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Die Druckpunkte der Wirtschaftswelt: China und Europa

Die Druckpunkte der Wirtschaftswelt: China und Europa

2016-01-05 14:28:00
James Stanley, Strategist
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Für die chinesischen Aktien war es wieder einmal eine weitere wilde Nacht, und die Regulatoren reagierten. Schritte der Regulatoren im August und September brachten den Zusammenbruch vorerst zum Stillstand (und erzeugten dabei eine Bärenflagge), doch wie lange wird das anhalten?

- Die Schritte der Regulatoren in China unterstreichen einen weiteren Grund für die Investoren, in Bezug auf die Verlangsamungsthematik in Asien in Richtung Japan zu schauen. Japan ist nicht nur „short-fähiger“, sondern der Ausblick auf eine Erholung liegt wesentlich weiter entfernt als der in China; und die BoJ hat möglicherweise nicht genügend Munition.

- Während Asien ungezügelte Volatilität erlebt, kämpft eine zerbrechliche europäische Wirtschaft um ein Gleichgewicht. Im Dezember enttäuschte die EZB, doch wenn die Geschichte jegliche Hinweise gibt, dann ist noch nicht alles vorüber. Die Investoren verkaufen bereits den EUR/USD, da neue Tiefs verzeichnet werden.

Für die chinesischen Aktien war es eine weitere chaotische Nacht, jedoch weniger schlimm als das, was wir gestern erlebten. Der Shanghai Composite erlitt einen Schlag von -3% bei der Eröffnung, um dann unter das psychologische 3200 Level zu fallen, nur um dann wiederum eine Rallye zu einem Zuwachs von 1% zu verzeichnen. Dies hielt jedoch nicht an. Der Abverkauf startete erneut nach der Pause am Mittag, um ein tieferes Tief mit einem weiteren Bruch von 3200 zu erreichen, und dieses Mal schossen die Aktien in sehr ähnlicher Weise direkt wieder hoch. Dies ist kein großer Unterschied, zu dem, was wir im August und September erlebt haben, als die chinesischen Aktien zusammenbrachen.

Als die Aktien im letzten Sommer eine fast historische Bewegung verzeichneten, sprang die chinesische Aufsicht mit einer Vielzahl Maßnahmen ein. Zunächst schienen ihre Interventionen die Investoren zu verunsichern, da China wiederholt marktorientierte Reformen versprochen hatte, und dies verschärfte den Zusammenbruch in den Aktien nur noch mehr. Einige der bemerkenswertesten Maßnahmen waren das Short-Verkaufsverbot, ein Verbot neuer IPOs und ein Verkaufsverbot für jeden, der 5% oder mehr eines chinesischen Unternehmens besaß. Dies frierte dann tatsächlich einen großen Anteil des Aktienmarkts ein, da die institutionellen Investoren handlungsunfähig gemacht wurden. Dies hätte natürlich den Verkauf jetzt auch stoppen können, aber welcher Hedge Fond wird wieder in einen Markt zurückkehren wollen, bei dem er zuvor daran gehindert worden war, seine Positionen zu verwalten (und somit seine Geschäfte).

Als der Abverkauf nachließ, stiegen die Kurse. Und während die Kurse stiegen, kamen noch mehr Käufer und drückten den Kurs noch höher. Seitdem diese Tiefs zum Ende des August erreicht worden waren, stiegen die chinesischen Aktien ununterbrochen höher. Die Wirtschaftsdaten waren während des gesamten Zeitraums ziemlich miserabel. Das chinesische Wachstum fiel schließlich zum ersten Mal seit dem Finanzkollaps unter die festgelegte Marke von 7%, und dies schien für die Märkte „o.k.“ zu sein, denn die chinesischen Aktien stiegen weiter. Importe gaben im November um ganze -20% nach! Das ist eine Schrumpfung von 1/5tel im Jahresvergleich, und es schien die Märkte nicht zu interessieren, denn sie schossen weiter höher. Doch vorerst war dies ein Ausgleich: dies ist die von Stimulus angetriebene Kultur, in der wir leben (oder lebten), und während immer mehr schlechte Daten aus der chinesischen Volkswirtschaft fließen, stiegen die Aktienkurse unter dem Vorbehalt, dass die Zentralbanken weiterhin die Stimuluskanone betätigen würden, um möglichen wirtschaftlichen Problemen zu begegnen.

