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Die chinesischen und europäischen Banken spüren den Druck von beiden Seiten

Die chinesischen und europäischen Banken spüren den Druck von beiden Seiten

2016-03-01 14:37:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Die Banken spielen, trotz der schlechten Presse, die sie gerade erhalten, eine wesentliche Rolle im laufenden Betrieb einer kapitalistisch gehebelten Volkswirtschaft, denn sie sind die Leitungen, die diese Hebelwirkung ermöglichen.

- Die Banken spüren zurzeit den Druck von beiden Seiten ihrer wichtigsten Arbeitsfronten: Kreditvergabe (da schwierigere Bedingungen höheren Prozentsatz der notleidenden Kredite verursachen) und Investition, da die Zentralbanken eine noch lockerere Geldpolitik anvisieren.

- Obwohl viele Risikoaktiva weiterhin Rallyes verzeichnen, bleiben zahlreiche Banken in einer verwundbaren Lage, da die lockerere Geldpolitik diese Banken noch stärker unter Druck setzen sollte: Kreditvergabe an weniger kreditwürdige Einzelkunden (wobei sie noch höheren Prozentsatz notleidender Kredite riskieren), während das Investitionsumfeld mit noch tieferen Zinsen zunehmend problematischer wird.

- Wenn Sie Trading-Ideen suchen, lesen Sie unsere DailyFX Trading Guides. Und wenn Sie Trade-Ideen suchen, schauen Sie sich unseren Speculative Sentiment Index Indikator an.

Weitere Anzeichen einer Verlangsamung in China: Wir sahen gestern Nacht einen weiteren enttäuschenden PMI-Bericht aus China, wobei der Einkausfmanagerindex Herstellung mit 49 anstatt den erwarteten 49,4 ausgewiesen wurde, und das ist das schwächste Ergebnis für die Produktion in China seit Januar 2009. Nach der Bemerkung vom Freitag, dass sie noch etwas Spielraum hätten, um die Geldpolitik weiter zu lockern, wurde irgendwie vorweggenommen, dass aus Peking eine Lockerung unterwegs sei. Wir sahen die Ankündigung mit der Senkung des RRR dann gestern Vormittag. Die Senkung der Sätze für die Reserveanforderungen beträgt nun 0,5%, was im Wesentlichen chinesischen Banken erlaubt, mehr Leverage zu verwenden. Das ist etwas, das kurzfristig die Geldmenge erhöhen kann, denn es ist praktisch eine Anpassung der Bücher, die den Banken mit mehr Bargeld erlaubt, Kredite zu vergeben. Aber langfristig ist die Aussicht auf noch mehr Leverage in China nicht so "gut".

Wie wir bereits früher besprachen, ist Chinas großes Problem die Verschuldung. Es gibt schätzungsweise $34 Billionen Schulden in der $11 Billionen Volkswirtschaft, und in Anbetracht dessen, dass viele Firmen "Staatsunternehmen" sind, bedeutet dies, dass die Regierung für einen ziemlich großen Teil dieser Verschuldung verantwortlich ist. Eine der neuesten Schätzungen zeigt, dass 45% aller neuen Darlehensbeträge Zinsen für die vorherigen Schulden auszahlen werden. Und nach der massiven Zunahme von neuen Yuan-Krediten im Januar scheint es so, dass ein ziemlich großer Teil der Schulden wieder neu finanziert wird, diesmal die nicht auf Yuan lautenden Anleihen in Yuan-Anleihen; und das könnte als Vorbereitung für die unvermeidliche Abschwächung dienen, die viele künftig in China erwarten. Wenn Sie $10 Millionen Kredite auf USD lautend vorliegen haben und der USD/CNH um 10% steigt (Yuan schwächer, Dollar stärker), dann schuldet dieser chinesische Investor dann $11 Millionen.

