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Akuelle Lage im US Dollar, Aktien, Öl und Gold - Radiointerview

Akuelle Lage im US Dollar, Aktien, Öl und Gold - Radiointerview

2018-11-09 15:37:00
David Iusow, Analyst
Teile:

US Dollar, Aktien, Öl und Gold weisen in der jüngsten Vergangenheit starke Bewegungen auf. Doch die beeinflussenden Faktoren sind derzeit vielfältig und damit bleibt die Lage undurchsichtig. Im Interview mit dem Börsenradio reden wir über einige dieser Faktoren und versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

US Dollar bleibt stabil

Der US Dollar Index beweist in den letzten beiden Tagen wieder Stabilität, nachdem er im Anschluss an die Zwischenwahlen noch eingebrochen war. Es gibt wohl keinen hauptsächlichen Grund für die Stabilität, doch folgende Gründe dürften jeweils eine Rolle spielen.

  1. Handelskonflikt rückt in den Vordergrund und schwächt Schwellenländerwährungen
  2. FOMC Statement löst hawkishe Erwartungen an das kommende Jahr aus
  3. Konjunkturdaten außerhalb den USA entwickeln sich negativ

Bleibt der USD weiterhin eine der Top- Tradingmöglichkeiten in 2018? Unsere Analysten haben für Sie einige dieser Möglichkeiten zusammengetragen. Sie können Sie kostenfrei herunterladen.

US Dollar Chart auf Tagesbasis

USD Index Chart auf Tagesbasis

Quelle: IG Handelsplattform

US Aktien profitieren von konjunktureller Divergenz

Der Aktienmarkt musste im Oktober deutlich Federn lassen. Dabei spielten die Zinsen sowie das QT der FED Bilanz eine Rolle. Doch in Anbetracht der konjunkturellen Divergenz zwischen den USA und den anderen Developed Markets, hat der US Markt weiterhin ein größeres Potential auf eine Erholung. Dabei muss noch entschieden werden, ob es sich im breiteren Kontext um eine größere Top-Bildung bzw. Seitwärtsphase handelt, oder der Aufwärtstrend neue Hochs bald generiert. Der Handelskonflikt könnte neue Hochs vorerst zu verhindern wissen. Die Anleihezinsen dürften nur gemächlich weiter steigen und damit keinen besonders bremsenden Faktor mehr spielen, aus meiner Sicht. Der Deckel könnte hier drauf sein.

Der europäische Aktienmarkt bzw. der DAX, dürfte weiterhin an mehreren Fronten belastet werden. Zum einen ist die Stimmung hinsichtlich der politischen Ungereimtheiten fast am Boden, siehe Italien und Brexit. Zudem färbt der Handelskonflikt über die Schwellenländer auf Europa stark ab, womit zu guter Letzt die Konjunktur kaum vom Fleck kommt. All diese Faktoren verhindern aus meiner Sicht zurzeit auch einen positiven Einfluss des schwächeren Euro (EUR/USD) auf die Märkte.

Gehören Aktien zu den Top-Handelsmöglichkeiten in diesem Jahr? Finden Sie es heraus, indem Sie sich die Prognosen unserer Analysten kostenfrei herunterladen

S&P 500 Index Chart auf Wochenbasis

S&P 500 Chartanalyse auf Wochenbasis

Quelle: IG Handelsplattform

Der Goldpreis hängt wie immer in den Seilen

Was den Goldpreis anbetrifft, so hängt dieser weiterhin in den Seilen und dürfte größtenteils von der Entwicklung des USD abhängen. Siehe auch letzten Beitrag dazu. Allerdings könnte ein gewisser Liquiditätseffekt, trotz alle dem, Upside-Potential bereithalten. Die Reduktion der Fed Bilanz, die in den vergangenen Monaten so richtig losgegangen ist, könnte die Nachfrage nach Gold anschieben. Wenn man bedenkt, dass der Goldpreisverfall innerhalb der letzten zehn Jahre zu einem gewissen Teil auf das QE der Notenbanken, allen voran der FED, zurückgeht, wäre eine gewisse Anpassung nach oben, innerhalb der Range in Richtung 1.350 USD je Feinunze nicht auszuschließen. Hier würde der Durchbruch über die Zone bei 1.250 US Dollar eventuell weiterhelfen. Ob es jedoch für mehr reicht, bleibt unter Berücksichtigung der anderen Faktoren vorerst unwahrscheinlich.

Gehört Gold zu den Top-Handelsmöglichkeiten in diesem Jahr? Finden Sie es heraus, indem Sie sich die Prognosen unserer Analysten kostenfrei herunterladen

Goldpreis Chart auf Wochenbasis

Goldpreis Chartanalyse auf Wochenbasis

Quelle: IG Handelsplattform

Ölpreis reagiert auf das Angebot-Nachfrage-Verhältnis

Der Ölpreis(Brent) hat in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben und reagiert damit vermehrt auf eine Trendumkehr in den Erwartungen an das kommende Angebot-Nachfrage-Verhältnis. Die wichtigsten Importländer wurden nun für ein halbes Jahr von den Iran-Sanktionen ausgenommen. Gleichzeitig erwarten die OPEC, als auch die IEA, in 2019 eine rückläufige Nachfrage. Die aktuelle Konjunkturabschwächung tut dabei ihr Übriges. Die weltweite Produktion hat seit kurzem wieder die Nachfrage überschritten und die US Bestände sind erneut über den Fünf-Jahres-Durchschnitt gestiegen. Gleichzeitig bleibt der US Dollar stabil. Es gibt derzeit also kaum Gründe für Stabilität im Ölpreis.

Wie fällt die aktuelle Rohölprognose der Analysten aus? Erfahren Sie es in unserer exklusiven und kostenfreien Prognose-Sektion.

Ölpreis Brent Chart auf Wochenbasis

Ölpreis Brent Chartanalyse auf Wochenbasis

Quelle: IG Handelsplattform

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