Diese gesamte Aktion veränderte den Trend nicht wirklich. Der Verkauf wurde nur vorübergehend gebremst, und genau das ist das, mit dem die Welt gestern geweckt wurde. Nachdem die Märkte zurückkehrten, wurde das Vertrauen wiederhergestellt. Und zwar so sehr, dass wir sogar von der Federal Reserve eine Zinserhöhung erhielten, nachdem sie im September aus Angst vor einem erhöhten Druck auf die Weltwirtschaft davon abgesehen hatte. Und während sich dieses Vertrauen wieder aufbaute und China seinen Ruf als Marktreformer wiederherstellen suchte, wurden diese Aktionen, die die Rückgange aufgehalten hatten, wieder aufgehoben. Zunächst waren es die IPOs und dann die Aufhebung des Verkaufsverbots für Aktieninhaber von 5%, die am Ende dieser Woche erfolgen sollte. Dies löste die Panik aus, denn der Verkauf, der von der Aufsicht im August und September eingeschränkt worden war, würde wieder auf die Welt losgelassen.

Das gestern war besorgniserregend. Nach diesen wirklich schlechten PMI-Zahlen sanken die chinesischen Aktien, nur um gestoppt zu werden (Schutzschalter). Nach der Wiedereröffnung, erlitten sie sogar noch einen heftigeren Schlag und mussten vor Handelsschluss aufhören. Dann blieben die Börsen den restlichen Tag geschlossen. Sie können sich vorstellen, es gab wahrscheinlich tonnenweise schwebende Sell-Order von Investoren, die aus dem Aktienmarkt aussteigen wollten, bevor die Institutionen und die Unternehmer die Erlaubnis erhielten, ihre massiven Positionen zu verkaufen, wenn das 5%-Verkaufsverbot später in der Woche aufgehoben würde. Bei der Eröffnung letzte Nacht sahen wir eine Lücke tiefer von 3%, und der Rebound hängt direkt mit dem vom Staat gesponserten Kauf von China zusammen (gemäß verschiedener Medienquellen).

Dies ist noch ein Grund, weshalb wir auf den Trade in Japan in Bezug auf die Verlangsamung in Asien bestehen.

Chinas Aufsicht arbeitet bereits an einer Maßnahme. Das 5%-Verbot wird über diese Woche hinaus aufrecht erhalten; die Aufhebung wurde, nun ja, "aufgehoben", mangels eines besseren Ausdrucks, und stattdessen werden diese Aktieninhaber bei der Verwaltung ihrer Positionen massiv eingeschränkt. Diese Institutionen also, die mehr als 5% eines chinesischen Unternehmens besitzen, werden kontrolliert, wie sie ihre Positionen verkaufen/verwalten, und das Short-Verkaufsverbot wird inkraft bleiben. Dies wird sicherlich einen Teil des Drucks lindern, aber wie lange?

In einer Stellungnahme über Nacht garantierte ein Sprecher der CSRC (China Securities Regulatory Commission), dass im Januar kein nachhaltiger Selloff stattfinden würde. Ich bin nicht sicher, wie ich das interpretieren soll. Nachdem ich mein ganzes Leben lang um Märkte verbrachte, lernte ich, jedesmal, wenn mit dem "g"-Wort um sich geworfen wurde, vorsichtig zu sein, vor allem, wenn dies von einem Offiziellen der Regierung kommt. Eine Sache ist gewiss, und wir sprachen darüber Mitte Dezember, als die chinesischen Aktien wieder im Hochflug tradeten und die Fed eine Zinsserhöhung erwog, und zwar, dass das langfristige Setup in den chinesischen Aktien immer noch deutlich bärisch war. Wir behandelten dies ausführlich im Artikel "Ist die Welt für die Zinsanhebung der Fed bereit?"

Seit den Tiefs, die im Zusammenbruch im Sommer verzeichnet wurden, stiegen die Aktienkurse in China stark an, auch wenn dies in einer eher bescheideneren Art geschah als in der Euphorie, die die Kurse in weniger als einem Jahr um 150% höher getrieben hatte. Dies führte zu einer der phänomenalsten Kursbewegungsformationen der Wiederaufnahme eines Trends, die ein Trader je finden konnte: Eine Flagge, spezifischer ausgedrückt, eine Bären-Flagge in den chinesischen Aktien. Dies ist ein aufwärts verlaufender Trendkanal nach einem gigantischen Rückgang, und dies tritt oft auf, wenn ein Trend eine "Pause" einlegt, bevor er weiter nach unten fortfährt. Dieser Trendkanal hielt nun also bis gestern. Und nun wurde die Flagge durchbrochen. Auf dem nachstehenden Chart schauen wir uns diese Flagge an, und bitte denken Sie daran, dass dieser Chart die Kursbewegung der letzten Nacht nicht miteinbezogen hat. Er zeigt die Kursbewegung bis gestern, als die chinesischen Aktien ihren Handel stoppten. Ein weiterer Grund für den Fokus bei dieser Thematik der Verlangsamung in Asien auf Japan, denn auf chinesische Marktdaten haben wir nicht einfachen Zugang, und die chinesischen Aktienmärkte können zurzeit nicht geshortet werden.

Die Druckpunkte der Wirtschaftswelt: China und Europa

Chart erstellt mit Tradingview; von James Stanley

Mit der heutigen breiten Range in den Kursen, die im Laufe des Tages getradet wurden aber kaum einen Unterschied zum Schlusskurs von gestern Nacht machten, haben wir für die heutige Kursbewegung eine langbeinige Doji im Shanghai Composite. Das, eine langbeinige Doji nach einem starken Rückgang, ist nicht etwas, bei dem man gerne im Short steht: Das tritt nämlich oft vor einem Sprung höher auf, zumindest kurzfristig.

Aber das Fundament wurde gelegt: Die Investoren wurden einmal mehr daran erinnert, dass die Aktienkurse nicht immer steigen müssen. Und nachdem die Zinssätze in den USA steigen, werden die Aktien bei ihrem nächsten Anstieg nicht mehr gar so stark steigen (dies bildete die tieferen Hochs). Irgendwann werden sie gar nicht mehr steigen. Der erste Teil dieser Aussage ist genau das, was im S&P passiert ist, da er seit sieben Monaten tiefere Hochs verzeichnet.

Die Druckpunkte der Wirtschaftswelt: China und Europa

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Nähert sich der Zeitpunkt (wieder), um den Euro zu shorten? Die Europäische Zentralbank hat eine Geschichte voller Enttäuschungen vorzuweisen. Aber es ist die Realität einer länderübergreifenden Wirtschaftsregierung, die versucht, gleichzeitig 18 individuelle Steuerpolitiken mit einer vereinheitlichten Geldpolitik zu verwalten. In wirtschaftlicher Hinsicht ist es so, als wenn man erwartet, dass ein Hundeschwanz 18 Hunde orientiert, denn die Geldpolitik sollte ein Mechanismus der kurzfristigen Art mit kurzer Halbwertszeit und Notfallmaßnahmen sein. Es ist die Fiskalpolitik, die die Volkswirtschaften steuert, und deswegen ist Europa ein Chaos. Die Politiker möchten wiedergewählt werden, und die einfachste Methode dafür ist, kein Leid zu schaffen. Die Europäische Zentralbank möchte den inflationären Druck und das Wachstum des gesamten Kontinents verwalten, und manchmal ist dafür auch etwas Leid nötig. Hier trifft der sprichwörtliche Gummi auf die Straße, und deswegen befinden wir uns immer noch in diesem Dilemma, und deswegen auch ist die Geschichte mit Griechenland noch lange nicht vorbei.

Aber das Problem hier ist, dass die EZB keine Autonomie hat. Sie muss politischem Druck nachgeben und sich fügen, und dies zeichnet sich deutlich in ihren Maßnahmen ab. Wir besprachen dies ausführlich im Artikel "Die EZB feuert ein Warnsignal ab, aber wird sie im Dezember auch liefern?"

Als die europäische Wirtschaft in 2012 zerfetzt wurde, trat Mario Draghi auf die Bühne und versprach, dass die Europäische Zentralbank "alles nötige tun würde", um den europäischen Block zusammenzuhalten. Dies brachte dem Euro eine dringend nötige Dosis Vertrauen, nachdem sich zwischen den nord- und südeuropäischen Staaten deutlich eine Kluft auftat, und der Grund dafür lag einfach daran, dass sie eine Einheitswährung verwenden. Bevor der Euro erschien, konnten Spanien, Italien oder Griechenland jedes Mal, wenn sie vor harten Zeiten standen, einfach ihre Landeswährung abwerten. Mit ihren wichtigen Handelspositionen wurde das Wachstum auf leichte Art gefördert, denn nun war es günstig, mit einer schwächeren Währung in diese Länder zu exportieren oder von ihnen zu kaufen.

Nach der Einführung des Euros wurden diese Volkswirtschaften jedoch an die Staaten Nordeuropas gebunden, die ganz andere Aussichten hatten. Dies hielt den Wert des Euros für diese wirtschaftlich angeschlagenen Länder künstlich hoch; und somit wurden diese Volkswirtschaften daran gehindert, ihre eigene (kurzfristige) Geldpolitik zu bilden, um ihren Bedürfnissen zu entsprechen. Stattdessen mussten sie zur Europäischen Zentralbank gehen und sie um Hilfe bitten.

In Bezug auf diese abweichenden Aussichten: Obwohl die südeuropäischen Länder (wirtschaftlich gesprochen) mit Arbeitslosenquoten von mehr als 25% und einer schrumpfenden Wirtschaft Quartal für Quartal ausgelöscht wurden, waren es die Staaten Nordeuropas, die sie vernichteten. Vor dem Euro sahen diese Länder, dass die Finanzströme in sichere Häfen von Griechenland, Spanien oder Italien in die Deutschmark oder in den Französischen Franc flossen. Dies verteuerte diese Währungen und bremste somit die Exportaktivitäten.

