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US-Dollar könnte nach Trump-Apellen steigen, geopolitische Angst lässt nach

US-Dollar könnte nach Trump-Apellen steigen, geopolitische Angst lässt nach

2017-04-18 07:00:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

Fundamentalprognose für den US-Dollar: Neutral

  • US-Dollar gibt nach, da die Risikoscheu die Wetten auf Fed-Zinsanhebungen abkühlt
  • Trump-Apelle haben wahrscheinlich keine dauerhaften Auswirkungen auf den Devisenmarkt
  • Geopolitische Befürchtungen könnten Hinweisen auf ein Arrangement weichen

Was wird bis Juni zu Treibern der US-Dollar-Trends? In unserer Prognose können Sie es herausfinden!

Der US-Dollar beendete eine zweiwöchige Zugewinnphase, da geopolitische Spannungen und Apelle aus dem Weißen Haus für einen toxischen Cocktail von Katalysatoren sorgten.

Die Spannungen zwischen den USA und Russland steigen nach einem überraschenden Raketenangriff auf eine syrische Luftwaffenbasis, den Moskau lautstark missbilligte. Die Missstimmung zwischen der einzigen verbleibenden Supermacht und Nordkorea steigert sich ebenfalls, da die Rhetorik offizieller Vertreter schärfer wird und eine Flotte von US-Kriegsschiffen auf dem Weg zur Küste des Landes ist.

Gleichzeitig hielt US-Präsident Donald Trump es für opportun, dem Wall Street Journal zu sagen, dass der Greenback „zu stark“ werde, was die Währung gegenüber ihren wichtigsten Gegenstücken abstürzen ließ. Dies scheint die Besorgnis über eine Vergeltungsmaßnahme anzuheizen. Zusammen mit dem geopolitischen Säbelrasseln scheint es nur wenig überrasched, dass die Märkte von Risikoscheu durchspült wurden, was die Aussichten auf Zinsanhebungen durch die Fed untergräbt.

Ein Wirtschaftskalender voller Datenveröffentlichungen zweiten Ranges wird in der kommenden Woche wahrscheinlich diesen Entwicklungen weichen müssen.

Erstens kann das Weiße Haus den Pfad des Währungskurses nicht kurzfristig unilateral ändern. Das spricht für eine nachlassende Wirkung der Apelle im Laufe der Zeit. Zukünftig könnte Trumps expansive Wirtschaftsplattform – sofern sie auch wirklich umgesetzt werden sollte – möglicherweise der Inflation einen Schub verleihen und die Fed zu einem höheren Tempo der Zinsanhebungen drängen, was wiederum den Greenback nach oben schicken würde.

Zweitens scheint Außenminister Rex Tillerson der Krise in der Ukraine keine große Bedeutung zuzuweisen, obwohl er den offiziellen Ton in Hinblick auf die Unterstützung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad durch Russland im Rahmen eines Treffens der G7-Außenminister verschärfte. Dies könnte die Voraussetzungen für ein Arrangement schaffen, bei dem eine Lockerung des westlichen Drucks im Zusammenhang mit der Ukraine gegen eine Reduzierung der russischen Unterstützung des syrischen Regimes gehandelt wird.

Die Märkte müssen einfach nur diese Erwägungen für sich gegeneinander abwägen, um der Kursbewegung des US-Dollar Form zu verleihen. In diesem Szenario würden zunehmende Erwartungen von Fed-Zinsanhebungen die Referenzwährung wieder zurück in die Offensive bringen. Ein recht solides „Beige Book“– eine Beurteilung der Notenbank der regionalen Wirtschaftsbedingungen, die die Grundlage ihrer geldpolitischen Entscheidungen bilden – könnte die Lage unterstützen.

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