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Feedback-Schlaufe des FOMC wird restriktiv und USD/JPY legt zu

Feedback-Schlaufe des FOMC wird restriktiv und USD/JPY legt zu

2016-08-29 13:20:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Die Jackson-Hole-Rede am Freitag von Yellen schien eigentlich eine USD-Schwäche zu verlangen, nachdem der Kurs anfänglichen kräftig gestiegen war, aber in einem Interview nach der Sitzung erwähnte der Federal Reserve Vizepräsident Stanley Fischer, dass die vorausschauenden Daten für die Pläne einer künftigen Zinserhöhung maßgebend seien und betonte besonders den Bericht über die Non-Farm-Gehälter an diesem Freitag.

- Nach Fischers Kommentaren begann der US-Dollar mit seinem Anstieg, der noch nicht zu Ende ist. Wir hörten ferner von BoJ Gouverneur Kuroda in Jackson Hole, der dazu beitrug, die Erwartungen für erhöhte Stimuli in Japan noch stärker anzutreiben. Der nächste BoJ-Entscheid fällt am 20. - 21. September und die Zinsentscheidung/Stimulipläne werden kurz vor der nächsten Federal Reserve Sitzung (ebenfalls am 20. - 21. September) bekanntgegeben.

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Die Rede der Vorsitzenden Yellen in Jackson Hole enttäuschte niemanden, der nach Informationen als Grund für Kursbewegungen suchte. In der vergangenen Woche erwähnten wir die zahlreichen Fed-Mitglieder, die die Aussichten über höhere Zinsen beschwörten, noch bevor das Wirtschaftssymposium in Jackson Hole überhaupt begonnen hatte, doch reagierte der US-Dollar erst kurz nach der Rede der Vorsitzenden Yellen am Freitag.

Und die Rede der Vorsitzenden Yellen war nicht unbedingt eine Verpflichtung, die Zinsen im September zu erhöhen, doch erwähnte sie eine Strategie, die es der Bank erlauben würde, endlich auf eine "Normalisierung" der Zinspolitik hinzuarbeiten. Das bezieht sich auf die Feedback-Schleife der Fed und die Tatsache, dass jedes Mal, wenn die Bank in der Vergangenheit höhere Zinsen auch nur erwähnten, sei es mit tatsächlichen Zinserhöhungen oder durch restriktive Kommentare bezüglich zukünftiger Zinsanhebungen, die Risikoaktiva mit einem Ausverkauf begannen. Damit wird ein Szenario zwischen "Hammer und Ambos" geschaffen. Obgleich die Fed die Zinsen erhöhen möchte, um die US-Wirtschaft von der "Notfall-ähnlichen" Politik zu entwöhnen, so fürchten sie die Konsequenzen darüber, was eine striktere Geldpolitik erreichen könnte, da so viele globale Risikofaktoren aufflammen könnten, wie wir im August vergangenen und wieder im Januar dieses Jahres gesehen haben.

In Janet Yellens Rede sagte sie, dass sich das Argument für höhere Zinssätze in den vergangenen Monaten erhärtet hätte. Und sie spielte ebenfalls auf die Tatsache an, dass falls die Weltwirtschaft wieder in eine Rezession rutscht, die Fed zusätzliches QE erwägen könnte. Das ist also sowas wie die ultimative Sicherung der Federal Reserve, denn dies erlaubt der Bank, die Zinssätze zu erhöhen und gleichzeitig die Befürchtungen des Markts gegenüber einer strafferen Politik mit einer weiteren Runde QE aus den USA zu beruhigen. Dies könnte ein Szenario schaffen, in dem die Fed die Zinssätze erhöht, ohne eine massive Risikoaversion wie bisher auszulösen.

Aber trotz allem war die Antwort darauf insgesamt eine US Dollar-Schwäche. Zunächst stieg er nach Yellens Aussage, dass das Argument für höhere Zinssätze in den vergangenen Monaten stärker geworden sei. Aber die Neigung zu einem zusätzlichen QE veranlasste die Märkte dazu, von der Fed zu erwarten, länger locker und passiv zu bleiben. Erst bei einem Interview von Stanley Fischer auf einem Wirtschaftsnachrichten-Fernsehkanal kurz nach Yellens Rede, begannen die Zinserwartungen wieder zu steigen. Fischer sagte, dass der Arbeitsmarktbericht vom August, der am Freitag veröffentlicht wird, einen Schlüsselfaktor für den Entscheid über eine Zinserhöhung der Fed im September darstellen wird.

Dies unterstrich die früheren Aussagen Yellens noch zusätzlich, denn vor dem Interview mit Fischer standen die Erwartungen für eine Zinsanhebung im September bei weniger als 20 %. Nachdem Fischer aber die Hoffnungen auf die Wirtschaftsdaten konzentrierte, einschließlich dem Beschäftigungsbericht vom Freitag, stiegen diese Erwartungen zusammen mit dem US Dollar an. Auf dem nachstehenden Chart sehen wir uns diese chaotische Kursbewegung vom Freitagmorgen an, um die kurzfristige USD-Stärke im Trend zu erkennen.

Feedback-Schlaufe des FOMC wird restriktiv und USD/JPY legt zu

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Das FOMC war nicht die einzige Bank, das sich zum QE äußerte, denn wir hörten ebenfalls von der Bank of Japan. Der BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda sagte, dass die Bank nicht zögern würde, ihren finanziellen Stimulus wenn nötig aufzustocken. Nach seiner Rede begannen die Märkte eine größere Chance einer "japanischen Stimulus-Bazooka" einzukalkulieren, die im September gefeuert werden sollte. Im Juli, zwei Wochen vor dem letzten Zinsentscheid der BoJ hatten wir erwähnt, dass September ein geeigneter Zeitpunkt für Japan wäre, um einen zusätzlichen Stimulus zu planen.

Aber die Märkte kalkulierten weiterhin eine Art Ankündigung für Juli ein, und als die BoJ diese Erwartungen enttäuschte, stieg der Yen gegen den US Dollar zum Widerstand und zum psychologischen Level von ¥100,00. Wir schauten uns dieses Setup im Yen nur zwei Tage vor dem Beginn des Jackson Hole Symposiums an, und wir erwähnten dabei, dass falls das FOMC mit erhöhten Zinserwartungen eine USD-Stärke verursachen würde, der USD/JPY ein attraktives Paar wäre, um dieses Thema zu traden, da die Abweichung der Zinspolitik den Dollar-Yen höher treiben könnte.

Auf dem nächsten Chart sehen Sie den USD/JPY im Laufe des Monats Juli. In der ersten Monatshälfte kalkulierten die Märkte eine USD-Stärke und eine Yen-Schwäche ein, denn die Wetten auf einen weiteren Stimulus nahmen weiterhin zu. Nachdem aber die BoJ im Juli enttäuschte, wurden diese Stimuluswetten vom Markt abgezogen, und der USD/JPY sank direkt zur Unterstützung. Nachdem es fast zwei Wochen damit verbrachte, beim psychologischen Level von ¥100,00 eine Unterstützung aufzubauen, steigt das Paar nun, denn wir sehen offenbar erneut das Thema einer USD-Stärke wegen der erhöhten Zinserwartungen und eine Yen-Schwäche wegen der Wetten auf einen Stimulus der BoJ.

Feedback-Schlaufe des FOMC wird restriktiv und USD/JPY legt zu

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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