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Anknüpfungspunkte:

- Heute ist der Beginn des dritten Quartals 2016, und es war bisher bereits ein ereignisreiches Jahr. Heute werden wir nun am Anfang des neuen Quartals die drei dringendsten Themen für die globalen Märkte besprechen.

- Obwohl die Diskussionen zum Brexit weiterhin die Schlagzeilen dominieren, ist es wohl kaum wahrscheinlich dass der Artikel 50 in nächster Zeit ausgelöst wird. Aber die Bedrohung einer Brexit- / populistischen / politischen Volatilität könnte weiterhin die wichtigsten Marktthemen dominieren, und wir werden sie nachstehen aufführen.

- Für Trading-Ideen sehen Sie sich unsere Trading Guides an. Und wenn Sie kurzfristige Tipps brauchen, finden Sie hier unseren SSI-Indikator. Wenn Sie eine ganz kurzfristige Anzeige suchen, sehen Sie sich unseren gerade veröffentlichten GSI-Indikator an.

Die Weltmärkte hatten ein sehr interessantes erstes Halbjahr. Nachdem sie in den ersten sechs Wochen des Jahres zusammenbrach, verzeichnete die Kursbewegung eine aggressive Wende im Februar und bis März, denn die Zentralbanken weltweit schritten einmal mehr ein, um die Märkte bei den ersten Anzeichen einer Notlage in den Aktienkursen zu unterstützen.

Im zweiten Quartal begannen viele Märkte, sich wieder zu stabilisieren, da der Verkaufsdruck wegen der Bedrohung, auf der falschen Seite eines Trades gegen die wichtigste Zentralbank zu stehen, gelockert wurde. Wir sahen aber auch, dass die Anleihen weiter anstiegen, wobei viele Staatsanleihen noch tiefere Allzeittiefs in den Renditen verzeichneten. Dies ist ein Zeichen der Risikoaversion, denn die Investoren akzeptieren niedrige Zinsen einfach nur wegen der Sicherheit der Staatsanleihe; und die Tatsache, dass sowohl die Aktien als auch die Anleihen eine anhaltende Stärke aufweisen, zeigt, dass ein Ende des von der Zentralbank angetriebenen Aktienhandels wohl noch nicht absehbar ist.

Nachstehend behandeln wir drei der wichtigsten und dringendsten Themen für die Kapitalmärkte, während wir mit dem Q3 beginnen.

1) Stehen wir vor einer weiteren Liquiditätsspritze der Zentralbank?

Die gestrigen Nachrichten zeigten dies nun bereits deutlicher: Die Europäische Zentralbank kündigte an, dass sie die Standards ihres Anleihenkaufprogramms lockern würde, um noch mehr Anleihen zu kaufen, und der Bank of England Gouverneur Mark Carney hielt eine Pressekonferenz, in der er bekanntgab, dass die BoE in diesem Sommer eine Zinssenkung erwäge, und dies nur eine Woche nach dem Brexit-Referendum. Am Super-Donnerstag der Bank of England vor zwei Monaten sagte Carney noch, dass ein Austritt aus der Europäischen Union eine höhere Arbeitslosigkeit, höhere Inflation, langsameres Wachstum und eine "deutliche Neubewertung" des Britischen Pfunds zur Folge hätte.

Nach dem Brexit-Referendum fiel das Britische Pfund stark ab, erholte sich aber bis gestern wieder. Nach den Kommentaren von Carney, sank das GBP erneut und die britischen Staatsanleihen verzeichneten Rallyes mit neuen Hochs, während die britischen Aktien ein neues 10-Monatshoch erreichten.

Die Tatsache, dass diese Kommentare der wichtigsten Zentralbanken so kurz nach dem Brexit kamen, zeigt, dass die Zentralbanken wohl kaum ihre Haltung ändern werden und sollten weiterhin die Schwäche in den Kapitalmärkten mit einer noch lockereren und expansiveren Geldpolitik fördern. Die große Frage lautet, wie weit dies im Q3 anhalten wird; und wenden wir kurz den Fokus auf einen anderen Punkt, wie könnte die Federal Reserve ihre Prognosen und Erwartungen als Antwort auf diese zusätzliche Schwäche ändern? Wir sprachen über die Federal Reserve und ihren Einfluss zu diesem Thema im Q3 im gestrigen Market Talk Artikel mit dem Titel "Zu Beginn des Q3 steht die Fed erneut im Rampenlicht".

Drei der dringendsten Themen für die Weltmärkte im Q3

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

2) Werden die globalen Banken weiter abtauchen, und was könnte die Abwärtstrends tatsächlich bezwingen?

Niedrige Zinsen können für eine Volkswirtschaft sehr nützlich sein: Sie erlauben ihr, billige Kredite aufzunehmen; somit werden Investitionen attraktiver (da die Kapitalkosten geringer sind) und die Investoren sind bereitwilliger, mehr Risiko auf sich zu nehmen, eben wegen dieser akkommodativeren Betriebsbedingungen. Deswegen hatte die Aussicht auf eine Zinssenkung lange Zeit einen stimulierenden Effekt auf die Aktienmärkte: - niedrigere Zinssätze sind wie ein Geschenk für die Unternehmen.

Es gibt aber auch ein sehr wichtiger Geschäftszweig, der tiefe Zinssätze nicht gerne sieht: Die Banken. Das Geschäft einer Bank ist ziemlich einfach, denn ihre Hauptaktivität besteht darin, mit dem Spread zu arbeiten. Sie nehmen billige Darlehen (indem sie tiefere Zinsen bezahlen) und leihen dasselbe Geld zu einem höheren Zins wieder aus. Dabei verdienen sie an der Differenz, da sie das Risiko der Kreditvergabe auf sich nehmen.

