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NZ-Dollar und Yen steigen, weil RBNZ und BOJ Stimuluswetten kleinreden

NZ-Dollar und Yen steigen, weil RBNZ und BOJ Stimuluswetten kleinreden

2016-07-07 06:23:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Yen steigt, als BOJs Kuroda die Signale für eine Stimulus-Expansion zurückhält
  • NZ-Dollar höher, nachdem RBNZs Spencer Wetten auf eine Zinsanhebung kleinredet
  • Australischer Dollar schießt abwärts, nachdem S&P die Kreditaussichten herabstuft.

Der Japanische Yen notierte über Nacht höher, nachdem der BOJ Gouverneur Haruhiko Kuroda bei einem Treffen der Zweigstellenmanager der Zentralbank keine konkreten Hinweise über eine kurzfristige monetäre Stimulus-Expansion verlauten lies. Kuroda hielt sich an ein bekanntes Skript und sagte, dass sich Japans bescheidene Erholung fortsetze und das Finanzsystem stabil bliebe. Er fügte hinzu, dass die Lockerung andauern wird, bis sich die Inflation bei 2 Prozent stabilisiert hat und versprach, dass zusätzliche Kredite zur Verfügung gestellt werden, sollte das notwendig erscheinen.

Die Märkte spekulierten, dass die BOJ ihre Bemühungen verdoppeln würde, nachdem der Yen auf sein höchstes Level in knapp vier Jahren im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen und auf Grund der Risikoneigung, die auf das Ergebnis des „Brexit”-Referendums folgte, erreicht hatte, und damit die Versuche der Offiziellen, die Inflation anzufachen, erschwerte.

Der New Zealand Dollar zog ebenfalls an, nachdem RBNZDeputy Gouverneur Grant Spencer sagte, dass weitere Zinssenkungen ein „finanzielles Stabilisierungsrisiko” seien. Er fügte hinzu, dass die Zentralbank über die Missverhältnisse auf dem Wohnungsmarkt beunruhigt sei und führte weiter aus, dass neue Limits bei den Immobilien-Investitionen gegen Jahresende bekannt gemacht werden könnten. Spencer hob Richtlinien, die auf einem "Debt-to-come"-Verhältnis basieren und ein einziges nationales LVR-Limit als Möglichkeiten hervor.

Der Australische Dollar schoss abwärts, nachdem Standard & Poor das australische Kreditrating von „stabil” auf „negativ” herabstufte. Dieser Schritt folgte der Bundeswahl vom Wochenende. Die ersten Ergebnisse deuteten die Möglichkeit an, dass Ministerpräsident Malcom Turnbull möglicherweise eine Minderheiten-Regierung bilden muss.

Der Ratings-Gigant sagte, dass „ohne die Implementierung wirkungsvollerer fiskalischer Policy-Entscheidungen materielle Budget-Defizits für mehrere Jahre mit wenig Verbesserung bestehen bleiben werden”, denn es wird für Turnbull schwierig sein, diese Policy bei der Legislatur durchzusetzen, wenn er über keine Mehrheit verfügt. S&P glaubt, dass es eine „eins-zu-drei Chance” gibt, dass Australien sein AAA-Rating in den nächsten zwei Jahren verlieren wird. Ein solches Resultat könnte die allgemeinen Kreditkosten verteuern und das Wirtschaftswachstum belasten.

Vorausschauend könnte ein ruhiger Wirtschaftskalender zu den europäischen und amerikanischen Handelszeiten einen konsolidierenden Ton hervorrufen, während die Märkte auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Juni warten. Der Pfad des geringsten Widerstandes könnte einen Risk-Off Ton bevorzugen, weil die Positionierung sich zu einer mehr neutralen Einstellung hin verschiebt, nachdem gestern das Sentiment wieder anstieg. S&P 500 Index Futures traden im späten asiatischen Handel jedoch flach, was eine gedämpfte Überzeugung andeutet.

