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Märkte lösen weiter Trump-Trade auf, Goldpreis steigt

Märkte lösen weiter Trump-Trade auf, Goldpreis steigt

2017-01-10 11:45:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Der Goldpreis steigt, während die Märkte weiter den „Trump Trade“ auflösen
  • Der Ölpreis sinkt, was auf eine rückläufige Unterstützung für die OPEC-Entwicklungen hindeutet
  • API-Bestandszahlen könnten die WTI-Benchmark weiter unter Druck setzen

Gold ging bei sich abkühlenden Spekulationen über eine Zinsanhebung der Fed wieder in die Offensive. Der US-Dollar gab zusammen mit den als Referenz dienenden Renditen für US-Staatsanleihen nach und der von den Fed Funds Futures eingepreiste geldpolitische Pfad für 2017 flachte ein wenig ab. Es überrascht nicht, dass dies die Unterstützung für nicht-zinstragende Anlagen anheizte.

Interessanterweise gingen Straffungswetten sogar vor dem Hintergrund relativ unterstützender Kommentare von Vertretern der US-Notenbank zurück. Das deutet darauf hin, dass die Märkte ziemlich entschlossen sind, ihr Engagement im sogenannten „Trump-Trade“ zurückzufahren.Der

Ölpreis gab stark nach, was bedeuten könnte, dass die Fähigkeit der OPEC, den Preis zu stützen, nachlässt. Vertreter aus Kuwait – das Land führt in dem Ausschuss zur Überwachung der Umsetzung der Fördersenkungen des Kartells den Vorsitz – sagten, die wichtigsten Produzenten hätten bereits 60-70 Prozent der vorgesehenen Senkungen bekannt gegeben.

Das scheint das Gefühl zu bekräftigen, dass die Preise sich bereits den Angebotsdynamiken nach den Senkungen angepasst haben. Diese werden jedoch von den erneuten Kapazitätssteigerungen in Nordamerika, die sich zum nächsten Objekt von Spekulationen entwickeln, kompensiert. Interessanterweise erreichte die Zahl aktiver Ölrigs in den USA laut Daten von Baker Hughes in der letzten Woche den höchsten Stand seit zwölf Monaten.

Berücksichtigt man das, dürfte der wöchentliche API-Report über die Bestandsveränderungen interessant werden. Falls die Bestände Hinweise auf eine signifikante Erholung bieten, während der US-Ausstoß wieder in Fahrt kommt, könnte die WTI-Benchmark Schwierigkeiten bekommen, sich gegen den Verkaufsdruck zu wehren, auch wenn die Umsetzung der OPEC-Fördersenkungen sich fortsetzen sollte.

Wohin laufen Gold und Öl in den ersten drei Monaten des Jahres 2017? Hier finden Sie unsere Prognosen!

TECHNISCHE ANALYSE GOLDGold legte nach einem kurzen Rücksetzer wieder zu. Ein Tagesschluss über dem Bereich 1.193,55-99,80 Dollar (38,2% Niveau, Tief vom 30. Mai) hat das 50% Fib bei 1.215,40 Dollar zum Ziel. Alternativ bereitet eine Umkehr zurück unter das 23,6% Fib bei 1.166,51 Dollar den Weg für ein erneutes Testen des 14,6% Fib bei 1.149,85 Dollar.

Märkte lösen weiter Trump-Trade auf, Goldpreis steigt

TECHNISCHE ANALYSE ROHÖLÖl verzeichnete den stärksten Preisrückgang seit über einem Monat. Von hier aus öffnet ein Tagesschluss unter dem Doppeltop-Widerstand, der zur Unterstützung wurde, bei 51,64 Dollar die Tür für ein Testen des 38,2% Fibonacci-Retracement bei 50,25 Dollar. 55,21 Dollar, das Hoch vom 3. Januar, bleibt ein kritischer Widerstand.

Märkte lösen weiter Trump-Trade auf, Goldpreis steigt

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