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Angst vor Brexit senkt das Pfund und Aktien setzen Rallyes fort

Angst vor Brexit senkt das Pfund und Aktien setzen Rallyes fort

2016-02-22 14:43:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Berichte zu einem Deal in letzter Minute zwischen Cameron und Europas Führern gaben dem Pfund zum Ende der letzten Woche einen kurzen Stoß, aber der Bürgermeister von London verteidigt einen Brexit, was diese Gewinne und noch etwas mehr auslöschte. Der Sterling wird weiterhin stark abverkauft.

- Die Aktien weltweit halten weiterhin an ihren Gewinnen der vergangenen Woche fest, und der S&P 500 nähert sich einem wichtigen Widerstandslevel um 1.950.

- Die Volatilität wird in dieser Woche voraussichtlich erhöht bleiben; das Risikomanagement muss für solche Bedingungen entsprechend vorbereitet werden. Klicken Sie hier für unsere Forschungsreihe "Charaktereigenschaften erfolgreicher Trader".

Die Hoffnung hält ewig, oder zumindest während 50 Minuten, als die Berichte in Umlauf gerieten, dass eine Einigung zwischen Cameron und dem politischen Kontingent, das Europa an einem Abendessen am Freitagabend vertrat, erzielt worden sei. Diese Nachrichten wurden um 16:09 Uhr ET über einen Tweet vom litauischen Präsidenten bekannt, ungefähr 51 Minuten vor Handelsschluss der Woche. Der Sterling verzeichnete gegen den US Dollar sogleich eine starke Rallye bis hin zu 1,4400, und es schien, als ob die Angst vor einem Brexit zumindest vorübergehend abgewendet worden war.

Aber es sind die Menschen in Großbritannien, die über einen Brexit bestimmen werden. Dies läuft eigentlich auf 2013 zurück, als Cameron sagte, dass er ein Referendum über die weitere Mitgliedschaft in der EU abhalten würde, sollten die Konservativen im Parlament die Übermacht gewinnen. Nun ja, die Konservativen übernahmen tatsächlich das Parlament, und zwei Jahre später wiederholte Cameron dieses Versprechen mit der Zusicherung, dass vor Ende 2017 darüber abgestimmt werden würde. Die Verhandlungen fanden bis zum vergangenen Freitag statt, und Cameron versuchte, bessere Bedingungen für die UK für ihr Verbleiben in der EU auszuhandeln. Der Schwerpunkt dabei liegt in der Migration.

Der Deal wurde am Freitag mit nur leicht besseren Bedingungen geschlossen, die Cameron den britischen Stimmbürgern präsentieren kann. Und nach den ersten Nachrichten könnten diese besseren Bedingungen offenbar Cameron erlauben, Lobbyarbeit für ein "Ja" und einem Verbleib in der EU zu leisten.

Übers Wochenende sagte jedoch Boris Johnson, der beliebte, konservative Bürgermeister von London, dass er eine Kampagne für ein "Nein" starten würde. Damit versucht er, Stimmen für einen Brexit zu sammeln. Dies hebt nur die Schwäche der Vereinbarung hervor, die zwischen Cameron und der EU erzielt wurde, aber auch die steigende Stimmung und Konservativismus innerhalb der britischen Bevölkerung. Der Sterling ist seitdem zusammengebrochen. Nachdem er letzte Woche bei 1,4398 geschlossen hatte, eröffneten wir diese Woche mit 1,4260 und haben noch kaum eine Erholung gesehen. Der Sterling ist weiter gesunken, und wir sahen seit der Lücke von gestern Nacht bereits einen Rückgang von ~190 Pips.

Angst vor Brexit senkt das Pfund und Aktien setzen Rallyes fort

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Die Aktien verzeichneten eine Rallye zu Beginn dieser Handelswoche: Asien eröffnete mit Gewinnen und hielt sich in der Handelszeit daran, und Europa setzte diese Bullishness fort und die US Futures deuten ebenfalls auf einen Anstieg bei der Eröffnung hin. Wir nähern uns einigen sehr bedeutenden Levels im S&P 500. Der Bereich um 1.950 hat das Swing-Hoch seit Januar aufgehalten, bevor der Abverkauf im Februar neue Befürchtungen einer Verlangsamung auslöste, und es gibt auch zwei von vielen verfolgte Fibonacci Retracements, die nur wenige Punkte davon entfernt sind. Es gibt das 38,2% Retracement der Bewegung des vergangenen Jahres ab dem Hoch von 2.137,10 bis zum Tief 1.833,50, das am "Chinesischen Schwarzen Montag" am 24. August gesetzt wurde. Wir haben auch das 50% Retracement des Hochs vom 29.12. bei 2.082,10 bis zum Januar-Tief von 1.810,9, und das war auch das Hoch der letzten starken Bewegung, die vor etwas mehr als einer Woche ein neues Tief bildete.

Die Kursbewegung um dieses Level herum könnte auf Bewegungen für später in der Woche hindeuten. Wenn der Kurs nicht überzeugend durchbrechen kann, können Trader eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends erwarten. Wenn die Kursbewegung tatsächlich höher ausbricht und dann die Unterstützung diese Bereich eines möglichen Widerstands erreicht, können Trader erwarten, dass der Kurs weiter steigen wird.

Diese Woche stehen zahlreiche Daten aus den USA an, und das könnte das Risiko stark beeinflussen. Wir erhalten das Verbrauchervertrauen am Dienstag und den BIP am Donnerstag, und vielleicht sehen wir noch mehr von diesem Dilemma "schlecht ist gut", bei dem schlechte Daten aus den USA auf geringere Chancen einer Zinserhöhung hinauslaufen, was für Risikoaktiva von Vorteil wäre. Gute Daten könnten hingegen auf mehr Zinserhöhungen, als der Markt zurzeit erwartet, deuten (und zwar keine in 2016), und dies könnte zu einer Risikoaversion führen.

Angst vor Brexit senkt das Pfund und Aktien setzen Rallyes fort

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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