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USDCAD Analyse: Charttechnik, Geldpolitik und Konjunktur

USDCAD Analyse: Charttechnik, Geldpolitik und Konjunktur

2018-08-23 09:23:00
David Iusow, Finanzmarktanalyst
Teile:

(DailyFX.de - Düsseldorf) – Das Brokerhaus IG taxiert den US Dollar auf 1,30354 kanadische Dollar. Damit hat sich das Währungspaar USDCAD auf Tageskerzenbasis einen leichten Gewinn von 0,27 % verzeichnet, auf Wochenkerzenbasis steht ein Minus von 0,14 % zu Buche.

Zusammenfassung

  • Charttechnik: Korrekturtrend bleibt intakt, 1,30 Marke von Bullen verteidigt
  • Geldpolitik gab sich zuletzt „hawkish“, Poloz Rede in Jackson Hole
  • Konjunkturdaten zuletzt schwächer, BIP-Wachstum im Fokus
  • Fazit: US-Dollar, BoC und Ölpreis

USDCAD Analyse mittels der Charttechnik

Der USDCAD Kurs bewegt sich seit dem Ausbilden des Hochs im Juni in einem langsamen Trendkanal abwärts. Die Dynamik hat allerdings zuletzt spürbar abgenommen. Möglicherweise lasten hier die unter Erwartungen ausgefallenen kanadischen Konjunkturdaten und der schwache Ölpreis. Die 1,30 CAD je USD wurden zuletzt von den US Dollar Bullen vehement verteidigt. Im Chart auf Wochenbasis wird jedoch ersichtlich, dass der Retest der jüngst überwundenen langfristigen Abwärtstrendlinie noch aussteht sowie die kurzfristige Korrekturtrendlinie bisher nicht überschritten wurde, was bedeutet, dass der Korrekturtrend, nach rein charttechnischen Überlegungen, noch intakt ist.

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USDCAD Chart auf Wochenbasis

USD/CAD Chartanalyse auf Wochenbasis mit Trendlinien

Quelle: IG Handelsplattform

Könnte der Faktor Geldpolitik dem Loonie in die Karten spielen?

Im Rahmen der letzten Sitzung hat die BoC den Zins angehoben, „hawkishe“ Aussagen verlauten lassen sowie die Wirtschaftsprognosen größtenteils nach oben revidiert. Alles Anzeichen dafür, dass der nächste Zinsschritt immer näher kommt. Die Pressekonferenz mit BoC Governeur Poloz ließ Marktteilnehmer allerdings, wie bereits einige Konferenzen in diesem Jahr zuvor, etwas ratlos zurück. Poloz bestätigte zwar die Aussagen des Statements, tat jedoch kaum Anstalten, um mehr hinsichtlich des nächsten Zinsschrittes zu verkünden. Der kanadische Dollar gab infolge wieder kurzfristig nach. Aber auch ein fester US Dollar und ein fallender Ölpreis haben zu dem Zeitpunkt belastet.

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Poloz Rede in Jackson Hole im Fokus

An diesem Wochenende wird auch Governeur Poloz auf dem Symposium in Jackson Hole zu Wort kommen. Aktuell wird von einem weiteren Zinsanstieg im Oktober ausgegangen. Die Inflation, die zuletzt auf 3 % gestiegen war, erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschrittes im September. Die Aussagen von Poloz auf dem Symposium könnten etwas mehr Klarheit schaffen, was diese Erwartungen angeht. Die BoC gab sich zuletzt datenabhängig und dürfte sowohl auf positive als auch negative Daten ebenso schnell reagieren. So zumindest die Befürchtung einiger Experten.

Daten noch lange nicht so robust wie im Vorjahr

Daten sind zwar mehr oder weniger robust, doch nicht in solch einem Maß wie im vergangenen Jahr, als die BoC auf das starke Wachstum beim BIP mit mehreren Zinsanstiegen reagiert hatte. Die Inflation ist zuletzt zwar auf 3 % per Monat Juli (YoY) gestiegen, doch der Immobiliensektor sowie die Einkaufsmanagerindizes (IVEY), Großhandelsumsätze sowie die Einzelhandelsumsätze, wiesen zuletzt Zahlen unter den Erwartungen auf. Das BIP-Wachstum wies per erstes Quartal einen Anstieg von 1,3 % (YoY) auf, was unter der Erwartung von 1,8 % lag. Der höchste Anstieg wurde zuletzt mit 4,5 % im zweiten Quartal 2017 erzielt. Diese Vorgabe zu toppen, dürfte in diesem Jahr damit umso schwerer fallen und es ist unwahrscheinlich, dass das gelingt. Das BIP-Wachstum per zweites Quartal 2018 wird in der nächsten Woche am Donnerstag präsentiert.

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Kanada BIP-Wachstum YoY

Kanada BIP-Wachstum YoY

Quelle: DailyFX Research

Fazit der USDCAD Analyse

Die aktuell eher schwächeren Konjunkturdaten (bis auf die Inflation) aus Kanada, verringern hohe Erwartungen an mehr Zinsanstiege und deuten darauf hin, dass die Stabilität des kanadischen Dollars gegen den Greenback, größtenteils vom schwächeren US Dollar ausgeht. Sollte sich der US Dollar weiterhin schwach zeigen, sowie tritt die BoC in den nächsten Tagen bis Wochen „hawkisher“ auf als erwartet, dürfte das dem Loonie gegen den Greenback in die Karten spielen und den Retest der langfristigen Trendlinie begünstigen. Ein steigender Ölpreis könnte zusätzlich unterstützend dabei wirken. Andererseits könnten sich die genannten Faktoren jedoch auch gegen diesen Trend stellen, sprich die BoC bleibt aufgrund der schwächeren Daten „dovish“, US Dollar steigt weiter und der Ölpreis fällt. In diesem Fall könnte ein Ausbruch aus dem Korrekturtrend im Währungspaar USDCAD nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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