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Anknüpfungspunkte:

- Der anfällige Zustand der Banken ist weiterhin ein Anlass zur Sorge, da die Jahre mit QE und niedrigen Zinsen die Gewinnmargen derselben Institutionen verringert haben, die die Staatsregierungen weltweit benutzen, um ihre Volkswirtschaften zu "stimulieren".

- Die Deutsche Bank zieht weiterhin Aufmerksamkeit auf sich, denn sie ist eine der größeren, stärker ausgesetzten und hochangesehenen Banken der Welt; und die neue Strafe vom Justizdepartement für grob gesehen die gesamte Marktkapitalisierung der Unternehmensaktien ($14 Milliarden) lässt neue Zweifel über den vom Staat finanzierten Bailout der europäischen Banken aufkommen.

- Wenn Sie Trading-Ideen suchen, lesen Sie unsere Trading-Anleitungen. Falls Sie einen noch kurzfristigeren Indikator suchen, schauen Sie sich unseren kürzlich eingeführten GSI Indikator an.

Das größte Problem der Weltwirtschaftskrise bestand nicht einfach nur aus den Hypotheken, die einen schlechten Status erreichten, als die Leute sie nicht mehr bezahlten oder bezahlen konnten; es war die Ansteckungsgefahr unter den Banken, die dank der Hypothekenschulden gehebelt worden war. Da die Banken nicht wussten, welche Collateralized Mortgage Obligations toxisch und welche immer noch investierbar waren, wurde der Hauptmarkt von einem Mangel an Liquidität blockiert. Und auch wenn Sie eine Emission hatten, die Sie mit ziemlicher Sicherheit handeln konnten, bedeutete die ernste Lage der Finanzindustrie damals eine enorme Zunahme im Risiko der Gegenpartei; oder anders ausgedrückt, die Banken wussten nicht, welche anderen Banken für den Handel immer noch solvent waren, also wurde der Ansporn, Geschäfte zu betreiben, vom Risiko behindert, das die jeweilige Gegenpartei ihre Seite des Geschäfts nicht erfüllen könnte. Die Preise für CMOs stürzten ab, und die US-Regierung musste mit einem Bailout eingreifen; und nach viel Arbeit und Verhandlungen genügte dies damals, um die Blutung zu stillen. Aber die geldpolitischen Mittel, die für das Stoppen der Blutung verwendet wurden, waren nie dafür ausgelegt, ein komplett neues Körperglied zu entwickeln. Und in den acht Jahren seit der Weltwirtschaftskrise ist das so ziemlich genau das, was von der Welt erwartet wurde.

Obwohl die Aktien weltweit dank der raschen und lockeren Geldpolitik in die Höhe schossen, hinkten zahlreiche wirtschaftliche Variablen weiterhin nach, wie die Zinssätze. Das Wachstum ist immer noch schwach, und die Inflation ist seltsamerweise "inexistent", obwohl wir argumentieren können, wenn wir die Preise von einem anderen Blickwinkel betrachten, dass sie in Bereichen stark steigen, die einfach nicht im VPI-Korb eingeschlossen sind. Das zweite Mandat der Federal Reserve, die Beschäftigung, zeigte vielversprechende Signale. Aber mit Faktoren wie Unterbeschäftigung, sinkender Erwerbsquote und schwacher Lohnsteigerung (Vorreiter der Inflation), ist auch dies ein strittiger Punkt.

Das Einzige, worüber sich offenbar alle einig sind, ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Banken von wesentlicher Bedeutung sind, um die Wirtschaft weltweit anzukurbeln. Dieselben Banken, die "bis zu den Bergen gehebelt" worden waren und somit die Weltwirtschaftskrise verursachten, sind dieselben Institutionen, dieselben Arme, die die Staatsregierungen der ganzen Welt einsetzen, um ihre Volkswirtschaften zu "stimulieren". In den USA erfordert die Annahme eines Ausgabegesetzes die Genehmigung des Kongresses (kein leichtes Unterfangen). Für mehr QE oder die Beibehaltung niedriger, "notfallmäßiger" Zinssätze braucht es nur sechs Stimmen der Federal Reserve, um eine Mehrheit zu erhalten. In Europa stoßen zahlreiche Länder bereits an ihre Verschuldungsgrenze, d.h. sie können einfach keine weiteren Ausgaben verkraften, ohne mehr Einnahmen zu schaffen. Neue Einnahmen zu schaffen ist schwierig, wenn die Inflation nicht existiert und die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist.

Alles wurde noch schlimmer durch die Tatsache, dass das Bankengeschäft nach der Weltwirtschaftskrise einen harten Schlag erlitt. Normalerweise ist das Bankengeschäft ziemlich simpel: Man nehme das Geld der Sparer und bezahle geringe Zinsen; dann nehme man dieses Geld und gibt damit Darlehen zu einem höheren Zins aus (dies kann durch Börsen geschehen, indem Anleihen gekauft werden, oder intern mit einer Kreditvergabe), wobei die Zinsdifferenz als Einnahme verbucht wird. Die Banken können dieses Verfahren der Einnahme beschleunigen, indem sie mehr Leverage verwenden, oder einfach ausgedrückt, indem sie den eingezahlten Dollar zweimal als Kredit vergeben, anstatt nur einmal (2x Leverage gegenüber 1x oder kein Leverage). Aber wenn die Zinssätze sinken, schwindet die Marge, mit der die Banken in ihren Kreditgeschäften Geld verdienen; dies ist ein direkter Schlag gegen ihre Einnahmen und gegen ihr Hauptgeschäft als Bank.

Die US Financials (IYF) hinkten hinter dem S&P während der "Erholung" nach der Weltwirtschaftskrise, da niedrige Zinsen die Margen der Banken verringerten

Zentralbanken laufen auf Hochtouren, und die DB beginnt zu wanken

Chart erstellt von James Stanley

Nach mehr als sechs Jahren mit niedrigen Zinsen gerieten zahlreiche Banken in Bedrängnis. Die Nachfrage nach Krediten blieb schwach, die Zinssätze blieben niedrig und die Banken mussten irgendwelche Investitionen suchen, um Einnahmen zu produzieren. Und hier kamen dann Märkte wie Heizöl ins Spiel, da der Heizölpreis stetig und konstant anstieg, und von 2008-2014 schienen Investitionen in diesem Bereich tatsächlich attraktiv zu sein. Als die Erdölproduktion in den USA Jahr für Jahr zunahm, eilten Banken aus aller Welt her, um Kredite an diese Ausbeuter und Bohrer zu vergeben, um eine Art investierbaren Mittelwert zu finden. Als dann die Heizölpreise im vergangenen Jahr zusammenbrachen, wurden die Risse sichtbar, und ein bereits schwaches Bankenwesen schien zunehmend vom stetigen Rückgang im Heizölpreis gefährdet zu sein.

Sicher, es war nicht "nur" der tiefere Heizölpreis, der ein Risiko darstellte, und wir behandelten dies im Artikel "Der sich abzeichnende Boom der Energieverschuldung". Der Heizölpreis war einfach nur der Druckpunkt, das größere Problem lag aber bei der Ansteckungsgefahr: Sollte eine dieser Großbanken von den aufgehebelten Erdölinvestitionen einen so harten Schlag erleiden, dass andere Banken dies bemerkten, so reagierten sie risikoaversiv und suchten Deckung; wir könnten erleben, dass "zusammenbruchartige" Bedingungen sehr schnell wieder auftreten. Die ersten sechs Wochen dieses Jahres machten diese Aussicht um so realer, als der Erdölpreis auf Jahrezehntetiefs fiel; aber die Katastrophe wurde am Morgen des 11. Februars abgewendet, als die Fed-Vorsitzende Janet Yellen die Märkte beruhigte und sagte, dass die Federal Reserve in Anbetracht der weltweiten Stagnation ihre Geldpolitik wohl nicht straffen würde.

Als der Heizölpreis wieder anstieg, schien diese Sorge für viele Banken zu schwinden; aber bei den stärker ausgesetzten Banken waren die Risse bereits sichtbar, und es wurde offensichtlich, dass ein oder zwei "unerwünschte Ereignisse" reichen würden, um einen Dominoeffekt im gesamten europäischen Bankenwesen auszulösen. Die EZB sah/sieht dies, oder zumindest konnte sie die Nebenwirkungen ihrer Politik erkennen, die die Kapitalanforderungen der Banken untergruben, und im März startete die Bank mit einem "Rückvergütungsprogramm", mit dem sie die Negativzinsen für Geld, das die Geschäftsbanken ausliehen, zurückzahlt. Aber dies löste das Problem in der nachlassenden Kreditnachfrage immer noch nicht. Obwohl also die Maßnahme der EZB hilfreich sein "könnte", sind die Bedingungen für ein solches Programm, um erfolgreich zu sein, ziemlich schlecht. Aber was noch wichtiger ist, diese Politik hat keins der Probleme der europäischen Banken gelöst: sie stehen weiterhin in Bedrängnis.

