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Die Welt ist nervös, und Japan scheint stark gefährdet zu sein

Die Welt ist nervös, und Japan scheint stark gefährdet zu sein

2016-01-06 14:25:00
James Stanley, Strategist
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Anknüpfungspunkte

- Die Märkte zeigten letzte Nacht eine aggressiv risikoaversive Kursbewegung, nachdem berichtet wurde, das Nordkorea erfolgreich eine Wasserstoffbombe gezündet hatte. Es war aber vielleicht nicht wirklich eine "Wasserstoffbombe", und für die Welt ist dies zurzeit ein sehr großer Unterschied.

- Auch trotz der Erkenntnis, dass es sich nicht um eine Wasserstoffbombe handelte, kehrte die Risikoaversion zu Beginn der Handelszeit in Europa in die Märkte zurück und hält vorläufig weiterhin an.

- Wir stehen voraussichtlich vor einer starken Volatilität, und wenn Sie hier traden wollen, müssen Sie darauf vorbereitet sein. Ein schlechtes Risikomanagement kann Sie in Zeiten wie diesen besonders stark aussetzen. Lesen Sie unsere Forschungsreihe zu den Charaktereigenschaften erfolgreicher Trader, um Ihr Risikomanagement aufzupolieren.

Die Zündung einer "Wasserstoffbombe" in Nordkorea beunruhigte heute morgen viele, und wir erlebten gestern Nacht eine starke Dosis Risikoaversion, als berichtet wurde, dass Nordkorea erfolgreich eine Nuklearbombe gezündet hatte. Aber nachdem mehr Nachrichten und Daten berichtet wurden, wurde es ziemlich offensichtlich, dass es sich hier nicht um eine Wasserstoffbombe handelte, sondern um eine Atombombe. Eine Atombombe ist immer noch "schlecht", aber wir wissen schon seit langem, dass Nordkorea diese besitzt. Und dies ist sicherlich nicht der erste "Test" einer Atombombe. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn es zeigt, wie viel Machtpotential Pjöngjang hat und wie stark die Bedrohung werden könnte. Eine Atombombe verwendet Kernspaltung in ihrer Reaktion; eine Wasserstoffbombe verwendet sowohl die Kernspaltung wie auch Kernschmelze; dies bildet eine viel stärkere Kraft als nur die Kernspaltung. Eine Wasserstoffbombe verwendet zahlreiche Atombombenexplosionen, um die für die Zündung der Wasserstoffkomponente notwendige Temperatur zu erreichen; und die Wasserstoffbombe richtet eine weit größere Verwüstung an als eine Atombombe, Kilo für Kilo.

Der Grund, weswegen hier ein Unterschied gemacht wird, ist, dass dies letzte Nacht den Tonfall in den Weltmärkten bestimmte. Auf dem nachstehenden Chart des Japanischen Yens sehen wir die Risikoaversion, und wie sie nach der Nachricht über die Zündung wieder auftrat. Dies brach die Risikoaktiva ziemlich rasch auseinander, und wir sehen auf dem Chart, wie der USD/JPY direkt auf das 23,6% Fibonacci Retracement bei 118,38 sank. Als dann aber offensichtlich wurde, dass es sich nicht um eine Wasserstoffbombe handelte und somit nicht eine allzu starke Bedrohung darstellt, erlebten die Risikoaktiva zum Ende der asiatischen Handelszeit ein Comeback. Dieses dauerte aber nicht lange: Sobald Europa eröffnete, kehrte die Risikoaversion sofort wieder in den Markt zurück, und der USD/JPY fiel erneut auf sein Fibonacci Unterstützungslevel:

Die Welt ist nervös, und Japan scheint stark gefährdet zu sein

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Warum kehrte die Risikoaversion so plötzlich zurück?

Obwohl die anfängliche Risikoaversion gestern Nacht auf den Schock zurückzuführen ist, dass Nordkorea vielleicht den "Code der Kernschmelze geknackt" haben könnte, wurde ziemlich bald klar, dass dies wohl nicht der Fall war. Das gespürte Erdbeben von 5,1 auf der Richterskala zeigt deutlich die furchterregende Komponente der Kernenergie; aber hätte es sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt, wäre dieses Erdbeben wohl viel stärker gewesen. Also wussten wir ziemlich bald, dass es keine Wasserstoffbombe gewesen war.

