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DAX: Bank of Japan hält Aktienmark in Atem - US-Konjunktur spürte globale Gegenwinde

DAX: Bank of Japan hält Aktienmark in Atem - US-Konjunktur spürte globale Gegenwinde

2016-04-28 13:25:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
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(DailyFX.de) Dass unter der allmählichen Straffung der amerikanischen Geldpolitik die US-Konjunktur leidet und globale Gegenwinde im ersten Quartal spürbar waren, offenbarte heute die Expansionsrate der US-Wirtschaft. Nur noch um 0,5 Prozent stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorquartal (annualisiert), doch Wellen an den Finanzmärkten schlug diese Veröffentlichung keine.

Heute wurde auf dem Parkett vorrangig nach Fernost geschaut. Die Bank of Japan katapultierte den Yen in die Höhe und zündete eine Risk-Off-Stimmung an den Finanzmärkten. Der Nikkei 225 rauschte 3,61 Prozent in die Tiefe. Europas Börsen folgten. Auch der deutsche Leitindex litt am Morgen unter der mangelnden Kaufneigung. Von der abwartenden Haltung der Notenbank Nippons zeigten sich den Marktreaktionen zufolge manche Marktteilnehmer enttäuscht.

Die Hoffnungen auf weitere geldpolitische Stimuli der Bank of Japan zerplatzen und damit entriss Nippons Notenbank den Börsen eine Stütze. Auch die Worte von Haruhiko Kuroda, Chef der Notenbank Japans, vermochten nicht, die Stimmung zu besänftigen. Der Notenbanker hob die Bereitschaft hervor, zu handeln, falls die Notwendigkeit bestehen sollte.

Ein positives Signal vom deutschen Arbeitsmarkt half dem DAX, nach der frühen Rutsche einen Boden zu finden. Die Zahl der Arbeitslosen fiel unter 2,8 Millionen. Die Reaktion auf die Verbraucherpreise aus Deutschland fiel unauffällig aus, doch das nun wieder im April erreichte Niveau in der Teuerungsrate von 0,1 Prozent in Europas größter Volkswirtschaft erhöht auch den Druck auf die EZB, die Geldschleusen zeitnah weiter zu öffnen. Sollte die morgen veröffentliche Inflation im Euroraum auch tiefer ausfallen, wird diese Einschätzung untermauert.

Der anhaltende Pullback im DAX führte heute unter die Schwelle von 10.200 Punkten. Die Ausdehnung der Bewegung könnte an das Märzhoch um 10.100 Punkte und unterhalb an 10.000 Punkte führen. In dieser Unterstützungsregion wäre stärkerer Kaufdruck vorstellbar, der das Potenzial einer Aufwärtsbewegung zurück an und über den Widerstandsbereich von 10.400/10.490 Punkten eröffnen könnte. Oberhalb wäre der Weg frei für eine Folgebewegung bis 10.880 Punkte.

DAX: Bank of Japan hält Aktienmark in Atem - US-Konjunktur spürte globale Gegenwinde

Charts erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

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@NiallDelventhal

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