Unter normalen Bedingungen ist dies großartig, denn die Bank muss einfach ihr Risiko kontrollieren (wem sie Kredite zugesteht), um weiterhin den Spread einzunehmen. Sicherlich, es wird immer "irgendwelche" Leute geben, die nicht bezahlen (notleidende Kredite), aber solange die Volkswirtschaft weiter wächst, nehmen die Investoren auch weiterhin Kredite auf, und die Unternehmen investieren weiter. Also können diese notleidenden Kredite mit dem Spread ausgeglichen werden, die von anderen Kreditnehmern bezahlt werden.

Aber manchmal ist dies nicht der Fall, wie in 2008. Während der Weltwirtschaftskrise hörten viele Leute auf, ihre Hypotheken abzubezahlen, was nicht nur dazu führte, dass die notleidenden Kredite nicht mehr ausgeglichen werden konnten, sondern die Verluste fraßen sich auch ins Kapital vieler Banken; in einigen Fällen übertrafen sie den Betrag, den sie in der Bank hatten (Lehman).

Als Antwort auf die Weltwirtschaftskrise senkten die Zentralbanken weltweit die Zinssätze, um somit das wirtschaftliche Umfeld so akkommodativ wie möglich zu machen; und dies half, eine komplette Wirtschaftsdepression zu verhindern, denn das billige Kapital erlaubte den Investoren, weiter zu investieren, trotz der deutlich bärischeren Aussichten. Und den Banken wurde mit einem QE geholfen, denn ihnen wurde im Wesentlichen neues Kapital für die schlechten Investitionen zur Verfügung gestellt, damit sie weiterhin Kredite vergeben konnten, trotz des Schlags, den sie wegen der abgewerteten hypothekarisch gesicherten Wertpapiere erlitten hatten.

QE ist aber kein Wundermittel: Es behandelt einfach nur die Versorgung von Krediten in einer Volkswirtschaft und hat keine positive Auswirkung auf die eigentliche Nachfrage; und dies ist wohl auch einer der Hauptgründe, weshalb die Weltwirtschaft immer noch herumtaumelt, trotz der mehr als sieben Jahre mit rekordtiefen Zinssätzen, die weltweit so angesetzt wurden. Dies hat von vielen Banken einen Tribut gefordert, vor allem von denen in Europa, und die einzige reale Antwort von Seiten der Zentralbank war offenbar, die Zinssätze noch weiter zu senken. Die Banken werden damit nur stärker belastet, denn auch mit diesen akkommodativeren Betriebsbedingungen gibt es einfach nicht genügend wirtschaftliche Aktivität, um ihnen zu erlauben, weiterhin einen attraktiven Spread einzunehmen.

Die vergangenen sieben Jahre mit tiefen Zinsen und einer eiligen Zentralbankaktvität in Europa hat von vielen europäischen Banken ihren Tribut gefordert; einige sehr große Risiken wurden im Finanzsystem aufgezeigt. Wir besprachen einige dieser Themen, als wir über die italienischen Banken im Januar und die europäischen Banken im März berichteten, denn der Druck auf diese Banken wurde vom dramatischen Rückgang im Oil-Kurs nur noch verstärkt.

Auf dem nachstehenden Chart vergleichen wir einige der größten Banken weltweit mit der starken Aussetzung in Europa gegenüber dem S&P 500 (rot). (Um jedes Ticker-Symbol einzeln zu sehen, klicken Sie bitte auf den Chart für eine Vergrößerung.)

Drei der dringendsten Themen für die Weltmärkte im Q3

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley

3) Wie tief könnte der Yuan sinken?

Dies war ein sehr dringliches Thema im Q1, scheint jedoch nun von den Schlagzeilen verbannt geworden zu sein, denn die Welt richtete ihre Aufmerksamkeit im Q2 zunehmend auf die Politik und die Wirtschaftsprobleme in Europa.

Am 11. August des vergangenen Jahres wurde in China der Yuan neu bewertet. Dies brachte die globalen Märkte in Aufruhr, denn obwohl die Stagnation in China damals bereits allgemein bekannt war, stellte die entsprechende Antwort darauf nur eine weitere Frage. Aber als die chinesische Aufsicht den Yuan niederdrückte, wurde befürchtet, dass China versuchen würde, seinen Weg aus seiner Schwäche mit einer Abwertung der Währung freikämpfen; und dies bedeutete, dass viele Kapitalströme in von Zentralbanken vertretenen Währungen fließen würden, die diese zusätzliche Stärke nicht wollten.

Vor allem in Japan, und dort wurden an der Januar-Sitzung der BoJ sogar Negativzinsen eingeführt, um offensichtlich die Kapitalzuströme und die Yen-Stärke zu bekämpfen. Das funktionierte nicht. Tatsächlich erhielt die Bank of Japan wohl das genaue Gegenteil von dem, was sie sich erhofft hatte, denn der Yen ist seit der Einführung der Negativzinsen nur weiter angestiegen. Dies hat den japanischen Aktien nur noch mehr Schaden zugefügt, denn der Nikkei sinkt unaufhaltsam weiter.

Aber während sich die ganze Welt im Q2 auf Europa konzentrierte, wobei Großbritannien im Mittelpunkt stand, gab es eine viel größere Volkswirtschaft im Osten, die den Yuan deutlich abschwächte. Im letzten Quartal ist der Yuan gegen den US Dollar ungebremst und stark gesunken. Dies hilft China, denn die Exporte werden billiger - erhöht aber den Druck auf die USA. Die große Frage hier lautet, ob diese Yuan-Schwäche fortfahren kann, und wenn nicht, kann China die zahlreichen Risiken, die auf ihre Volkswirtschaft zukommen, abhalten, während der Yuan wieder ansteigt?

Drei der dringendsten Themen für die Weltmärkte im Q3

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley