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Goldpreis könnte sich aufgrund des FOMC Dezember-Protokolls weiter erholen

Goldpreis könnte sich aufgrund des FOMC Dezember-Protokolls weiter erholen

2017-01-04 04:30:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Der Goldpreis steigt trotz positiver ISM-Erhebungsdaten weiter
  • Rohöl verzeichnet den größten täglichen Preisrückgang seit sechs Monaten
  • Jetzt sind alle Augen auf das Protokoll der Dezember-Sitzung des FOMC gerichtet

Gold schloss den Tag mit einem bescheidenen Zugewinn. Das Metall verlor, während der US-Dollar zusammen mit den Renditen als Referenz dienender US-Staatsanleihen und S&P 500 Futures zulegte. Auslöser waren besser als erwartete ISM-Daten für das fertigende Gewerbe. Nur zehn Minuten später kehrten die Märkte sich um. Gold legte auf Tageshochs zu, während Renditen, der Dollar und Aktien-Futures verloren.

Die plötzlich ausgebrochene Risikoaversion erstreckte sich auch auf den Ölpreis. Die WTI-Kontrakte fielen gemeinsam mit Aktien und dem Dollar, nachdem sie früher am Tag ein 18-Monate-Hoch berührt hatten. Bis zum Ende des Handels an der Wall Street bewegten sie sich dann weiter in der Nähe von Tagestiefs. Dies selbst dann noch, als Gold seine Zugewinne wieder abgeben musste und der Dollar, Aktien und Staatsanleihen sich erholen konnten.

Für diese dramatische Entwicklung lässt sich kein offensichtlicher Auslöser erkennen. Eine erratische Preisbewegung ist nicht so ungewöhnlich, wenn sich vor dem Hintergrund der Portfolio-Neuausrichtung in den ersten Tagen eines Handelsjahres Liquidität wieder aufbaut. Das scheint die plausibelste Erklärung und deutet darauf hin, dass Anleger gut beraten sind, mit ihren Erwartungen für die Trendentwicklung bescheiden zu bleiben, bis die Partizipationsniveaus wieder hergestellt sind.

Während der nächsten Tage richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung des Protokolls der Dezember-Sitzung des FOMC. Neben einer weithin erwarteten Zinsanhebung führte die Sitzung zu einer Aufwärtskorrektur der Wachstums- und Arbeitsmarktprognosen der Notenbank sowie der Ankündigung von drei Zinserhöhungen im Jahr 2017, eine Steigerung von zwei, die im September angekündigt worden waren. Es überrascht nicht, dass der Markt dies als restriktiv wertete.

Wie in der Vergangenheit bereits angesprochen, versuchte Fed-Chefin Yellen dies herunterzuspielen (wenn auch ohne Erfolg), als sie sagte, der von den FOMC-Mitgliedern vorgesehene durchschnittliche Zinspfad versteilere sich nur aufgrund der Beiträge einiger weniger Offizieller. Sie betonte weiterhin, dass immer noch viel von einem ungewissen finanzpolitischen Ausblick abhänge. Ihre Aussagen wurden somit weithin ignoriert, da weiterhin die Sichtweise besteht, dass der Ausgang der Wahlen in den USA zu einem zügigeren Straffungszyklus führen wird.

Ein ähnlicher Ton im Protokoll, könnte jedoch die Aufmerksamkeit auf sich lenken und Gold einen Schub verleihen. Die Implikationen for Öl könnten sich als negativ erweisen, falls die Märkte der Meinung sein, dass die rosigeren Wachstumsprognosen von nach wie vor unklaren finanzpolitischen Maßnahmen der kommenden Trump-Administration abhängig seien. Die wöchentlichen EIA-Daten über die Bestandsveränderungen könnten die Preisdynamiken jedoch verkomplizieren.

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TECHNISCHE ANALYSE GOLDGold konsolidiert sich weiter in der vertrauten Region. Ein Tagesschluss über dem 23,6% Fibonacci-Retracement bei 1.166,51 Dollar hat den Bereich 1.193,55-99,80 Dollar (38,2% Niveau, Tief vom 30. Mai) zum Ziel. Alternativ eröffnet eine Umkehr unter das 14,6% Fib bei 1.149,85 Dollar das Tief vom 15. Dezember bei 1.122,81 Dollar.

Goldpreis könnte sich aufgrund des FOMC Dezember-Protokolls weiter erholen

TECHNISCHE ANALYSE ROHÖLDer Ölpreis gab stark nach und verzeichnete den höchsten täglichen Preisverlust seit sechs Monaten. Von hier aus eröffnet ein Tagesschluss unter der horizontalen Pivot-Unterstützung bei 51,64 Dollar das 38,2% Fibonacci-Retracement bei 49,80 Dollar. Alternativ hätte eine Bewegung zurück über das 14,6% Fib bei 53,31 Dollar das Hoch vom 3. Januar bei 55,21 Dollar zum Ziel.

Goldpreis könnte sich aufgrund des FOMC Dezember-Protokolls weiter erholen

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