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Zu Beginn des Q3 steht erneut die Fed im Rampenlicht

Zu Beginn des Q3 steht erneut die Fed im Rampenlicht

James Stanley, Senior Strategist

Anknüpfungspunkte:

- Heute ist der letzte Tag des Q2, und das Ende der ersten Jahreshälfte 2016. Es waren interessante sechs Monate, und heute werden wir uns auf die stärkten Motivatoren der Weltmärkte konzentrieren: Die Zinserhöhungspolitik der USA.

- Die Börsen in den USA sind am Montag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen, und dies könnte morgen und übers Wochenende zu einer geringeren Liquidität führen. Trader sollten weiterhin Vorsicht walten lassen.

- Für Trading-Ideen sehen Sie sich unsere Trading Guides an. Und wenn Sie kurzfristige Tipps brauchen, finden Sie hier unseren SSI-Indikator. Wenn Sie eine ganz kurzfristige Anzeige suchen, sehen Sie sich unseren gerade veröffentlichten GSI-Indikator an.

Heute ist der letzte Tag des Monats Juni, auch der letzte Tag des zweiten Quartals und der der ersten Jahreshälfte. Marktbedingungen wie heute tendieren oft dazu, eine gewisse Volatilität zu produzieren, denn die Funds und Institutionen schließen ihre Operationen für das Quartal ab.

Ebenfalls zu beachten gilt, dass in den USA an diesem Wochenende ein Feiertag stattfindet, und zwar am Montag, dem 4. Juli. Wir werden wohl nicht viele Leute auf der Wall Street sehen, da viele die verlängerten Wochenenden dazu nutzen, um den Sommer zu genießen. Sogar die öffentlichen Verkehrsmittel in New York waren heute früh etwas weniger überfüllt, und das wird morgen voraussichtlich noch mehr zu spüren sein. Dies ist für Trader wichtig, denn morgen und am Montag könnte die Liquidität geringer sein, und in Anbetracht der verstärkten Volatilität zum Ende des Q2 könnte dies zu einem chaotischen Umfeld führen.

Also, trotz der Tatsache, dass viele Risikotrends offenbar zurückgekehrt sind, wobei der FTSE100 wieder über seine Levels vor dem Brexit angestiegen ist, müssen Trader vorsichtig bleiben. Während wir das dritte Quartal dieses Jahres beginnen, gibt es einige wichtige Fragen, die in den Finanzmärkten beantwortet werden müssen, und nachstehend schauen wir uns eine der relevantesten an.

Der US Dollar und wo die Fed in Bezug auf die erwarteten Zinserhöhungen steht

Zu Beginn des Q3 steht erneut die Fed im Rampenlicht

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Ich habe dies als erstes Thema aufgelistet, da dieses Thema in den vergangenen zwei Quartalen eins der Haupttreiber für die Risikotrends gewesen ist. Im Q1, nur zwei Wochen nach der ersten Zinserhöhung nach mehr als neun Jahren, erwartete die Federal Reserve, in 2016 ganze vier Zinsanhebungen vorzunehmen. Den Märkten gefiel dies ganz und gar nicht; und innerhalb von Stunden des anfänglichen Tradings in 2016 äußerte sich die Welt zu diesen sehr starken Bedenken, indem so ziemlich alles verkauft wurde, was nicht festgenagelt war (oder was keine Staatsanleihe war, die von einer Zentralbank gestützt wurde).

Die Risikoaversion war im Januar so stark, dass sogar die Bank of Japan eine überraschende Maßnahme ergriff und Negativzinsen einführte. Dies schien alles nur zu verschlimmern, denn diese Maßnahme überrumpelte die Märkte: Wenn die Bank of Japan so besorgt über eine anhaltende Yen-Stärke wegen der Risikoaversion ist, warum würde sie eine solche Maßnahme ergreifen?

Der Abverkauf dauerte bis zum 11. Februar an, dem zweiten Tag, an dem die Fed-Vorsitzende Yellen bei der Humphrey Hawkins Anhörung sprach. Am ersten Tag dieser Berichterstattung stellte sie die Legalität von Negativzinsen in Frage. Dies schürte die Angst, dass die Fed bald über keine Mittel mehr verfüge, um auf eine Finanzkrise zu reagieren; und die Märkte setzten ihren aggressiven Selloff fort. Aber am zweiten Tag der Anhörung sagte Yellen, dass die Fed keine Möglichkeiten "außer Acht lassen" würde, auch nicht Negativzinsen. Dies war die Unterstützung, worauf die Märkte offenbar gewartet hatten, als bedeutende Tiefs in vielen Märkten, einschließlich Oil und vielen Aktienindizes, verzeichnet wurden.

Zu Beginn des Q3 steht erneut die Fed im Rampenlicht

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Die März-Sitzung des FOMCs brachte eine Fortsetzung dieser expansiven Einstellung, denn die Federal Reserve senkte die Prognosen von den vorherigen vier auf zwei Zinsanhebungen in 2016; und dies diente nur dazu, diese "risikofreudigen" Rallyes anzutreiben, denn es wurde immer offensichtlicher, dass die Fed in Anbetracht der zahlreichen globalen Risiken voraussichtlich ihre Zinssätze nicht so aggressiv anheben würde.

Diese Bewegung hin zu einer USD-Schwäche und Aktienstärke hielt bis zum Ende des Q1 und bis April an; aber im Mai versuchte die Fed erneut, die Zinserwartungen höher festzusetzen. Das Protokoll der April-Sitzung des FOMCs ging sogar so weit zu sagen, dass die Bank das Gefühl habe, die Märkte würden die Chancen einer Zinserhöhung im Juni unterschätzen. Dies führte zu einer starken Wende im US Dollar, da die Trader einen Teil ihrer früheren Erwartungen gegenüber einer expansiveren Fed neu ausrichteten. Und dies wurde wieder umgekehrt, nachdem im Juni ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wurde, da sich der Trend einer abschwächenden Leistung im US-Arbeitsmarkt offenbar fortsetzte.

Und wieder sahen wir, genau wie um die Wende im Februar, als diese Zinserwartungen der USA wegen der sich verschlechternden Daten gesenkt wurden, erhielten die Risikotrends Auftrieb: Die Aktien verzeichneten Rallyes und Gold stieg sprunghaft an, denn es wurde zunehmend klar, dass die Federal Reserve weiterhin akkommodativ bleiben würde.

Zu Beginn des Q3 steht erneut die Fed im Rampenlicht

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Und es scheint vielleicht leicht zu sein anzunehmen, dass die Fed akkommodativ bleiben wird, wäre da nicht die Tatsache, dass die Bank in den vergangenen neun Monaten eine hartnäckig restriktive Haltung eingenommen hat, die von den Tradern kaum ignoriert werden kann.

Die nächsten Fed-Sitzungen im Q3 finden vom 26. bis 27. Juli und vom 20. bis 21. September statt; und obwohl bei beiden Sitzungen keine eigentlichen Maßnahmen erwartet werden, bietet jede die Chance für die Fed, den Märkten ihre expansive oder restriktive Haltung zu vermitteln. Und dies wird auch die Risikotrends in beide Richtungen beeinflussen. Man sollte außerdem daran denken, dass die Fed die Märkte auch außerhalb dieser Sitzungen bewegen kann. Zufällige Bemerkungen von Mitgliedern der Federal Reserve durch ihre Medienauftritte können in den Märkten starke Bewegungen auslösen, und hier sollten Trader im Q3 vorsichtig sein.

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