Mit dem Euro hatten sie nun eine künstlich schwach gehaltene Währung, die ihre robusten Volkswirtschaften bedrohten. Dies unterstützte den Handel massiv, denn Deutschland konnte mit einer künstlich tief gehaltenen Währung wie nie zuvor weltweiten Export betreiben.

Als wir also im Sommer 2012 vor der sehr realen Aussicht einer Auflösung der EU standen, brachte Mario Drahis Versprechen, "alles nötige zu tun", den Märkten eine dringend nötige Dosis Vertrauen in Bezug auf den Zusammenhalt des europäischen Kontinents. Dieses Vertrauen inspirierte den Kauf des Euros, und die Befürchtungen eines Zusammenbruchs nahmen ab. Dies startete dann einen zwei Jahre dauernden Bullenrun, der den EUR/USD von 1,2000 auf 1,4000 brachte. Das ist ja schön und gut, d. h. das Vertrauen ist gut, aber die Aussicht auf eine Erholung wurde sogar noch entmutigender, denn nun übte der teurere Euro Druck auf diese vorher hochfliegenden nordeuropäischen Staaten aus. Nun hat sich der gesamte Kontinent in einer Verlangsamung festgefahren, und nicht nur die südlichen Länder.

Etwas musste getan werden. Im Mai des letzten Jahres bemerkte dies auch Draghi, und er sagte, dass die EZB im Juni eine Ankündigung machen werde. Mit angehaltenem Atem warteten wir ab. Und dann kam der Juni, und nichts geschah. Keine großartige Ankündigung eines QE, was viele sich nach der Bekanntgabe Draghis im Mai erhofft hatten. Der Euro verzeichnete eine Rallye, und es wurden viele Fragen zum politischen Diskurs aufgeworfen, der diesen Entscheid begleitete. Im Juli endlich lieferten sie, und somit startete der Rückgang um ~3000 Pips, der den Euro wieder in Richtung Parität zum US Dollar brachte.

Aber dieses Muster ist wichtig. Sie reagierten nicht im Mai (wie sie es wollten), und sie reagierten nicht im Juni (wie sie sagten, sie würden). Das lag wohl kaum daran, dass sie keine neue Politik einführen könnten oder wollten, sondern sie stießen (wie damals allgemein berichtet wurde) auf politischen Widerstand von Seiten der Länder, die befürchteten, dass ein schwächerer Euro ungesunde Inflationslevels nach sich ziehen würde. Dies war eine politische Maßnahme, und in Sachen Wirtschaft ist es von wesentlicher Bedeutung, dies in die Analysen mitzuberücksichtigen/einzubauen.

Nachdem der Euro einen Großteil des Jahres 2015 in einem Aufwärtstrend und in einer Bären-Flaggen-Formation tradete, wurde Draghi im Oktober erneut aktiv und versprach, dass die Europäische Zentralbank ihren QE-Umfang an ihrer Dezember-Sitzung "neu beurteilen" würde. Dabei wurde allgemein eine Aufstockung des QE-Programms erwartet, und die Investoren warteten nicht ab, um den Euro zu verkaufen. Die Bären-Flagge wurde durchbrochen, und der Kurs sank wieder bis zur besagten EZB-Sitzung. Aber dann passierte etwas, das wir bereits gewohnt waren: Die EZB enttäuschte. Es gab keine Ausweitung des QE-Programms, und die EZB machte ihren Einlagensatz nur ein bisschen negativer. Der Euro begann prompt eine neue Rallye bis zum Level 1,1000, nachdem er noch vor der Dezember-Sitzung der EZB noch um 1,0500 getradet hatte.

Aber diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Europa steht immer noch unter Druck, und wir haben das Ende (oder die letzte Ankündigung) des europäischen QE noch nicht hinter uns.

Vielleicht noch genauer auf den Punkt gebracht – Der EUR/USD ist auf dem Weg nach unten und durchbricht die Unterstützung, und wir haben eben gesehen, dass der SSI im Paar zu long gewechselt hat. Dies könnte in nicht allzu weiter Zukunft einen Short-Seiten-Trend signalisieren.

Die Druckpunkte der Wirtschaftswelt: China und Europa

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Kurzfristig werden wir sehr vorsichtig beim Jagen sein. Wir haben eben ein wichtiges Fibonacci Unterstützungslevel bei 1,0756 durchbrochen, und gerade jetzt zu shorten birgt die große Gefahr, ein Tief zu verkaufen. Stattdessen sollten wir hier einen Swing höher abwarten und nach einem nachhaltigen Oberseiten-Docht shorten, der eine mögliche Wende tiefer aufzeigt.

Die Druckpunkte der Wirtschaftswelt: China und Europa

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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