In Asien steht aber nicht alles zum Besten. Das ist nur ein weiterer Grund für die Investoren, Angst zu haben, und ein Großteil der Welt sieht zurzeit leider sehr negativ aus. Europa muss sich mit einer Flüchtlingskrise herumschlagen, die sicherlich deutliche politische Auswirkungen mit sich bringen wird (ganz zu schweigen von den zahlreichen wirtschaftlichen Problemen auf dem Kontinent), der Mittlere Osten wird sogar noch gefährlicher, nachdem Saudi Arabien und Kuwait sich von Iran abgewendet haben, Asien birgt zahlreiche, verschiedene Risiken (wobei ein neues letzte Nacht hinzugefügt wurde), und ziemlich jede Volkswirtschaft weltweit steht zurzeit unter wirtschaftlichem Druck. Und dies nach sechs Jahren Nullzinspolitik.

Wenn die Welt nach einer einzigen Zinserhöhung der Fed so aussieht, wie werden die Dinge dann nach zwei oder drei weiteren Zinsanhebungen aussehen?

Die Welt ist nervös, und Japan scheint stark gefährdet zu sein

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley

Trading der Verlangsamung/Schwäche – Blicken Sie auf Japan

Wie wir bereits seit einigen Monaten besprochen haben, sollten Sie auf Japan schauen, falls sie die Verlangsamungsthematik traden möchten. Asien ist nicht nur das Zentrum möglicher wirtschaftlicher Stürme, die bevorstehen könnten, sondern Japan ist außerdem mit QE überstreckt, bis zu einem Punkt wo es zu Problemen bei der Ausweitung des aktuellen Pakets kommen könnte.

Man stelle sich dies wie einen Marathon vor. Sie müssen sich selbst mäßigen, oder Sie werden es nicht schaffen. Wenn Sie bereits Ihre ganze Energie bei dem 1. km verbrauchen, nun dann viel Glück auf dem Weg bis zur Ziellinie. Stattdessen können Sie sich mäßigen und und es langsamer angehen, um dann die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn Sie sich der letzten Etappe des Rennens nähern und ein extra Energieschub wirklich zählt. Diese zusätzliche Flexibilität bietet Ihnen mehr Platz, um mit ihrer Strategie zu arbeiten. So können Sie ein besserer Läufer sein, und Sie erhalten eine wesentlich bessere Chance auf eine befriedigende Performance.

Dies ist ähnlich wie das japanische QE. Sie sind bereits von der Startlinie losgesprintet, und nun hängen sie mit noch einem langen Weg vor sich hinterher. China, Europa, die Vereinigten Staaten und viele kleinere Volkswirtschaften verfügen immer noch über ein wenig Energie im Tank. Selbst falls Japan das Rennen angeführt haben sollte, würden Sie nicht auch auf jene wetten, die eine große Chance haben, den Marathon zu schaffen?

Das ist der nach vorwärtsgerichtete gedankliche Teil des Setups: der historische Teil der Thematik ist sogar noch umfassender. Japan führte sein QE ein, um einer mehr als 20 Jahre andauernden deflationnären Spirale zu begegnen, die die japanische Volkswirtschaft plagte. Dies unterschied sich sehr vom amerikanischen QE, das als eine „außergewöhnliche Lockerungsmaßnahme“ gedacht war. Als das amerikanische QE nach dem Finanzkollaps ausgelöst wurde, waren die wirtschaftlichen Bedingungen in der Tat „außergewöhnlich“. Doch da Japan sein QE in 2012 einführte, ganze vier Jahre nach dem Finanzkollaps, um das auszugleichen, was für die japanische Wirtschaft sehr „gewöhnlich“ war, können wir ein klares Beispiel einer Geldpolitik erkennen, die eingesetzt wurde, um fiskale Mängel auszugleichen. QE ist nicht zum Wachstum der Volkswirtschaft gedacht – es soll vor einem Zusammenbruch bewahren.