Aber vielleicht noch besorgniserregender für China sind die notleidenden Kredite, die in den Büchern dieser Banken stehen. Das sind normale Kosten für jeden, der Kreditgeschäfte tätigt, denn es wird immer einige geben, die ihre Schulden nicht zurückzahlen. Die meisten Banken berücksichtigen das. Die offizielle Statistik der chinesischen Regierung besagt, dass diese Zahl um 1,5% steht, was tolerierbar ist. Aber Schätzungen von 3. zeigen eine Zahl zwischen 6-21% auf, was ziemlich unkontrollierbar ist, egal wie man damit umgeht. Während sich die Geschäftsbedingungen verschlechtern, werden die Banken noch mehr notleidende Kredite sehen. Die große Sorge in den USA ist, dass viele Oil-Unternehmen in den kommenden Monaten dasselbe Schicksal erleiden werden, aber in China geht dies nun schon eine Weile so, denn die Daten verschlechtern sich weiterhin und die Anzeichen einer stärkeren Verlangsamung werden immer offensichtlicher.

Deswegen ist der Fokus auf die chinesischen Daten zurzeit so stark: Sie könnten nämlich andeuten, wie stark die Verlangsamung die chinesische Volkswirtschaft trifft, was wiederum zeigen kann, wie stark die chinesischen Banken in den kommenden Monaten in Bezug auf die notleidenden Kredite und einem schwachen Yuan unter Druck geraten werden.

Auf dem nachstehenden Chart sehen wir den HKG33, der den Hang Seng Index von Hongkong zeigt, und obwohl in letzter Zeit eine gewisse Abweichung zwischen Hongkong und dem Festland Chinas festgestellt wurde, hängen diese Themen stark zusammen, denn eine stärkere Verlangsamung in China wird sich sicherlich auch auf Hongkong auswirken, und somit sehen wir, wie die beiden Indizes ihre entsprechenden Leistungen widerspiegeln.

Chart 1: Hang Seng (HKG33) - Monatschart

Die chinesischen und europäischen Banken spüren den Druck von beiden Seiten

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Europäische Banken

Genauso wie China gerade damit fertig werden muss, spielen die Banken eine ziemlich wichtige Rolle in einem gehebelten Kapitalsystem. Die Banken sind schließlich die, die die Hebelwirkung in einer Volkswirtschaft erlauben. Wenn ein Normalbürger ein Haus oder ein Auto kaufen möchte und es sich nicht leisten kann, dann braucht er eine Bank, die ihm Geld zur Verfügung stellt, und die Handlung, eine Hypothek oder einen Autokredit zu gewähren, verursacht eben diese Hebelwirkung.

Aber dieses Kapital wird nicht mit Luft geschaffen, richtig? Die Bank muss Einlagen von anderen Kunden annehmen (oder Geld, dass sie von anderen Banken ausgeliehen haben), um Ihnen zu erlauben, einen Kredit überhaupt aufzunehmen. Dann bezahlen Sie Ihrer Bank Zinsen, sie bezahlt dem Kontoinhaber mit den Einlagen Zinsen, von dem sie das Geld ausgeliehen hat (oder anderen Banken, von denen sie Geld ausgeliehen haben) und behält die Differenz in der Tasche.

Das ist ein ziemlich gutes Geschäft, wenn Sie es schaffen, da mitzumachen, aber es gibt auch einige ziemlich hohe Barrieren. Aber es ist im Wesentlichen der "Spread", der eine Bank zu sein so unglaublich attraktiv macht. Sie können Geld mit tieferen Zinsen ausleihen und es zu einem höheren Zins als Kredite vergeben, und solange die Leute ihre Darlehen zurückzahlen, ist alles bestens.

Eine traditionelle Bank zu betreiben, besteht wirklich nur in der Zusammenstellung eines großen Portfolios mit Carry Trades.

Aber wenn jemand seinen Kredit nicht zurückzahlt, dann muss die Bank ihre "Spread-Verfahren" überarbeiten, um den Verlust abzudecken. Deswegen sind die Banken auch normalerweise so risikoaversiv, denn sie möchten das nicht tun müssen. Aber wenn ein systemisches Problem eine Volkswirtschaft heimsucht, kann man dem kaum aus dem Weg gehen. Es ist so wie in 2008 in den USA, als die Leute ihre Hypotheken nicht mehr bezahlten: Dies blockierte so viel Kapital, dass die Banken nicht nur Verluste aufgrund der Hypothekenzinsen hinnehmen mussten, sondern sie mussten auch damit fertig werden, dass die Kredite "notleidend" wurden, als die Leute auch die Hypotheken nicht mehr zurückzahlten. Die Federal Reserve musste einschreiten und diese giftigen Schulden mit "frischem Kapital" in drei verschiedenen Quantitative Easing Runden ersetzen (und einer Runde "Operation Twist").

