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Anknüpfungspunkte:

- Die Bank of Japan hat ihre Stimulus-Strategie letzte Nacht verändert, und wir werden darüber ausführlich in unserem Market Talk Artikel vom Freitag sprechen. Jetzt steht aber eine weitere wichtige Zentralbank an, denn die September-Sitzung des FOMC beginnt in wenigen Stunden.

- Die Zentralbanken sind zu einem wichtigen, wenn nicht sogar wichtigsten, Treiber in vielen Märkten geworden, und die heutige Sitzung der Fed könnte weltweit starke Auswirkungen haben. In letzter Zeit haben wir stärkere Abweichungen zwischen den Erwartungen der Märkte und des FOMC in Bezug auf die kurzfristigen politischen Maßnahmen gesehen.

- Für Trading-Ideen sehen Sie sich unsere Trading Guides an. Und wenn Sie kurzfristige Tipps brauchen, finden Sie hier unseren SSI-Indikator. Wenn Sie eine ganz kurzfristige Anzeige suchen, sehen Sie sich unseren gerade veröffentlichten GSI-Indikator an.

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Die September-Sitzung der Federal Reserve ist nun schon seit längerer Zeit im Fadenkreuz der Märkte; und das ist ziemlich ähnlich wie im vergangenen Jahr, als die Fed einen Großteil des Sommers damit verbrachte, die Chancen für eine Zinsanhebung im September hervorzuheben. Aber im vergangenen Jahr drang dann die Stagnation in China ungefähr einen Monat vor der Sitzung in alle Weltmärkte durch, und die Fed versuchte dann offenbar, die Linie zwischen einer restriktiven und expansiven Geldpolitik zu verwischen, indem sie die Zinssätze zwar nicht anhob, aber dennoch vor einer Zinsanhebung bis zum Ende des Jahres warnte. Und da dies offenbar zwei Dinge kombinierte, die nicht miteinander vereinbar waren, dauerte dann die Risikoaversion und Schwäche in den Aktien ungefähr zwei Wochen nach der Sitzung an, bis zahlreiche Fed-Mitglieder eine "länger und lockerere" Geldpolitik in Aussicht stellten. Dann begannen sich die Aktien wieder zu erholen.

Das "restriktive Halten" im September letzten Jahres sandte die Aktienkurse tiefer

Hier kommt die Fed: Steht ein weiteres "restriktives Halten" an?

Chart erstellt von James Stanley

Diese Rallye hielt bis zur Dezember-Sitzung an, bei der die Fed dann ihre erste Zinsanhebung in mehr als neun Jahren bekanntgab; aber während sie das tat, teilte sie auch ihre Erwartungen mit, dass die Zinssätze in 2016 um ganze vier Male erhöht werden würden, was etwas übertrieben war, hatte die Zentralbank in den vergangenen Jahren doch ziemlich viel Mühe gehabt, nur eine einzige Zinsanhebung von 25 Basispunkten durchzusetzen. Zwei Wochen nach dieser ersten Zinsanhebung in neun Jahren wurden die Märkte erneut von einer aggressiven Risikoaversion übermannt.

Diese hielt bis Mitte Februar an, als Janet Yellen eine deutlich expansivere Haltung bei ihrer halbjährlichen Humphrey Hawkins-Anhörung einnahm. Am ersten Tag der Anhörung, als sie zu den Möglichkeiten der Einführung von Negativzinsen befragt wurde, sagte Yellen, dass die Federal Reserve die Legalität einer solchen Politik in Zweifel stelle. Dies bezog sich darauf, dass die Fed vielleicht bald keine Mittel mehr zur Verfügung hätte, was die Risikoaversion nur verstärkte. Aber am zweiten Tag der Anhörung, als sie dieselbe Frage erneut beantworten musste, war Yellen deutlich offener gegenüber Negativzinsen und sagte, dass die Fed keine politische Option vom Tisch nehmen würde. Dies wurde dann so interpretiert, dass die Federal Reserve noch mehr Maßnahmen ergreifen würde, sollte die Risikoaversion anhalten, und das half, die Grundlage zur Unterstützung des Handels mit Risikoaktiva zu verstärken, was dann praktisch den ganzen Sommer über anhielt.

Die Fed startete das Jahr sehr restriktiv, aber das änderte sich rasch

Hier kommt die Fed: Steht ein weiteres "restriktives Halten" an?

Chart erstellt von James Stanley

Als aber die Aktienkurse wieder auf neue Hochs anstiegen, begann die Fed, sich etwas restriktiver zu geben. Nach der April-Sitzung des FOMC deutete die Fed an, dass sie das Gefühl habe, die Märkte würden die Möglichkeit einer Zinsanhebung bei der nächsten Sitzung im Juni unterschätzen. Und im Monat Mai stieg dann der US Dollar an, während die Aktien unter Verkaufsdruck gerieten. Als dann die Beschäftigungszahlen am 3. Juni veröffentlicht wurden, trugen sie dazu bei, die Hoffnungen/Befürchtungen einer Zinsanhebung zu zerstreuen, denn der Bericht fiel sehr enttäuschend aus; dahinter steckte die Logik, dass wenn die Fed in der Vergangenheit gegenüber einer Straffung passiv geblieben war, sie nach einem so schockierenden Arbeitsmarktbericht sicherlich keine Zinsanhebung bekanntgeben würde, auch wenn diese Zahlen nur für einen Monat gelten.

Im Juli zeigte die Fed in ihrer Stellungnahme eine leicht restriktivere Tendenz, und diesmal begannen die Märkte nicht einmal, dieses Thema eines stärkeren US Dollars mit der Aussicht auf eine straffere Geldpolitik einzukalkulieren. Erst Ende August, beim Jackson Hole Symposium, stellten zahlreiche Fed-Mitglieder einstimmig die Chancen für eine Zinsanhebung im September in Aussicht, wobei die wichtigsten Kommentare von der Vorsitzenden Janet Yellen und dem Vize-Vorsitzenden Stanley Fischer stammten.

Aber wie im Juni sahen wir Anfang September erneut schwache US-Wirtschaftszahlen, die dann die Märkte dazu veranlassten, ihre Hoffnungen/Befürchtungen gegenüber einer Zinsanhebung unter der Annahme aufzugeben, dass die Fed mit schwachen Daten wohl kaum die Zinssätze anheben würde; sogar trotz ihrer früheren Kommentare, die Yellen und Fischer nur zwei Wochen zuvor abgegeben hatten. Aber der Abverkauf des USD war nicht von Dauer, denn weitere Kommentare anderer Fed-Offizieller zeigten ebenfalls eine restriktive Tendenz gegenüber dem bevorstehenden Zinsentscheid. Während wir uns also nun diesem mit Spannung erwarteten Treffen nähern, sitzt der Dollar nahe bei seinen kurzfristigen Hochs, wie nachstehend zu sehen ist.

US Dollar schwankte in letzter Zeit wegen FOMC-Kommentaren

Hier kommt die Fed: Steht ein weiteres "restriktives Halten" an?

Chart erstellt von James Stanley

Die heutige Sitzung ist also etwas anders, denn in letzter Zeit haben zahlreiche Fed-Mitglieder eine Zinsanhebung für heute in Aussicht gestellt, aber die von den Märkten berücksichtigten Chancen dafür stehen nur gerade bei 15%.

Dies führt zur logischen Schlussfolgerung, dass heute eine ausgezeichnete Gelegenheit für die Fed darstellen könnte, einmal mehr ein "restriktives Halten" anzukündigen. Dabei belässt die Bank den Leitzins unverändert, stellt aber eine Anhebung später in diesem Jahr in Aussicht. Als sie dies im vergangenen Jahr tat, reagierten die Märkte zunächst aus Angst aggressiv; aber in letzter Zeit scheint es eher so, dass die restriktiven Fed-Kommentare nur noch geringe Auswirkungen auf die Märkte haben.

Die Fragen, die heute beantwortet werden müssen, sind a) der Ausblick der Fed für Dezember in Bezug auf Zinsanhebungen und b) wie die Märkte auf diese Ankündigung reagieren werden. Sollte die Fed im Dezember restriktiv bleiben, könnten wir eine verzögerte Reaktion mit der Risikoaversion sehen, da die Märkte offenbar von der Fed erwarten, locker und passiv zu bleiben. Sollte die Risikoaversion aber kurz nach einer restriktiven Stellungnahme auftreten, werden die FOMC-Mitglieder wohl bis zu einem gewissen Grad kapitulieren, ähnlich wie Ende September des letzten Jahres; und dies würde dem Risikohandel einen Auftrieb verschaffen.