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Werden schwache US-Arbeitsdaten den US-Dollar versenken? Vielleicht nicht.

Werden schwache US-Arbeitsdaten den US-Dollar versenken? Vielleicht nicht.

2016-05-06 05:01:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Schwache Arbeitsmarktdaten könnten die Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die Fed sowie die Risikoneigung beeinträchtigen
  • Interesse an sicheren Häfen könnte US-Dollar Verluste begrenzen, falls die Arbeitsmarktdaten enttäuschen
  • Aussie-Dollar fiel, nachdem RBA andeutete, dass größere Zinssenkungen zu erwarten seien

Die Finanzmärkte werden voraussichtlich den glanzlosen Wirtschaftskalender während der europäischen Handelszeit übersehen und sich auf die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten konzentrieren. Es wird eine Zunahme von 200 Tsd. erwartet, etwas weniger als die im März hinzugefügten 215 Tsd. und von der Arbeitslosenquote wird erhofft, dass sie auf 4,9 Prozent sinken wird. Von gleicher Bedeutung sind die durchschnittlichen Stundenlöhne, von denen ein Wachstum von 2,4 Prozent im Jahresvergleich erwartet wird, die erste Zunahme bei der Lohninflation in vier Monaten.

Die US-Wirtschaftsnachrichten haben sich im Vergleich zu den Konsensprognosen in den letzten Monaten zunehmend verschlechtert, was negativen Überraschungen die Türe öffnet. Der S&P 500 – eine Benchmark für Risiko-Sentimenttrends – ist zusammen mit den einkalkulierten Wetten auf eine FOMC-Zinsanhebung, impliziert in den Fed Funds Futures, vor der Veröffentlichung rückgängig. Dies lässt vermuten, dass die Märkte bereit sind, die Zahlen so zu nehmen wie sie sind, wobei ein schwaches Ergebnis als negativ für die Risikoneigung bewertet wird, obwohl es die Spekulationen auf eine Straffung reduziert.

Ungewöhnlicherweise ist der US Dollar trotz der expansiv ausgerichteten Verschiebung bei der Geldpolitik gestiegen. Dies räumt der Benchmark die Möglichkeit ein, ihren Safe-Haven-Ansprüchen wieder gerecht zu werden. Obwohl dies nicht bedeutet, dass der Greenback steigen wird, falls sich das Sentiment aufgrund von schlechten Arbeitsmarktdaten verschlechtert, ist es ein Hinweis darauf, dass jegliche plötzliche Verluste nach der Veröffentlichung sich als vorübergehend erweisen könnten. Tatsächlich gibt es angesichts der im Markt implizierten Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im Juni von nur 10% kaum mehr Raum für Auflösungen. Falls die Risk-off-Bewegungen die geldpolitischen Betrachtungen überwältigen, könnte die Benchmark-Währung trotzdem die Woche noch auf einem höheren Level abschließen.

Der Australische Dollar blieb im Overnight-Handel hinter den Erwartungen zurück, nachdem die Erklärung über eine lockere Geldpolitik von der RBA eine weitere Zinssenkung in naher Zukunft andeutete. Die Zentralbank reduzierte ihre Inflationskernprognose für 2016 auf (1-2 gegenüber 2-3 Prozent vorher) und warnte vor einem inländischen Kostendruck und hartnäckig niedrigen Preiswachstumserwartungen. Die Währung fiel zusammen mit der 2-Jahresanleiherendite, was bei den Policy Spekulationen auf eine Veränderung zur lockeren Geldpolitik hindeutet. In der Zwischenzeit sind der Kanadische und New Zealand Dollar zusammen mit den Aktienpreisen gefallen, während der Anti-Risiko Japanische Yen anzog.

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