Bedeutende Fortsetzungen erscheinen unwahrscheinlich, denn die Marktteilnehmer werden wahrscheinlich misstrauisch sein, sich zu diesem Zeitpunkt auf eine strikte Richtungstendenz festzulegen. Eine nervöse Disposition nach der jüngsten Volatilität ergibt besonders akute Sensibilität gegenüber großen Risiken und vor erhöhten Drohungen von angsteinflößenden Kursschwankungen.

Wohin werden sich die wichtigsten Währungen im 3Q bewegen? Sehen Sie sich hier unsere Prognosen an!

Asiatische Handelszeit

GMT

CCY

EVENT

IST

ERWARTET

VORHER

22:00

NZD

ANZ Truckometer Heavy M/M (JUN)

4,7%

-

-2,70%

23:01

GBP

Lloyds Business Barometer (JUN)

6

-

32

23:50

JPY

Offizielle Währungsreserven ($) (JUN)

1265,4 Mrd.

-

1254,0 Mrd.

00:30

JPY

BOJs Kuroda spricht bei dem Treffen der Zweigstellen-Manager

-

-

-

02:00

JPY

Durchschnittliche Leerstände von Geschäftsräumen Tokio (%) (JUN)

4,07

-

4,05

05:00

JPY

Leitindex CI (MAI P)

100,0

100,0

100,0

05:00

JPY

Coincident Index (MAI P)

110,5

110,3

112,0

5.30

NZD

RBNZ Deputy Gouverneur spricht über Wohnungswesen

-

-

-

Europäische Handelszeit

GMT

CCY

EVENT

ERWARTET/AKT

VORHER

AUSWIRKUNG

06:00

EUR

Deutsche Industrielle Produktion (im Monatsvergleich) (MAI)

-1,3% (A)

0,5%

Mittel

06:00

EUR

Deutsche Industrielle Produktion (im Jahresvergleich) (MAI)

-0,4% (A)

0,8%

Mittel

06:30

AUD

Devisenreserven (A$) (JUN)

-

80,1 Mrd.

Gering

07:00

CHF

Ausländische Devisenreserven (JUN)

-

602,1 Mrd.

Gering

07:15

CHF

VPI (im Monatsvergleich) (JUNI)

0,1%

0,1%

Mittel

07:15

CHF

VPI (im Jahresvergleich) (JUNI)

-0,5%

-0,4%

Mittel

07:15

CHF

VPI - EU harmonisiert (M/M) (JUN)

0,0%

0,1%

Gering

07:15

CHF

VPI - EU harmonisiert (J/J) (JUN)

-0,5%

-0,5%

Gering

07:30

GBP

Halifax Hauspreise (M/M) (JUN)

0,3%

0,6%

Mittel

07:30

GBP

Halifax Hauspreise (3Monate/Jahr) {JUN}

7,8%

9,2%

Mittel

08:30

GBP

Industrieproduktion (im Monatsvergleich) (MAI)

-1,0%

2,0%

Mittel

08:30

GBP

Industrieproduktion (im Jahresvergleich) (MAI)

0,5%

1,6%

Mittel

08:30

GBP

Produktion des verarbeitenden Gewerbes (im Monatsvergleich) (MAI)

-1,2%

2,3%

Mittel

08:30

GBP

Produktion des verarbeitenden Gewerbes (im Jahresvergleich) (MAI)

0,4%

0,8%

Mittel

10:00

EUR

EZBs Lautenschlaeger spricht in Madrid

-

-

Gering

Kritische Levels

CCY

Unt. 3

Unt. 2

Unt. 1

Pivot-Punkt

Wid. 1

Wid. 2

Wid. 3

EUR/USD

1,0914

1,0997

1,1049

1,1080

1,1132

1,1163

1,1246

GBP/USD

1,2459

1,2689

1,2810

1,2919

1,3040

1,3149

1,3379

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