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EUR/CHF: Risikoaversion und positive Konjunkturdaten

EUR/CHF: Risikoaversion und positive Konjunkturdaten

2019-05-28 14:17:00
David Iusow, Finanzmarktanalyst
Teile:

Der EUR/CHF Kurs hat nach dem fulminantem Anstieg im April, im Mai fast die gesamten Zugewinne wieder abgegeben. Eine erhöhte Risikoaversion, gepaart mit positiven Konjunkturdaten aus der Schweiz, begünstigten die Aufwertung des Schweizer Franken.

Welche Märkte gehören im zweiten Quartal zu den Top-Handelsmöglichkeiten? Erfahren Sie es in unseren exklusiven Prognose-Handbüchern , die Sie kostenfrei herunterladen können.

Risikoaversion stabilisiert Schweizer Franken

Im Zuge des sich zuspitzenden Handelskonflikts, der daraus entstandenen, erhöhten Volatilität an verschiedenen Märkten, erlang der Schweizer Franken gegen den Euro, infolge der Safe-Haven Flows wieder an Stabilität. Der EUR/CHF Kurs ist wieder gefallen. Und es sieht nicht danach aus, als wäre die Unsicherheit bereits vom Tisch. Noch befinden sich Aktienmärkte in ihren intakten Korrekturtrends. Neben diesem Aspekt haben sich die Konjunkturdaten in der Schweiz per erstes Quartal verbessert.

Das Schweizerische BIP Wachstum lag per Q1(QoQ) bei 0,6 %, erwartet wurde ein Anstieg von 0,4 % nach 0,3 % im vierten Quartal 2018. Im dritten Quartal 2018 wies das Wachstum einen Rückgang von 0,2 % auf. Unterstützt wurde diese Entwicklung größtenteils durch die Inlandsnachfrage, insbesondere dem Konsum. Aufgrund der ebenfalls besseren Konjunkturlage in Deutschland, konnten ebenso Exporte im ersten Quartal anziehen. Wie auch für Deutschland und auch die EU deuten die Daten derzeit für die Schweiz ein schwächeres zweites Quartal an. So befindet sich der Einkaufsmanagerindex für das Produktionsgewerbe seit April, erstmals seit dem Jahr 2015, ebenfalls im Kontraktionsbereich.

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Schweiz BIP Wachstum

Schweiz BIP Wachstum QoQ

Quelle: DailyFX Research

Seitwärtsspanne zwischen 1,12 -1,15 könnte bestehen bleiben

Fundamental betrachtet, haben Konjunkturdaten per erstes Quartal positiv überrascht, allerdings fielen die Daten in Deutschland und der EU ebenfalls besser aus. Die SNB dürfte weiterhin dovish bleiben, denn sie erwartet nicht, dass die Inflation das Zielniveau von 2 % bis Q3 2020 erreichen wird. Die Zinsdifferenz könnte den Euro gegen den Franken generell stabiler halten, damit dürfte das Währungspaar EUR/CHF womöglich weiterhin in einer Seitwärtspanne zwischen zirka 1,1200-1,1500 Schweizer Franken je Euro verbleiben. Steigende Risikoaversion könnte den Kurs allerdings unter die Unterstützungszone bei 1,1200 drücken.

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EURCHF Chart auf Tagesbasis

EURCHF Chartanalyse auf Tagesbasis

Quelle: IG Handelsplattform

UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT IG BARRIER-OPTIONEN

Steht man auf der Verkäuferseite und meint, dass der EURCHF Kurs in Zukunft weiter fällt, könnten Barrier-Options von IG mit einer Knock-Out-Schwelle, oberhalb der Widerstandszonen entweder bei 1,13oder 1,15 CHF je Euro interessant werden. Bullisch eingestellte Trader hingegen könnten in umgekehrter Weise mit Knock-Out-Schwellen unterhalb von 1,12 CHF je Euro arbeiten.

Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verluste können extrem schnell eintreten.

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