Zunehmende Abweichung zwischen den US-Banken (blau) und den europäischen Banken nach Ausweitung der EZB-Politik

Zentralbanken laufen auf Hochtouren, und die DB beginnt zu wanken

Chart erstellt von James Stanley

Unter den gefährdeten Banken hob und hebt sich die Deutsche Bank nun schon seit einer Weile ab. Das war die "große" Sorge in unserem Artikel über die absehbare Energieverschuldung, denn bis heute scheint die DB eine der am stärksten gehebelten und verwundbaren Banken zu sein, eine der komplexesten und eine, die ein hohes grenzüberschreitendes Gegenparteirisiko tragen muss. Einfach ausgedrückt, kann die Welt möglicherweise keinen Zusammenbruch der DB verkraften, es sei denn, die deutschen Steuerzahler sind bereit, die Rechnung eines Bailouts der Bank zu begleichen. Und dieses Thema scheint in einer politischen Fingerfalle gefangen zu sein, denn die christlich-demokratische Partei von Angela Merkel verliert bei den deutschen Wahlen, die in weniger als einem Jahr stattfinden, zunehmend an Boden; und viele Anzeichen weisen darauf hin, dass die deutschen Stimmbürger gegen einen vom Staat finanzierten Bailout der DB sind.

Europäische Banken sind im Rückstand zum S&P, und die DB ist im Rückstand zu den europäischen Banken

Zentralbanken laufen auf Hochtouren, und die DB beginnt zu wanken

Chart erstellt von James Stanley

Vor Kurzem verhängte das Justizdepartement der USA gegenüber der Deutschen Bank eine Strafe von $14 Milliarden für Ungebühr im Handel von CMOs während der Weltwirtschaftskrise. Diese Strafe von $14 Milliarden bezieht sich grob auf die gesamte Marktkapitalisierung der Deutschen Bank zum Zeitpunkt der Bekanntmachung. Das ist bedenklich für die gesamte Branche, denn diese Strafe kann die DB über den Abgrund der Kapitalisierung stoßen, und dies könnte sich ausbreiten, da das Gegenparteirisiko jeden Handel mit der DB zweifelhaft erscheinen lässt. Seit Ankündigung dieser Strafe am 15. September sind die Preise für die Wertpapiere der DB wie ein Stein abgesackt. Die Geschäftsführung der DB hat zahlreiche Zusicherungen gemacht, dass "alles in Ordnung" sei, aber es sieht nicht so aus, als ob die Märkte ihr Glauben schenken.

Was die Sache noch dramatischer macht, ist die Tatsache, dass es offenbar so aussieht, als ob die DB von der deutschen Staatsregierung Hilfe benötigen wird. Die Europäische Zentralbank läuft zurzeit auf der QE-Front so ziemlich auf Hochtouren, und es sieht nicht so aus, als ob die EZB viele Möglichkeiten hat, um zu helfen. Wie wir es bereits bei Griechenland und Italien sahen, so kann die EZB die Banken nicht direkt retten; die Last für die Lösung dieses Problems liegt somit bei der deutschen Regierung, die vor einem wichtigen Wahlgang steht und bereits mit inländischen Problemen wie Öffnung der Grenzen und nationale Sicherheit zu kämpfen hat. Wenn das Problem aber nicht gelöst wird, dann könnte die DB langsam abrutschen, bis sie dann gezwungen wird, die Wertpapiere in ihren Büchern zu verkaufen, nur um Kapital für die Vermeidung des gefürchteten Margin-Call aufzubringen.

Wird nun also das Justizdepartement der USA einen Dominoeffekt unter den Finanzmärkten auslösen, indem es die DB dazu zwingt, die Strafe zu zahlen, die grob den Wert ihrer gesamten Marktkapitalisierung hat? Wohl kaum. Aber dies kann als weiteres Beispiel dafür dienen, dass das Bankenwesen ein entscheidender Drehpunkt für die Zentralbanken geworden ist, um ihre Strategien umzusetzen, und dabei wird nun a) ihre Macht verringert und b) sie werden verwundbarer gegenüber Auswirkungen von kurzfristigen, unerwünschten Kursbewegungen. Und dagegen werden die Zentralbanken vielleicht bald nichts mehr tun, denn im nächsten Jahr werden wütende französische Stimmbürger an die Urne gebeten, und kurz darauf stehen die Wahlen in Deutschland im August 2017 an. Und direkt relevant ist, dass die bereits geschwächte Deutsche Bank noch mehr Probleme haben wird, wenn eine neue Rechnung zur Liste hinzugefügt wird, was die bereits geringen Margen noch stärker reduzieren dürfte.