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DAX: Das Allheilmittel der lockeren Geldpolitik hat ihre Grenzen

DAX: Das Allheilmittel der lockeren Geldpolitik hat ihre Grenzen

2016-04-21 13:35:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
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(DailyFX.de) Die abwartende Haltung der EZB enttäuschte heute manche Marktteilnehmer. Heute wurde den Börsen vor Augen geführt, dass im EZB-Rat nicht alle Währungshüter darauf pochen, die lockere Geldpolitik weiter voranzutreiben. Vor dem Hintergrund keines zügigen weiteren Aufstockens der Geldschwemme in Europa lockten Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt. Vom Jahreshöchststand im deutschen Börsenbarometer am Morgen ging es wieder unter die 10.400 Punkte-Marke.

Der geldpolitische Status Quo in den Leitzinssätzen des Euro-Systems sorgte nur für einen geringfügigen weiteren Abwärtsimpuls. Die Zinssätze für Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität ließ der EZB-Rat unverändert bei 0,00 %, 0,25 % und -0,40 %.

Den EZB-Notenbankern waren auf dieser Sitzung angesichts des weiten Öffnens der Geldschleusen im vergangenen Monat die Hände gebunden. Weitere Wochen werden erst verstreichen müssen, bis die EZB die Auswirkungen des jüngsten Maßnahmenbündels auf die Wirtschaft ausreichend bewerten kann. Laut Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, haben sich seit der Einführung des Maßnahmenpakets im März die Finanzierungsbedingungen im Euroraum jedoch bereits verbessert.

Keine große Skepsis äußerte Mario Draghi mit Blick auf die Inflation im Euroraum und dämpfte damit die Lockerungsfantasien. Zwar könnte in den kommenden Monaten die jährliche Teuerungsrate wieder ins Negative drehen, aber laut den Erwartungen werde sie im zweiten Halbjahr des Jahres wieder anziehen und weitere Verbesserungen in den Folgejahren 2017 und 2018 aufweisen. Die Risiken im Euroraum blieben jedoch noch abwärtsgerichtet. Nur langsame Reformfortschritte würden zudem die Wirtschaftserholung dämpfen.

Dass in den USA die Anzahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit 247.000 auf den tiefsten Stand seit 1973 fiel, ging angesichts der Bedeutung der Rede in Frankfurt unter. Unter Richard Nixon notierten die Anträge damals zuletzt unter 250.000. Der US-Arbeitsmarkt setzt seinen Positivtrend fort.

Unterstützung könnte der DAX nun unterhalb von 10.400 Punkten im Bereich der 200-Tage-Linie um 10.285 Zähler finden, die der Kurs erstmalig in seit Anfang Dezember 2015 in dieser Woche wieder überwand. Eine weitere Ausdehnung der Korrekturbewegung könnte im Bereich des Märzhochs um 10.100 auf Unterstützung stoßen. Bei einer wieder einsetzenden Erholungsbewegung bleibt nach Bruch über 10.400 Punkte das Ziel ein Wiederaufdrehen an 10.880 Punkte.

DAX: Das Allheilmittel der lockeren Geldpolitik hat ihre Grenzen

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

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@NiallDelventhal

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