Das ist ähnlich wie das, was im Moment in China abläuft, während die Welt versucht herauszufinden, wie hoch die reale Zahl der notleidenden Kredite in der Volkswirtschaft ist, und es wird befürchtet, dass Europa kurz vor einer kompletten Bankenkrise steht.

Viele dieser europäischen Banken haben in den letzten fünf Jahren heimtückische finanzielle Bedingungen erlebt, und nachdem die Europäische Zentralbank Negativzinsen eingeführt hat, beginnen sie nun wirklich Probleme zu haben. Diese Banken genossen seit einiger Zeit eine "außerordentlich akkommodative" Geldpolitik. Und nachdem ihr Hauptgeschäft darin besteht, Kredite zu vergeben, um mit dem Spread zu verdienen, gibt es Gründe anzunehmen, dass sie viel Geld an alle kreditwürdigen Einzelkunden, die sie in den etwas mehr als zwei Jahren finden konnten, vergeben haben.

Aber nachdem die EZB noch tiefere Negativzinsen einführte, werden die Banken nur dazu gebracht, mehr Kreditrisiko auf sich zu nehmen, indem sie Geld Leuten ausleihen, die ansonsten nicht als kreditwürdig angesehen würden. Und wenn die Bank diesen Leuten keine Kredite bewilligen will, werden sie für die überschüssigen Reserven, die bei der Zentralbank hinterlegt sind, Zinsen bezahlen müssen.

Nachdem also die Zentralbank Negativzinsen eingeführt hat und die Banken für ihre überschüssigen Reserven bestraft werden und somit die notleidenden Kredite aufgrund des langsameren Weltwirtschaftswachstums zunehmen, werden die Banken von beiden Seiten getroffen. Die europäischen Banken sind momentan die besonders verwundbaren, und Sie können jedes Ticker-Symbol einer "Großbank" verfolgen, um zu sehen, wie sich dies gerade ausspielt. Einer der größten Sorgen stellt zurzeit die Deutsche Bank dar, da sie mehr als $70 Billionen derivative Aussetzung hält (das ist Billion mit einem "B"). Nachstehend sehen Sie den aktuellen Chart der DB.

Chart 2: Wochenchart von "DB"

Die chinesischen und europäischen Banken spüren den Druck von beiden Seiten

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley

Leider beschränkt sich dieses Problem nicht nur auf eine Bank in einer europäischen Volkswirtschaft. Erst im vergangenen Monat schrieben wir, dass die italienischen Banken Warnsignale zur EU und EZB schreien, und seither ist die Situation für die italienischen Banken nicht besser geworden. Dies betrifft den gesamten Kontinent. Und nachdem wir sogar in den früher starken Gebieten der Volkswirtschaft Europas eine Schwäche sehen (Deutschland), sind diese Risiken noch besorgniserregender geworden. Es ist nämlich wahrscheinlich, dass wir zunehmend notleidende Kredite sehen werden, während die europäischen Banken den Druck auch von den Negativzinsen der Zentralbank zu spüren bekommen.

Auf dem nächsten Chart sehen wir uns den Ticker "EUFN", ein Amerikanischer ETF, der die Leistung der europäischen Banken aufzeigt. Und obwohl weltweit zahlreiche Risikoaktiva eine gewisse Erholung aufzeigen, sinkt die Kursbewegung in diesem Markt weiterhin in Richtung Unterstützung.

Chart 3: Wochenchart von "EUFN", repräsentiert die europäischen Banken.

Die chinesischen und europäischen Banken spüren den Druck von beiden Seiten

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley

Dies zeigt deutlich, dass die Risikoaversion noch nicht vorbei ist. Denn wenn sie auch vorüber wäre, befinden sich die Banken immer noch in einer prekären Lage, und das kann mit den verfügbaren Werkzeugen nicht gelöst werden. Die Banken werden von beiden Seiten getroffen: Einer schrumpfenden Volkswirtschaft, die normalerweise mehr notleidende Kredite nach sich zieht und Zentralbanken, die ihre Investitionsaktivitäten unter Druck setzen, indem sie Negativzinsen einführen (oder tiefer senken).

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