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Zweiter Tag von Yellens Bericht könnte US Dollar eine Rettungsleine bieten

Zweiter Tag von Yellens Bericht könnte US Dollar eine Rettungsleine bieten

Ilya Spivak, Head Strategist, APAC

Anknüpfungspunkte:

  • Yen steigt, während Aktien in Hongkong und Seoul dem Einbruch des globalen Aktienmarkts folgen
  • Märkte interpretierten Yellens Kommentare trotz gegenteiliger Andeutungen als expansive Geldpolitik befürwortend
  • Zweiter Berichterstattungstag bietet Möglichkeit für offenkundige Zinserhöhungssignale

Der risikobeständige Japanische Yen triumphierte, während asiatische Aktien im Overnight-Handel fielen. Dies führte zu einem Rückgang bei Carry Trades, die über die ewige Niedrigzinswährung finanziert werden. Der regionale MSCI Asia Pacific Benchmark Index fiel um mehr als 1%, als die Börsen in Hongkong und Südkorea nach dem Lunar Neujahr wieder eröffneten und bei den Aktienverkäufen aufholten, die Anfang dieser Woche in anderen Märkten zu beobachten waren.

Ein weiterer Tag mit Kongressberichten von Fed-Präsidentin Janet Yellen steht im Vordergrund. Das gestrige Outing vor dem Finanzausschusskommittee produzierte gemischte Resultate. Der US Dollar fiel zusammen mit den kürzeren Anleihenrenditen, während Goldpreise stiegen, was darauf hindeutete, dass Investoren Yellens Kommentare als eine expansive Geldpolitik befürwortend ansahen. Das konnte jedoch keine Erholung der Risikoneigung auslösen, als die Meldungen von den Depeschen hereinkamen.

Somit sind die Zukunftsaussichten unklar, da Yellen erneut unter Beschuss gerät, diesmal vor dem Bankenausschuss des Senats. Obwohl ihre vorbereiteten Bemerkungen denen von gestern sehr ähnlich sein werden, könnten diese unterschiedlichen Gesetzgeber in der Offensive während des Q&A des Hearings eine andere Tonart anschlagen. Dies könnte den Investoren neue Hinweise in Bezug auf die Denkweise des FOMC bieten.

Die Märkte ihrerseits haben künftige Zinserhöhungen in 2016 bereits ausgeschlossen. Wir argumentierten, dass Yellen diesen Umstand direkt ansprechen müsste, wenn das FOMC tatsächlich die Straffung in den nächsten 10 Monaten wieder aufzunehmen beabsichtigt. Ansonsten könnte eine vage Rhetorik dem Wunschdenken Raum verschaffen, und die Investoren könnten die expansive Versicherung erhalten, auf die sie so erpicht sind. Dies würde eine gewaltige Anpassung nach sich ziehen, wenn der Stimulus dann tatsächlich abgebaut wird, was die Fed fast sicher vermeiden möchte.

Ein gewisser Rückschlag gegen den übermäßig expansiven Marktausblick gab es schon. Yellen hob hervor, dass das Weltwirtschaftswachstum trotz der jüngsten Turbulenzen in den Aktien nicht geschrumpft sei und dass die Konjunktur in vielen Aspekten normal und gesund aussehe. Sie wiederholte auch den bereits bekannten Refrain, dass viele Faktoren, die die Inflation unterdrückt halten, vorübergehend seien und auf Dauer nachlassen werden. Dies erwies sich jedoch klar als ungenügend, um das Massendenken zu verändern.

Somit wird der zweite Tag dieser Anhörungen der Fed-Vorsitzenden die Gelegenheit bieten, es nach dem ersten Feedback der Märkte erneut zu versuchen. Wenn der gestrige kurze Blick auf eine restriktive Haltung etwas aussagt, könnte Yellen ihre Rhetorik verstärken und den Greenback dabei rasch höher treiben. Falls sie jedoch erneut eher schüchterne Angaben macht, könnte dies die Doves bekräftigen und den Druck auf die Benchmark-Währung erhöhen.

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