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Anknüpfungspunkte:

- Die Aktienbörsen weltweit werden weiterhin stark abverkauft; und China bleibt für den Rest der Woche geschlossen. Die Bärenflaggen, die wir letzte Woche erwähnten, wurden alle resolut durchbrochen, und solange die Kursbewegung unter diesen Flaggen-Formationen bleibt, ist der Trend bärisch.

- Die Renditen der japanischen Staatsanleihen (JGB) sind über Nacht in den negativen Bereich gerutscht, was die Chancen einer Bund-ähnlichen Bewegung in den JGBs aufzeigt, da die Investoren ihre Finanzströme in sichere Häfen in die japanischen Staatsanleihen fließen lassen.

- Es gibt zunehmend Forderungen nach Negativzinsen in den USA, aber dies könnte für die Rentner und Pensionäre schlimme Auswirkungen haben. Japan spürt diese Auswirkungen bereits, und es ist ein Problem, das nicht vorbeigehen wird, solange es nicht von den Zentralbanken bearbeitet wird.

Es ist erst knapp eine Woche her, seit sich die Finanzmärkte mit Hoffnungen erfüllten und der Nikkei nach der überraschenden Ankündigung der Bank of Japan, Negativzinsen einzuführen, um 3% zulegte. Wie wir damals berichteten, ist das Konzept der Negativzinsen immer noch sehr experimentell, und die meisten Beispiele kommen aus Europa und in den letzten eineinhalb Jahren. Das dient also nicht gerade als Fallstudie, die man als "entschieden erfolgreich" bewerten könnte. Ehrlich gesagt befindet sich Europa immer noch in einer sehr schwierigen Situation, und die Negativzinsen wurden zusammen mit einem relativ neuen QE-Programm eingeführt. In Europa arbeiten diese beiden Maßnahmen also Hand in Hand, und auch hier mussten sie im Dezember noch mehr lockern und den Einlagezinssatz noch tiefer negativ senken.

Aber der akademische Gedanke dahinter wurzelte in guten Absichten: Die Idee, dass die Zentralbank Negativzinsen für Bankeinlagen einführt, könnte die Banken dazu ermuntern, vermehrt Kredite zu vergeben. Denn wenn eine Bank schließlich einen Ertrag (irgendeinen positiven Ertrag) erzielt, wenn sie Kredite an Einzelpersonen vergibt, sei es nun für den Hauskauf oder für eine Geschäftsgründung, so wird sie deutlich mehr verdienen, als wenn sie das Geld in der Zentralbank belässt, die nun Negativzinsen hat (und Geld abzieht anstatt es gutzuschreiben).

Das ist aber nicht passiert … Diese Negativzinsen verängstigten die Banken und Investoren nur noch mehr als sie es schon waren; und als Europa Negativzinsen einführte, schickten viele europäischen Banken ihr Bargeld zu ihren Filialen in den USA oder Japan, wo es in der Zentralbank gelagert wurde, die ihnen keine Zinsen verrechnet. Dies schuf ein großes Problem, denn es ist ein klares Beispiel dafür, dass Europa seine Deflation in andere wichtige Volkswirtschaften exportiert. Und diese Kapitalströme bringen diesen Währungen im entsprechenden Land eine zusätzliche Stärke; was die Aussicht auf eine Erholung sogar noch weiter trübt. Die japanischen Aktien haben seit der Ankündigung einen starken Hieb erlitten, und der Yen stieg dabei stetig.

Nikkei bricht um 5% ein, Negativzinsen werden rasch zu warnendem Beispiel

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Wenn also das Kapital aus Japan abfließt – warum wird dann der Yen stärker?

Das ist es ja gerade – es handelt sich hier nicht um eine direkte Kapitalflucht in dem Sinn, wie es sich die Zentralbanken erhofft hatten. Das Kapital kommt nämlich auch wieder nach Japan zurück; es gibt zurzeit nur nicht mehr so viele attraktive Bereiche weltweit, um Bargeld zu lagern. Nachdem die BoJ die Negativzinsen einführte, fiel auch die Untergrenze für die Anleihekäufe als Teil des QE-Programms. Wenn Sie also ein Käufer japanischer Staatsanleihen sind und Ihnen die BoJ eben mitteilte, dass sie bis zu einer Rendite von -0,1% ebenfalls Käufer bleiben wird (und die Anleihen wahrscheinlich bis Ablauf der entsprechenden Fälligkeit halten wird), ist dies wohl die größte Art Unterstützung, die ein Investor erhalten kann. Ja, die Zinsen sind negativ, und das ist der Nachteil. Aber der Kurs und die Renditen bewegen sich gegensätzlich, wenn also die Renditen nun bei 0,1% stehen und Sie denken, sie werden auf -0,1% sinken, muss der Kurs also steigen, damit dies passiert. Und nicht nur das, Sie werden auch eine Zentralbank haben, die diesen Kurs hinter Ihrem Trade noch weiter nach oben treiben wird!

