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Offshore Yuan-Kurs springt hoch auf 66,82% - Was ist los?

Offshore Yuan-Kurs springt hoch auf 66,82% - Was ist los?

2016-01-12 14:40:00
James Stanley, Strategist
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- USD/CNH sah eine aggressive Kursbewegung um den Zeitpunkt der Anpassung des Offshore Yuan, wobei der Kurs über Nacht sprunghaft auf ein Hoch von 66,82% stieg.

- Dies macht im Wesentlichen die Aussicht auf Longs im USD/CNH zunichte, denn die hohen Carry Kosten und die Maßnahmen der PBoC gefährden den Aufwärtstrend des Paares.

- Wie wir schon seit längerem sagen, sollten jene, die die Verlangsamung in Asien traden wollen, auf Japan blicken. Die Anpassung des Kurses in der vergangenen Nacht ist nur eine weitere Mahnung, dass das Trading dieses Themas in China nur Ungewissheit und übertriebene Risiken mit sich bringt. Lernen Sie mit unserem Leitfaden "Charaktereigenschaften erfolgreicher Trader", Ihr Risiko zu kontrollieren.

Nun, ich denke, es gibt zumindest einen Bereich, in dem der Zins steigt, obwohl es eigentlich nicht die Art "Zinserhöhung" ist, die die Märkte suchen: Die nächtlichen Zinsen im Offshore Yuan stiegen sprunghaft auf ein Hoch von 66,82% an. Die Zahl stimmt, es ist kein Fehler. Das sind sechstausend dreihundert und achtzig Basispunkte. Bevor wir also fortfahren, möchte ich Sie davor warnen, den USD/CNH zu traden. Wenn Sie sich den Chart ansehen, so scheint es so, als ob sich ein netter Trend entwickelt hat. Und für einen Trader kann das von großem Vorteil sein. Aber unter der Oberfläche befindet sich die Unberechenbarkeit der Zentralbank, die in eine Ecke gedrängt wurde. Seien Sie also hier beim Spekulieren sehr vorsichtig, vor allem in der Trendrichtung, denn diese Overnight-Zinsen können sehr, sehr, sehr teuer werden.

Warum würden die so etwas tun?

Nun, dafür gibt es zahlreiche Gründe. Der Hauptgrund ist jedoch das, was die amerikanische und europäische Zentralbanker während ihrer QE-Herrschaft nicht berücksichtigt hatten, und zwar die Auswirkungen der Kräfte im Markt. Das heißt, die EZB kündigte im Juli 2014 ihre QE-Politik an. Bis das QE tatsächlich eingeführt wurde, hatte der EUR/USD bereits einen deutlichen Rückgang verzeichnet und war tatsächlich schwächer als jetzt (fast ein ganzes Jahr mit Euro-QE), und das liegt daran, dass die Investoren und Trader die Maßnahme vorweggenommen hatten. Die Zentralbanken kamen damit klar, denn es half ihnen, ihr Ziel zu erreichen: Sie wollten eine schwächere Währung, und wenn die Spekulanten sie mit der Aussicht auf ein künftiges Ereignis verkauften, erlaubte ihnen dies, ihrem Ziel in die Hände zu spielen. Der nachstehende Chart zeit den Zeitverlauf des europäischen QEs und wie der eigentliche Beginn im März 2015 überraschenderweise fast das Tief bildete.

Offshore Yuan-Kurs springt hoch auf 66,82% - Was ist los?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Von hier aus sieht es also so aus, dass das QE den Hedge Funds und Portfolio Managern viel mehr half ans einem Durchschnittsmenschen in diesen Volkswirtschaften, und das möchte China nun eben verhindern. Für Makro-Ökonomen kann dies von Vorteil sein - aber für Trader, die den Yuan traden möchten, kann dies sehr, sehr schlecht sein, denn Sie müssen eine der größten Zentralbanken der Welt bekämpfen.

Aber in letzter Zeit haben wir gesehen, dass diese vorweggenommenen QE-Maßnahmen kaum nachhaltige Auswirkungen auf die Volkswirtschaften hatten, denen sie eigentlich hätten helfen sollen. Nach sechs Jahren QE in den USA ist die Erholung immer noch schwach, und sie wäre wohl lebhafter, hätte es gar kein QE gegeben (sechs Jahre sind eine lange Zeit für eine Volkswirtschaft, um die Kurve zu kriegen), und Europa kämpft immer noch mit dem deflationären Druck im ganzen Kontinent, trotz der Billion Euros, die mit Anleihekäufen ausgegeben werden. China erlaubt den Investoren also keine Gratisfahrt mit der Aussicht auf eine anhaltende Schwäche im Yuan als Reaktion auf den Druck im größeren Rahmen innerhalb der chinesischen Volkswirtschaft.

Dies gewährt der Welt außerdem den Luxus, keine von einer Währung ausgelöste Panik zu erleben, die nur gerade auf Angst basiert – und das ist etwas Gutes.

China verlangsamt sich. Das ist kein Geheimnis, und es gibt nicht viele Leute, die dem noch widersprechen. Die große Frage ist nun, wie aggressiv diese Verlangsamung stattfindet, und wie viele negative Nebenwirkungen auftreten können. Chinas Aufsicht hat nun praktisch während fünf Monaten gekämpft, seitdem die Sache im August und September wirklich brutal wurde. Und in einigen Fällen waren es die Maßnahmen dieser Aufsicht, die die Märkte eigentlich alarmierte, denn sie zeigte, dass China aggressiver, als anfänglich erwartet oder befürchtet worden war, schrumpfte.

Eine der größten Maßnahmen mit dem Potential einer nachhaltigen Auswirkung wurde am 11. August eingeführt, und als sie die Märkte erreichte, flippten viele Leute aus. China veränderte nämlich den Festpunkt, den das Land für die tägliche Fixierung des Yuans verwendete. Vorher wurde der Yuan am US Dollar fixiert, und die Aufsicht würde einen Mittelpunkt im Yuan aufgrund des USD setzen, und dann erlaubte sie ihrer Währung, um 2% über oder unter dem Mittelpunkt zu schwanken. Die PBoC behandelte dies sehr subjektiv und nach ihren Bedürfnissen zu jenem Zeitpunkt.

Die Änderung bestand darin, dass der Yuan nun je nach Schlusskurs der vorherigen Handelszeit fixiert wurde, und er sollte seinen Wert gegen einen Währungskorb und nicht nur dem US Dollar erhalten. Es ist offensichtlich, dass als dies im August angekündigt wurde, also einen Monat vor der ersten erwarteten Zinserhöhung der Fed, China somit den Wert des Yuans tief halten konnte, während der US Dollar nach einer Zinsanhebung und höheren Wetten auf eine Zinserhöhung ansteigen würde. Hätte der Yuan seinen Festpunkt gegenüber dem US Dollar beibehalten, wäre der Yuan zusammen mit dem Greenback gestiegen, und für eine bereits schwächliche chinesische Volkswirtschaft, könnte eine starke Währung der Industrieproduktion große Probleme bringen.

Was für Trader und Investoren vielleicht jedoch verlockender ist: Peking wollte den Yuan abwerten; und nach sechs Jahren saftiger Trends, die von den Zentralbanken gefördert wurden, zuerst mit einer USD Schwäche und dann mit einer im JPY, und dann, im letzten Jahr, einer Schwäche im EUR; klang dies wie Musik in ihren Ohren. Eine Zentralbank würde einen Trend vorantreiben, der dem Trader erlauben würde, sich hinzusetzen, den Yuan aufheben, Risse zu verkaufen und Dips abzudecken. Der Antrieb einer Yuan-Schwäche ist offensichtlich – die Volkswirtschaft steht unter Druck, und die Industrieproduktion ist immer noch der Motor, der das Schiff voranbringt. Ein schwächerer Yuan macht China noch wettbewerbsfähiger in der Herstellung, und dies ist die am schnellsten wirkende Injektion in den Arm, die sich China in Bezug auf das Wachstum verabreichen könnte. Es ist nicht viel anders als jene vorher erwähnten Themen der Schwäche im USD, JPY oder EUR, in denen eine schwache Währung den Volkswirtschaften Vorteile verschaffte, die im Wesentlichen eine Wohltätigkeit einer gegenüber der anderen darstellten. Nachdem also China seinen Yuan-Festpunkt im August neu bestimmte, begannen die Investoren weltweit zu spekulieren, dass der Yuan weiter sinken würde, da die chinesische Aufsicht ihre schweren Waffen zückte, um die Deflation zu bekämpfen. Dies verursachte einen enormen, sprunghaften Anstieg im USD/CNH, da der Yuan aufgrund dieser Wetten massiv tiefer fiel.

Offshore Yuan-Kurs springt hoch auf 66,82% - Was ist los?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

China sieht dies jedoch gar nicht ein, und deswegen sind die Zinsen über Nacht so stark gestiegen. China macht es den Spekulanten wirklich sehr schwer, den Yuan zu shorten, indem es den Nachtkreditzins auf so hohen Levels hält. Ich warnte Sie bereits zu Beginn dieses Artikels – seien Sie vorsichtig mit Longs im USD/CNH (oder Shorts im Yuan), das ist das, was Chinas Aufsicht will. Sie will, dass Trader NICHT das Boot überfüllen, indem sie den Yuan mit der Aussicht auf eine stärkere Verlangsamung in Asien verkaufen.

