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(DailyFX.de) - Im Februar lehnte die amerikanische Aufsichtsbehörde (SEC) den Winklevoss- Twin- ETF noch ab. Bis heute gibt es keine offizielle Genehmigung.

Mainstream vertagt

Daraufhin schlug eine regelrechte Bombe im Charttableau ein, eine Art Schönheitsfehler im einst makellosen Kursverlauf, welcher kein Einzelfall bleiben sollte. Dennoch entwickelte Bitcoin seitdem eine Eigenschaft, welche sich als Kämpfernatur bezeichnen lässt. Kurz nach der Ablehnung stieg der Kurs, angefangen von einem Niveau um 1.100 US- Dollar bis heute, auf über 3.500 US- Dollar an.

Eine Entscheidung der Futures Trading Commission (CFTC) ging in vergangener Zeit unter Umständen ein Stück weit unter. Die Regulierungsbehörde genehmigte den Vorschlag seitens LedgerX, einen geregelten Bitcoin- Futures Markt auf die Beine zu bringen.

Ein Blick in die Geschichtsbücher

Nach dem Börsencrash von 1929 begann der US- Kongress darüber zu diskutieren, wie man solche Szenarien in Zukunft vermeiden könne. Im Jahr 1933 wurde somit die Securities and Exchange Commission gegründet um folgende Mission zu erreichen: „Investoren schützen, faire, geordnete und effiziente Märkte pflegen und die Kapitalbildung zu erleichtern.“

Die CFTC wurde 41 Jahre später gegründet um den Futures- Markt unter Kontrolle zu halten. Vor allem Landwirte und Viehzüchter verlassen sich bis heute auf den Futures-Markt um sich vor Marktrisiken zu schützen. Futures- Kontrakte reichen heutzutage u.a. von der Sojabohne bis hin zum Kakao.

Ihre Mission:

„Zur Förderung offener, transparenter, wettbewerbsfähiger und finanzstarker Märkte will die Kommission die Nutzer und ihre Gelder, Verbraucher und die Öffentlichkeit vor Betrug, Manipulation und missbräuchlichen Praktiken im Zusammenhang mit Derivaten und anderen Produkten schützen.“

Die SEC als Spielverderber - bis heute

Der Bitcoinmarkt ist der SEC bis heute sprichwörtlich zu unsicher. Die Gefahr, dass Investoren übertrieben handeln, sei (noch) zu groß. Betrug oder auch Marktmanipulationen können nicht ausgeschlossen werden.

Ein oder der Grund lässt sich finden, wenn man erneut einen Blick auf die sich unterscheidenden Missionen der Aufsichtsbehörden wirft. Während die SEC Investoren schützen möchte, strebt die CFTC einen „fairen“ Futures- Markt an.

In dem Ablehnungsbericht des Winklevoss- ETF’s argumentierte die SEC u.a.: “Wenn der Sportmarkt unreguliert ist, muss es bedeutende, regulierte Märkte im Zusammenhang mit dem zugrunde liegenden Vermögenswert geben, mit dem die Börse eine Art Überwachungsvereinbarung abschließen kann.“

Sobald sich der Bitcoin- Futures Markt tatsächlich auf die Beine stellen ließe, hätte die SEC somit eine Abdeckung um dem Bitcoin- ETF grünes Licht zu geben.

Die Schleusen für den Mainstream wären dann weit geöffnet.

Bitcoin: Wann öffnet die SEC die Schleusen?

Bitcoinchart (Tagesbasis)

Analyse geschrieben von Timo Emden, Head of DailyFX von DailyFX.de

Bitcoin: Wann öffnet die SEC die Schleusen?

@Timo Emden

Bitcoin: Wann öffnet die SEC die Schleusen?