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EUR/USD: Wie geht es nach den US-Arbeitsmarktdaten weiter?

EUR/USD: Wie geht es nach den US-Arbeitsmarktdaten weiter?

David Iusow, Analyst

(DailyFX.de - Düsseldorf) – Der US-Dollar fiel gegen den Euro kurzfristig im Anschluss an die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten, allen voran den Nonfarm Payrolls aus den USA. Doch insgesamt realisierten Anleger schnell, dass die Daten die aktuelle Expansion bestätigten und die Fed kaum von dem aktuellen Kurs abbringen werden. Zur Stunde taxiert der Broker IG Markets den EURUSD-Kurs auf 1,1931 US-Dollar je Euro.

Revision der NFP-Daten positiv

Per April baute die US-Wirtschaft netto 164.000 neue Jobs auf. Das war weniger als die erwarteten 193.000. Allerdings wurde der bereits im März verzeichnete geringere Stellenaufbau um 32.000 nach oben revidiert. Das brachte den gesamten März-Stellenaufbau nahe den vorherigen verfehlten Erwartungen. Der aktuelle durchschnittliche Stellenaufbau (12 Monate) bemisst sich auch nach den Daten per April weiterhin auf 190.000. Anzumerken ist dennoch, dass das Momentum des Stellenaufbaus sich seit 2015 verlangsamt. Im Schnitt wurden im Jahr 2015 noch 240.000 pro Monat geschaffen.

Nonfarm Payrolls 2010-2018

Nonfarm Payrolls und Durchschnitt Chart

Quelle: DailyFX

Arbeitslosenquote fällt mehr als erwartet

Überraschend fiel die Arbeitslosenquote jedoch von 4,1 % im März auf 3,9 % im April. Die Erwartung lag bei 4,0 %. Teilweise dürfte dies durch eine fallende Beteiligungsquote begründet worden sein. Diese fiel von 62,9 % auf 62,8 %. Die Beteiligungsquote umfasst nicht nur die arbeitende Bevölkerung, sondern auch die Arbeitssuchenden. Wird diese geringer, bedeutet es nicht unbedingt, dass mehr Menschen Arbeit gefunden haben, sondern, dass einige davon auch aus anderen Gründen aus der Statistik herausgefallen sein könnten. Langfristig betrachtet, hat sich die Beteiligungsquote allerdings seit dem Jahr 2015 stabilisiert.

Erwerbsbeteiligungsquote 2014-2018

Erwerbsbeteiligungsquote 2014-2018

Quelle: DailyFX

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Die durchschnittlichen Stundenlöhne unter Erwartungen

Hingegen haben sich die durchschnittlichen Stundenlöhne per April unter Erwartungen entwickelt. Im Vergleich zum Vormonat stiegen diese um 0,1 % bei einer Erwartung von 0,2 %. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Löhne um 2,6 %. Die per März über den Erwartungen ausgefallenen Stundenlöhne wurden nach unten auf 2,6 % revidiert. Somit ergibt sich keine Veränderung im Vergleich zum Vormonat.

Welche Faktoren könnten den EURUSD im zweiten Quartal beeinflußen? Erfahren Sie es in unserer exklusiven EURUSD-Prognose, die Sie hier kostenfrei herunterladen können.

EUR-USD steuert nächste Unterstützung auf Tageskerzenabsis an

EUR-USD Tageskerzen

Quelle: IG Markets

Die Daten haben bei den Anlegern keine Bedenken bezüglich des kommenden Zinsschrittes im Juni geschürt. Die von der CME berechnete Wahrscheinlichkeit wird weiterhin auf 95 % beziffert. Die FED Fund Target Range würde demnach auf zwischen 1,75 % - 2,0 % steigen. Der EURUSD-Kurs setzt seinen kurzfristigen Abwärtstrend zu Beginn der aktuellen Woche fort, nachdem er sich am Freitag im Anschluss an die US-Arbeitsmarktdaten kurzfristig erholen konnte.

Im Wochenchart liegt die nächste Unterstützung bei 1,15 US-Dollar je Euro

EUR-USD Chart auf Wochenkerzenbasis

Quelle: IG Markets

Charttechnisch und auf Tageskerzenbasis betrachtet, könnte die nächste Unterstützungszone bei 1,1750 US-Dollar je Euro liegen. Hier verläuft der nächste horizontale Unterstützungsbereich. Im Wochenchart dürfe eine durchaus wichtige Unterstützung bei 1,15 US-Dollar je Euro ins Auge gefasst werden. Hier verläuft die sekundäre Aufwärtstrendlinie sowie die beiden langfristigen Wochen-Durchschnitte (100, 200) leicht darunter.

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