Für Trader, die die Verlangsamung in Asien traden wollen:

Wir wir bereits öfters sagten, sollten Trader, die dieses Thema traden möchten, ihre Aufmerksamkeit Japan zuwenden, und diese neuesten Nachrichten sind nur ein weiterer Grund, der dafür spricht. Als sich entwickelnde Volkswirtschaft erlebt China noch immer die Wachstumsschmerzen, und es gibt nicht viele Präzedenzfälle, mit denen eine Verlangsamung einer so großen, globalisierten Volkswirtschaft nachvollzogen werden könnten, wenn so viele externe Kräfte am Werk sind. Neue Regeln oder Ankündigungen über Nacht, oder aggressive Maßnahmen der PBoC sind wahrscheinlich; und werden auch in absehbarer Zukunft zu erwarten sein, zumindest solange China mit diesen deflationären Kräften zu kämpfen hat.

Das ist ein unbekanntes Risiko. Das ist der ärgste Feind eines Traders, denn es ist nie berechenbar. In vielen Fällen ist es somit besser, das Ganze sein zu lassen.

Japan hingegen ist bereits groß und entwickelt, vielleicht sogar zu sehr. Und was dazu kommt ist, dass die Bank of Japan viel weniger flexibel als die People’s Bank of China ist. Japans drei Jahre QE haben die Bank stark belastet, und nun stellen sich zahlreiche Fragen in Bezug darauf, ob sie überhaupt das QE aufstocken könnten, wenn sie das wollte. Aber vielleicht will sie gar nicht – die Bank of Japan erhielt eine sehr unangenehme Mahnung von der Gefahr der Marktkräfte mit diesen Aktienrückgängen im August und September. Der Government Pension and Investment Fund (GPIF) verzeichnete einen Verlust von unglaublichen $64 Milliarden wegen dieser Volatilität; mehr als -5,5%+ in einem Portfolio von mehr als einer Billion Dollar. Wenn sie also nicht mehr so gar eifrig zusätzliche Risiken auf sich nehmen, so ist das leicht nachzuvollziehen.

Japan ist somit auf verschiedenen Fronten gefährdet. Bis das QE nach Japan kam, war das Land immer noch inmitten der "verlorenen Jahrzehnte" verstrickt, in denen die Deflation die Volkswirtschaft nachhaltig verwüstete. Die Soziologie ist auch nicht auf der Seite Japans, denn eine schwindende Bevölkerung wird bis zum Jahr 2060 um 1/3 abgenommen haben. Um nur gerade das BIP ausgeglichen zu halten, müsste in diesem Zeitraum ein Anstieg im BIP pro Kopf von 150% erreicht werden, nur um dieselben BIP-Zahlen wie heute zu sehen. Und auch wenn es Japan schaffen sollte, gibt es doppelt so viele Menschen im Alter von über 75 Jahren wie solche, die weniger als 15 Jahre alt sind. Die Rentenansprüche werden in den kommenden Jahren also grausame Konsequenzen haben.

China hingegen ist noch jung und hat eine Milliarde Einwohner. Die Einkindpolitik, die kürzlich im Land aufgehoben wurde, hat zu einem soziologischen Dilemma geführt, ganz ähnlich wie in Japan. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass China eine Milliarde Einwohner hat, also ist die Fehlertoleranz des Landes weit größer, da diese Trends sich rasch ändern können. Darüber hinaus ist China voll von Ackerland, das zurzeit noch nicht genutzt wird und mit Immigranten bevölkert werden kann (was in Bezug auf die Volkswirtschaft vorteilhaft ist). Wir besprachen dieses Thema der Soziologie in Bezug auf die Marktkräfte im Artikel "China als Japan 2.0".

Vorläufig zeigt der nachstehende Chart das aktuelle Setup im USD/JPY, und diese Yen-Stärke kann auf andere Währungen wie den Sterling, Euro oder Australischen Dollar übertragen werden. Sollte die Risikoaversion anhalten, werden wir wohl eine nachhaltige Repatriierung des Yens von all den Rentnern sehen, die ihre schwache Währung auf der ewigen Suche nach Rendite aus dem Land geschafft hatten.

Offshore Yuan-Kurs springt hoch auf 66,82% - Was ist los?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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