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IEA befeuert Wetten auf Bestandsanstiege durch Swing-Produzenten, Ölpreis fällt

IEA befeuert Wetten auf Bestandsanstiege durch Swing-Produzenten, Ölpreis fällt

Ilya Spivak, Head Strategist, APAC

Gesprächsansätze:

  • IEA Direktor Birol spricht von Bestandsanstiegen, was den Ölpries fallen lässt
  • Gold fällt nach restriktiven Kommentaren von Kaplan und Yellen
  • Technische Positionierung deutet auf ein Topping von Gold und Öl hin

Öl fiel, nachdem IEA Executive Director Fatih Birol geäussert hatte, dass die Förderleistung von US-Schieferölproduzenten auf die jüngsten Preiszugewinne „definitiv stark reagieren wird“. Er fügte hinzu, dass Brasilien, Mexiko und China ebenfalls mehr Öl in den Markt bringen würden, was in der zweiten Hälfte dieses Jahres und Anfang 2018 für „eine Menge mehr“ Angebot sorgen werde. Der Kommentar passt gut zur jüngsten Skepsis über eine dauerhafte Unterstützung aus dem Fördersenkungsabkommen der OPEC.

Die WTI-Benchmark verzeichnete eine Rally, nachdem das Kartell und mehrere größere externe Anbieter (darunter bemerkenswerterweise auch Russland) im letzten Jahr das Unwahrscheinliche geschafft und eine koordinierte Fördersenkung vereinbart hatten. Jetzt sagen mehrere führende Offizielle, darunter der saudische Ölminister Khalid Al-Falih, dass die Senkungen möglicherweise nicht über den anfänglichen Zeitraum von sechs Monaten hinweg verlängert werden. Gleichzeitig heisst es, die Top-Produzenten sollen bekanntgegeben haben, dass sie dem größten Teil ihrer Senkungsverpflichtungen nachgekommen seien.

Insgesamt bedeutet das also, dass welche Unterstützung auch immer sich aus dem OPEC-Abkommen ergeben hat, sie ist bereits in den Markt eingepreist. Andererseits scheint für Anleger aufgrund kommender Belege dafür, dass Swing-Produzenten in Nordamerika und anderenorts ihren Ausstoß als Reaktion auf die höheren Preise gesteigert haben, noch viel Raum zum Aufspringen zu bestehen. In diesem Zusammenhang sprechen Birols Kommentare direkt die bereits bestehende Besorgnis an.

Jetzt treten die wöchentlichen EIA-Bestandsflussdaten in den Mittelpunkt. Es wird ein Anstieg um 128.400 Barrel erwartet. Ein analoger Report von API deutet jedoch auf einen noch dramatischeren Abfluss von 5,04 Mio. Barrel hin. Falls die offiziellen Zahlen näher an der Privatsektorschätzung liegen sollten, könnte der Preis noch einmal Dynamik gewinnen. Allerdings könnten weitere Kommentare aus dem Umfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos die Lage trüben.

Gold fiel, da der US-Dollar zusammen mit den Renditen von Staatsanleihen eine Rally verzeichnete. Das minderte die Attraktivität nicht-zinstragender Anlagen. Die Bewegung folgte auf restriktive Kommentare des Präsidenten der Dallas Fed Robert Kaplan, einem in diesem Jahr stimmberechtigten Mitglied des FOMC-Ausschusses, und von der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen. Das planmäßige Eventrisiko sinkt morgen. Das könnte Raum für eine korrigierende Aufwärtsbewegung schaffen.

Werden Gold- und Rohölpreise im ersten Quartal 2017 weiter steigen? Hier finden Sie unsere Prognosen!

TECHNISCHE ANALYSE GOLDGold entwickelte ein bärisches Dark Cloud Cover Kerzenmuster, was darauf hindeutet, dass sich ein Top bilden könnte. Eine Bewegung unter den vorherigen Widerstand bei 1.199,80 Dollar, der jetzt Unterstützung bietet, öffnet die Tür für ein Testen der 14,6% Fibonacci-Expansion bei 1.182,06 Dollar. Alternativ eröffnet ein Durchbruch über das 38,2% Fib-Retracement bei 1.219,20 den Bereich 1.248,98-50,65 (50% Niveau, Tief vom 24. Juni).

IEA befeuert Wetten auf Bestandsanstiege durch Swing-Produzenten, Ölpreis fällt

TECHNISCHE ANALYSE ÖLDer Ölpreis könnte ein bärisches Schulter-Kopf-Schulter Chartmuster bilden. Ein Schluss unter dem Bereich 50,25-69 Dollar (38,2% Fibonacci-Retracement, Tief vom 10. Januar) könnte dies bestätigen und das 50% Niveau bei 48,72 Dollar als nächste Abwärtsbarriere eröffnen. Alternativ hätte eine Bewegung zurück über einen horizontalen Pivot bei 52,44 Dollar die 23,6% Fib-Expansion bei 53,75 Dollar zum Ziel.

IEA befeuert Wetten auf Bestandsanstiege durch Swing-Produzenten, Ölpreis fällt

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