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Der Goldpreis könnte nach dem größten Verlust in 15 Monaten weiter sinken

Der Goldpreis könnte nach dem größten Verlust in 15 Monaten weiter sinken

2016-10-05 06:53:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Goldpreis fiel am stärksten in 15 Monaten wegen zunehmender Spekulationen über eine Fed-Zinsanhebung
  • Heizölpreise schlossen am fünften Tag infolge höher aufgrund der API-Vorratsdaten
  • US ISM-, ADP- und EIA-Berichte werden kurzfristige Kursbewegung beeinflussen

Der Goldpreis sackte ab und meldete den größten Verlust in 15 Monaten, weil gefestigte Spekulationen über eine Fed-Zinsanhebung die Nachfrage für Anti-Fiat und zinslose Anlagewerte untergruben. Entsprechend sank das Gelbmetall und die US-Front-End-Renditen zogen an, während die Aktien der Deutschen Bank einen Intraday-Boden aufbauten und höher gehandelt wurden. Die Verbesserung begann beim Frankfurter Handel und wurde von den US-gelisteten Papieren übernommen. Letztendlich kam es beim Börsenschluss an der Wall Street zum besten Schluss in zwei Wochen. Die Trader haben wahrscheinlich die abnehmenden Ängste über die durch die Deutsche Bank verursachte Instabilität überwunden, was die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung bei Jahresende verstärkte. In der Tat ist die kalkulierte Möglichkeit einer Zinsanhebung im Dezember auf 61,2 Prozent, dem höchsten Satz in zwei Wochen, gestiegen.

Die Heizölpreise fielen zusammen mit den Risikotrends. Die WTI-Benchmark begann den Tag mit einer heiteren Note und stieg zusammen mit der Erholung der Deutschen Bank in Europa. Der Optimismus brach nach Berichten zusammen, die vermuten ließen, dass die Politiker der EZB sich bald auf eine informelle Einigung hinsichtlich der Reduzierung der QE-Käufe als optimale Maßnahme zum Stimulusabbau einigen könnten. Es schien, als wenn die Märkte die reine Planung einer Ausgangsstrategie als baldige Straffung bewerteten. Heizöl war zusammen mit den Aktien rückläufig, jedoch boten unterstützende API-Bestandsdaten einen weiteren Sprung nach oben. Die Industriegruppe berichtete, dass die Vorräte in der letzten Woche um 7,6 Millionen Barrel zurückgegangen seien.

Vorausschauend werden die US-Wirtschaftsdaten Aufmerksamkeit erregen. Die ISM-Daten ohne Hersteller und der ADP-Beschäftigungsbericht werden die Agenda anführen. Es wird erwartet, dass Ersteres für den September ein Wachstum im Dienstleistungssektor anzeigen wird (53,0 gegenüber 51,4 vorher), während die letzteren Zahlen für den gleichen Zeitraum einen leichten Rückgang bei der Arbeitsplatzbeschaffung aufweisen sollen (165 Tsd. gegenüber 177 Tsd. vorher).

Der Datenfluss aus den USA zeigte sich stabiler im Gegensatz zu den Konsensprognosen der letzten Wochen. Falls sich dies als Voraussicht auf die von den Volkswirtschaftlern projizierten Modelle erweist, werden die Ergebnisse kaum die von dem FOMC zitierten Trends nach dem Meeting im letzten Monat, welche dafür sprechen, dass eine Zinsanhebung Sinn macht, erschüttern. Das wiederum könnte die bereits einkalkulierte Wahrscheinlichkeit einer Straffung zusätzlich stützen und den US Dollar höher treiben und gleichzeitig auf Gold lasten. Der stärkere Greenback könnte ebenfalls gegen den in USD geführten WTI-Kontrakt lasten, jedoch könnten die Preise eine Rettungsleine finden, falls die EIA-Bestandszahlen die Schätzwerte von API bestätigen. Momentan deuten die Mittelwert-Projektionen auf einen Anstieg von 1,06 Millionen Barrel.

Verfolgen Sie die Muster der kurzfristigen Heizöl- und Goldpreise mit dem GSI-Indikator!

GOLDPREIS TECHNISCHE ANALYSEDer Goldpreis durchbrach die Unterstützung, die seit vergangenen Juli Verluste begrenzte und drückte tief unter die $1.300/oz Marke. Ab hier exponiert ein Tagesschluss unterhalb des 61,8 % Fibonacci-Retracement bei 1.266,58 das 76,4 % Level bei 1.240,96. Alternativ dazu eröffnet eine Wende zurück über das 50 % Fib bei 1.287,29 die Türe für einen erneuten Test des Bereichs 1.303,62-1.308,00 (Hoch vom 2. Mai, 38,2 % Retracement).

Der Goldpreis könnte nach dem größten Verlust in 15 Monaten weiter sinken

HEIZÖL TECHNISCHE ANALYSE - Die Heizölpreise zogen auch am fünften Tage infolge an und erzielten damit die längste Gewinnstrecke in sieben Wochen. Ein Durchbruch über das Swing-Hoch vom August hat jetzt die 76,4 % Fibonacci-Expansion bei 50,20 freigelegt. Ein Tagesschluss darüber wird den Weg für eine Herausforderung des Juni-Hochs bei 51,64 ebnen. Alternativ könnte eine Wende zurück unter das 61,8 % Level bei 48,77 das 50 % Fib bei 47,61 anvisieren.

Der Goldpreis könnte nach dem größten Verlust in 15 Monaten weiter sinken

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