRIER-OPTIONEN

Steht man auf der Verkäuferseite und meint, dass der Ölpreis Brent in Zukunft fällt, könnten Barrier-Options von IG mit einer Knock-Out-Schwelle, oberhalb den Widerstandszonen über 66 USD interessant werden. Bullisch eingestellte Trader hingegen könnten in umgekehrter Weise mit Knock-Out-Schwellenunterhalb von 60 USD je Barrel im Blick behalten.

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Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verluste können extrem schnell eintreten.

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