Und das ist so ziemlich das, was wir in Japan erlebt haben. Die Aktienmärkte stiegen (geschichtlich betrachtet nur leicht), die Anleiherenditen bewegten sich tiefer, doch bis jetzt haben wir noch nicht wirklich Wachstum erkennen können. Die Versuche einer fiskalen geldpolitischen Reform waren bisher nur ein Versagen. Und mit einem weiteren Anstieg der Verbrauchssteuern (vergleichbar mit der Umsatzsteuer in den US oder der Mehrwertsteuer in Europa) im nächsten Jahr, sieht die Wahrscheinlichkeit einer wundersamen, plötzlichen Wende in Japan zunehmend unwahrscheinlicher aus.

Wir können momentan beobachten, wie sich dies im Nikkei entwickelt. Während die meisten globalen Aktienmärkte irgendeine Form von Druck verspüren, bildet Japan gerade eine bärisch aussehende Formation.

Die Welt ist nervös, und Japan scheint stark gefährdet zu sein

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley

Was ist es, was dies alles verursacht, und von den meisten Menschen nicht erkannt wird?

Der Yuan sank in der letzten Nacht auf ein fünfjähriges Tief, als die Nachrichten seiner Explosion die Märkte erreichten und zu Risikoaversion führten. Doch dies wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da sich der Druck in China weiterhin erhöht. Mit Rückblick auf unser Marathon-Beispiel oben, ist China möglicherweise die Wahl, die sie nicht verpassen möchten. Nicht nur hat das Land noch viel Energie übrig, sondern es ist außerdem jung und verfügt über 1 Billiarde Menschen mit großem Wachstumspotenzial. Mit Bezug auf unseren Vergleich wäre dies ein Läufer auf Hochtouren mit einem Top-Trainer UND viel Energie im Tank. Japan ist der ältere Läufer, der Probleme mit Arthritis hat, nachdem er von der Startlinie losgesprintet war. Rühmliche Bemühung und eine tapfere Performance, doch sehen die Chancen einfach nicht gut aus.

Während der Druck in China steigt, verfügen die chinesischen Regulatoren über eine Menge Flexibilität hinsichtlich was sie tun können oder möglicherweise tun werden. Eine Abwertung des Yuan ist eine eher wahrscheinlichere Möglichkeit. Viele erkennen nicht die Gefahr, die dies bringen kann, denn Währungen werden innerhalb der globalen Finanzgemeinschaft immer noch missverstanden. Doch mit steigendem Druck wird China den Yuan schwächen und dem Land den für die Exporte so sehr benötigten Puffer bieten. Der Prozess der Abschwächung des Yuan an sich kann als stimulierend für die Exportaktivitäten angesehen werden, und dies bietet zusätzlichen Handelsfluss nach China mit dem Vorteil niedriger Preise (da der Yuan schwächer ist), wodurch das Land die Kurve kratzen könnte.

Doch während der Yuan nach unten getrieben wird, um die Exporte Chinas höher zu treiben, während gleichzeitig der inländische Verbrauch ermutigt wird, bedeutet dies auch weniger Exporte von Japan, Korea, etc. Und dies sind bereits besonders verletzbare Bereiche, sodass dieser zusätzliche Schlag bei den Exporten möglicherweise nicht verkraftet wird.

Sollten Sie also auf der Suche nach einem Auslöser für das „Gesamtbild“ sein, dann beobachten Sie den Spot-Kurs für den Yuan. Umso schwächer er wird, umso mehr Druck verlagert sich auf Japan und das restliche Asien, und dann ebenso auf den Rest der Welt.

Auf dem Chart unten schauen wir uns die momentan inverse Korrelation zwischen dem USD/CNH und dem Nikkei an. Sobald der Yuan schwächer wird, werden des auch die japanischen Aktien.

Die Welt ist nervös, und Japan scheint stark gefährdet zu sein

Erstellt mit Tradingview; von James Stanley

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