Ein klares Beispiel hierfür ist Deutschland, wo die Zinssätze seit der Einführung von Negativzinsen im Juni 2014 durch die EZB immer negativer wurden. Zurzeit wirft die 2-Jahres-Bundesanleihe -0,53% ab. Das ist richtig, es wird Sie etwas über ein halbes Prozent kosten, Ihr Geld der deutschen Regierung für zwei Jahre zu leihen. Die 5-Jahres-Bundesanleihen stehen bei -0,29%, und wenn wir die 10-Jahres-Anleihen betrachten, so stehen diese im positiven Bereich mit 0,2%.

Aber in diesem Trade geht es nicht um die Rendite. Es geht um den Kurs. Auf dem nachstehenden Chart sehen wir die Leistung der Bundesanleihen seit der Ankündigung der Negativzinsen in Europa:

Nikkei bricht um 5% ein, Negativzinsen werden rasch zu warnendem Beispiel

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

In einem Markt voller Angst, mit wenigen Investitionsoptionen, die attraktiv erscheinen, und einem Markt, in dem sich die Banken offenbar zurückhaltend zeigen, Kredite zu vergeben, die mit dem Geld finanziert werden könnten, die via Quantitative Easing ins Finanzsystem geflossen sind, kann der Long-Anleihe-Trade ziemlich attraktiv erscheinen, auch mit ungünstigen Renditen.

Da nun also einige Banken ihr Bargeld aus Japan hinausbringen, um die Negativzinsen der BoJ für Einlagen bei der Zentralbank zu meiden, scheint es so, als ob noch mehr Ströme nach Japan fließen, um JGBs zu kaufen; zumindest zeigt dies der aktuelle Chart zu Yen, der mit den Bewegungen der japanischen Staatsanleihen kombiniert wurde.

Das ist einer der Gründe dafür, warum wir den Japanischen Yen im September des vergangenen Jahres als bestes Vehikel für sichere Anlagen nannten; es war nämlich unwahrscheinlich, dass das japanische QE ausgebaut werden würde.

Aber es ist seltsam, dass wir bereits Forderungen nach Negativzinsen in den USA hören.

Wenn wir die Sache ins richtige Licht rücken, so steht der S&P 500 immer noch um 14,3% über dem Hoch der Weltwirtschaftskrise. Und er steht um 176,2% höher als die Tiefs von 2009. Derselbe Index ist in diesem Jahr um 10% gefallen. Und wir haben bereits Forderungen nach mehr Maßnahmen von Seiten der Federal Reserve in Form experimenteller Negativzinsen zu hören bekommen. Dies als voreilig zu bewerten, wäre eine Untertreibung, und genauer gesagt wäre dies sogar gefährlich für den langfristigen Gesundheitszustand der Weltwirtschaft.

Zinssätze haben in einer korrekt funktionierenden Gesellschaft einen gerechtfertigten Zweck; sie sind nicht nur für Hedge Funds und Banken zum Spielen da. Rentner und Pensionäre hängen von Zinszahlungen ab. Ohne diese Zinszahlungen würden die Pensionsfonds auf gefährliche und vielleicht unhaltbare Level schrumpfen, und dann würden sich die Leute aufregen, weil ihnen etwas für ihr gesamtes Arbeitsleben versprochen worden war, das dann einfach nicht mehr vorhanden ist. Sehen Sie nur, was in Griechenland in den letzten paar Jahren passierte, als den Pensionären ihre Renten drastisch gekürzt wurden. Die Reaktion ist nie schön anzusehen, weder die von den Leuten noch die ihrer Regierung.

Dies führt zu sozialen Unruhen und zahlreichen weiteren Problemen, mit denen die Politiker nichts zu tun haben wollen. Deswegen gibt es so starke Impulse, um die Weltwirtschaft von "Notmaßnahmen" zu befreien und wieder "normalisierte" Zinssätze einzuführen. Die alternde Bevölkerung in Japan und den USA sollte nicht wegen der Sozialversicherung oder den Verlusten der japanischen Pensionskassen Schaden erleiden. Japans Fonds haben bereits starke Verluste hinnehmen müssen; im Oktober 2014 begannen sie, japanische und internationale Aktien (in Form von ETFs) mit ihrem QE Programm zu kaufen. Dies schien damals eine schlechte Idee zu sein, aber die japanischen Aktien waren zuvor während zwei Jahren dank der Abe-nomics unaufhaltsam gestiegen, also erschien die Idee nicht so grundschlecht, wie sie eigentlich hätte erscheinen sollen.

Nach der anfänglich erhöhten Volatilität im August und September berichtete die japanische Pensionskasse einen Verlust von $64 Milliarden, also um -5,5%. Und das war für einen Pensionsfond. Was vielleicht noch besorgniserregender ist: Wenn wir uns den Chart des Nikkei anschauen, sehen wir, dass wir uns rasch dem Level nähern, bei dem wir vor der Ankündigung der Bank of Japan, dass sie Aktien kaufen würde (Halloween 2014), standen. Wenn Sie also den nachstehenden Chart begutachten, denken Sie daran, dass die BoJ den Zuschlag schützte, und der Nikkei sinkt weiterhin stark. Dies deutet darauf hin, dass hier ein starker Abverkauf stattfindet.

Also, einfach das QE immer weiter aufzustocken, scheint nicht mehr eine mögliche Option zu sein.

Nikkei bricht um 5% ein, Negativzinsen werden rasch zu warnendem Beispiel

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley