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Highlights:

Es gibt eine Handvoll von Anlagearten, die typischerweise als „Risk-off“ gelten. Diese Anlagearten entwickeln sich tendenziell gut, wenn Angst und Ungewissheit vorherrschen, und zu Zeiten relativen Friedens und steigender Kurse in Risikomärkten, wie den Schwellenmärkten und Aktien mit hohem Beta, eher schlecht.

Diese Anlagearten sind tendenziell der Japanische Yen (JPY), der Schweizer Franken (CHF), Gold (XAU) und US-Schatzanleihen. Die jüngste Ursache für das Interesse an diesen Märkten sind die verbalen, geopolitischen Auseinandersetzungen, von denen die Märkte noch nicht genau wissen, wie sie sie verdauen sollen. Dieser Bedarf von der Volatilität zu profitieren ließ sich bei der jüngsten Rekordpositionierung in VIX-Positionen beobachten, wo Trader hofften, an einem plötzlichen Anstieg der realisierten Volatilität im Ein-Jahres-SPX teilzuhaben.

Ungeachtet dessen, ob auf die Drohungen Präsident Trumps und des nordkoreanischen Kim Jong-un Taten folgen werden, sollten Trader beachten, dass die JPY-Stärke nicht neu ist. Obwohl die JPY-Stärke sich in der Vergangenheit parallel zur USD-Schwäche entwickelte, die sich am Freitag aufgrund der US-Arbeitsmarktdaten und der Unterstützung für die Stundenlöhne umkehrte, spricht die Tatsache, dass die JPY-Stärke bereits seit fast einem Monat besteht, dafür, dass es eine gewisse Dynamik gibt, die es sich zu beobachten lohnt. Das Währungspaar USD/JPY bewegt sich in der Nähe von 110 JPY und das 2017-Tief von 108,13 JPY könnte leicht erreicht werden, falls es zu neuen Befürchtungen kommt.

Ich möchte Sie auf zwei Punkte aufmerksam machen: CFTC zeigt eine Zunahme der JPY-Shorts in den letzten Monaten, die schnell abgewickelt werden könnten (Kauf des Japanischen Yen, um die Position glatt zu stellen), und der führende japanische Aktienmarkt, der Nikkei, ist vor kurzem nach unten durchgebrochen. Der Nikkei (Chart unmittelbar unten) tendiert zu einer inversen Korrelation mit dem JPY und einer positiven Korrelation mit dem Währungspaar USD/JPY. Mit einem fallenden Währungspaar USD/JPY würden daher erwartungsgemäß weitere Verluste des Nikkei einhergehen.

Der Nikkei (JPN 225) ist mit der JPY-Stärke vor kurzen nach unten ausgebrochen

USD/JPY: „Risk-Off“-Befürchtungen könnten sich bewahrheiten

Leisten Sie Tyler bei seinen täglichen Closing Bell Webinaren um 15 Uhr ET Gesellschaft, um die Marktentwicklungen zu diskturieren.

Betrachtet man den untenstehenden Chart, können Sie erkennen, wie sich die Kursbewegung des Währungspaars USD/JPY an der geopolitischen Verwirrung orientiert. Beide befinden sich, in Hinsicht darauf, in welche Richtung sie ausbrechen bzw. welche Richtung die Wahrscheinlichere ist, zwischen zwei Stühlen. Obwohl seit Mitte Juli eine beständige JPY-Stärke besteht, befinden wir uns außerdem in einer recht deutlichen Spanne zwischen 114-108 JPY, die durch die beiden gelben Rechtecke im Chart markiert ist. Für Trader, die der USD/JPY-Volatilität nicht ausgesetzt sind, lohnt es sich wahrscheinlich, nach einem Sprung Ausschau zu halten, denn Marktängste vor einem Durchbruch nach unten haben sich oft nicht materialisiert.

Ein Durchbruch unter die Unterstützung bei 108,13 JPY würde jedoch signalisieren, dass möglicherweise eine größere Verschiebung stattfindet. Dies könnten Sie anhand eines Ausbruchs des Nikkei nach unten sowie starken Geboten für andere Risk-off-Werte, die wir in diesem Artikel bereits angesprochen haben, bestätigen.

USD/JPY: „Risk-Off“-Befürchtungen könnten sich bewahrheiten

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT

USD/JPY IG Trader Sentiment:USD/JPY-Abwärtstrend könnte sich weiter in Richtung 108,13 JPY fortsetzen

USD/JPY: „Risk-Off“-Befürchtungen könnten sich bewahrheiten

Was sagen die Kauf-/Verkaufsentscheidungen der Privat-Trader über denJPY-Trend aus? Hier können Sie es herausfinden!USD/JPY: Privat-Trader-Daten zeigen, dass 71,7 Prozent der Trader Netto-Long sind. Das Verhältnis der Trader Long zu Short steht bei 2,53 zu 1. In der Tat sind Trader bereits seit dem 18. Juli Netto-Long, als das Währungspaar USD/JPY in der Nähe von 112,569 JPY gehandelt wurde. Der Kurs ist seitdem um 2,2 Prozent gesunken.

Die Anzahl der Netto-Long Trader ist 7,4 Prozent niedriger als gestern und 10,2 Prozent höher als letzte Woche, während die Anzahl der Netto-Short Trader 6,4 Prozent niedriger ist als gestern und 3,9 Prozent niedriger als letzte Woche.

Wir nehmen gegenüber dem mehrheitlichen Sentiment normalerweise eine nonkonformistische Sichtweise ein und die Tatsache, dass Trader Netto-Long sind, deutet darauf hin, dass der Kurs für das Währungspaar USD/JPY weiter fallen wird. Die Positionierung ist weniger Netto-Long als gestern, aber stärker Netto-Long als letzte Woche. Die Mischung aus aktueller Stimmung und jüngsten Veränderungen sorgt bei uns für eine weiterhin gemischte Trading-Tendenz beim Währungspaar USD/JPY.(Hervorhebung durch den Autor)