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Der Verlust von $64 Milliarden, von dem die ganze Welt hörte

Der Verlust von $64 Milliarden, von dem die ganze Welt hörte

2015-11-30 14:58:00
James Stanley, Strategist
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Der japanische Government Pension Investment Fund (GPIF) ist der größte seiner Art weltweit, und berichtete über einen Verlust von $64 Milliarden nach der Volatilität in den Aktienmärkten im August und September.

- Erst vor einem Jahr, bei der überraschenden Ankündigung zu Halloween, hörten wir, dass der GPIF die Investitionen viel aggressiver zuteilen würde, um den extrem tiefen Anleiherenditen entgegenzuwirken; und sie taten dies, indem sie ihre Investitionen in globalen und inländischen Aktien anlegten.

- Diese zusätzlichen Investitionen des GPIF halfen, den Aktienkurs höher zu treiben, aber nach starken Verlusten könnten wir erleben, dass die Bank of Japan nun gegenüber einer Aufstockung oder Ausweitung des QE aus Angst vor einer übermäßigen Aussetzung zu den globalen Aktien vorsichtiger wird.

Der japanische Government Investment Fund (GPIF) ist ein Koloss in den globalen Märkten. Es ist der größte Fond seiner Art (verwaltete Pensionsfonds) und er verfügt über mehr als $1,1 Billionen. Somit können allfällige Änderungen in seiner Investitionspolitik starke Auswirkungen auf die Märkte haben. Eine geringfügige Verschiebung in der Zuteilung um 1% in diesem Portfolio ergibt ungefähr $11 Milliarden, die in den meisten Märkten enorme Kursbewegungen auslösen können. Stellen Sie sich vor, dieser Pensionsfond hat denselben Umfang wie die gesamte mexikanische Volkswirtschaft. Der Fond alleine kann alle Aktien von Apple und Facebook kaufen und immer noch einen Restbetrag vorweisen. Er ist somit einer der wichtigsten Marktakteure, dessen veränderte Investitionspolitik für die Märkte enorme Auswirkungen haben kann …

Wir sahen eine solche Veränderung vor einem Jahr, als das japanische QE keine Staatsanleihen mehr hatte, um Geld zu erhalten, und der Fond unter Anlagerenditendruck geriet, nachdem die sechs Jahre andauernde Nullzinspolitik die Zinsen auf festverzinsliche Anlagen auf extrem schwache Level brachte. Die japanische Regierung beschloss, die Investitionen aggressiver zuzuteilen. Für einen Fond dieser Größe ist die Stabilität von höchster Bedeutung. Schwankungen von zehn oder fünfzehn Prozent in Anlagen bedeuten, dass eine Menge Rentner ihre Pension einzahlten, die nun ausbezahlt werden müssen. Einfach nur wegen eines Entscheids eines Politikers, aggressiver zu investieren. Normalerweise verwenden solche Investoren (Renten/leistungsorientierte Pläne) eher risikoaversive Investitionsprotokolle, um solche Schwankungen zu vermeiden. Das bedeutet eine große Investition in Anleihen und festverzinslichen Anlagen. Und diese Investitionen bringen zurzeit nicht viel ein, denn ein Großteil der Welt leidet unter sechs Jahren Nullzinspolitik, wobei die Renditen fast auf Allzeittiefs liegen.

Für Japan ist dies eine besorgniserregende Aussicht. Die japanische Bevölkerung altert sehr rasch, und viele Arbeitnehmer gehen in Rente, was bedeutet, dass der GPIF sogar noch ein größeres Bedürfnis nach Geld hat, um in den kommenden Jahren die japanische Volkswirtschaft am Laufen zu halten. Der GPIF, ganz ähnlich wie die Social Security in den USA, bezahlt mehr aus als er einnimmt; und wenn man glanzlose Anlagenrenditen mit einer rückläufigen Anlagenbasis kombiniert (indem man mehr ausbezahlt als einnimmt), wurde der Fond von beiden Seiten unter Druck gesetzt, wobei sogar seine Existenz in 20 oder 30 Jahren stark in Frage gestellt werden kann.

Im Oktober vergangenen Jahres handelte Japan. In einer überraschenden Ankündigung zu Halloween (2014) gab die Bank of Japan eine Aufstockung ihres QE-Programms bekannt, um ihre Volkswirtschaft weiter zu stützen und gleichzeitig die Inflation zu fördern (was eines Tages zu höheren Zinssätzen führen könnte). Da gab es jedoch nur ein Problem … die Bank of Japan hatte keine japanischen Anleihen mehr, die sie unter ihrem QE-Programm hätte kaufen können, denn sie hatte bereits jeden Yen Schulden, die die Bank ausstellte, bereits zu Geld gemacht. Also musste sie etwas anderes kaufen. Und da die Renditen nichtig und die Zentralbanken weltweit die Aktienkurse mit ihren laufenden Unterstützungen höher getrieben hatten, schien die Absicht, einen größeren Teil dieses Pensionsfonds in auf Aktien basierenden Anlagen zu investieren, sogar eine gute Idee zu sein.

Am vergangenen Halloween verschob der GPIF die Hälfte seiner Beteiligungen zu den inländischen und internationalen Aktien und reduzierte den Anteil der festverzinslichen Anlagen in seinem Portfolio. Der Fond setzte Ziele von je 25% Anteilen für japanische und internationale Aktien und reduzierte die inländischen Anleihen von vorher 60% auf einen Anteil von 35%. Der GPIF erhöhte ebenfalls seinen Anteil von ausländischen Anleihen von 11% auf 15%, und 5% wurden für ‘alternative Investitionen’ wie Privatbeteiligungen oder Immobilien verfügbar gemacht.

Und solange der Markt ansteigt, ist dies etwas Gutes. Der Pensionsfond kann zusätzliche Renditen erwirtschaften und somit eine realistischere Chance erhalten, die Rentner auch in den kommenden Jahren bezahlen zu können. Aber wenn die Aktien nicht weiter steigen, kann dies zu einem ernsthaften Problem führen, da die Anlagenbasis einen extremen Hieb einsteckt, von dem sie sich nur schwer erholen kann.

Somit hörten wir heute Morgen vom GPIF, dass er vom Aktiensturz in August und September einen Verlust von $64 Milliarden einstecken musste, was gesamthaft für den Fond -5,6% bedeutet. Dis ist der größte Verlust in einem Quartal, den der Fonds seit der Erfassung dieser Statistik im April 2008 hinnehmen musste. Der nachstehende Chart zeigt den Nikkei zusammen mit dem Kursanstieg nach der überraschenden Ankündigung an Halloween im Vorjahr und den Rückgang vom August/September, der dem Fond einen großen Verlust bescherte.

Der Verlust von $64 Milliarden, von dem die ganze Welt hörte

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Wie relevant dies für die Finanzmärkte ist

Dies könnte aus verschiedenen Gründen zu einer großen Sache werden. Primär könnte dies den Druck auf die Bank of Japan erhöhen, damit sie das QE noch weiter aufstockt oder ausweitet. Ehrlich gesagt gibt es keine Anleihen mehr, die sie zu Geld machen können, wenn sie also ihre Ankäufe aufstocken will, muss sie zuerst etwas zum Kaufen finden. Und auch wenn dauerhafte Gewinne mit Aktien eine attraktive Idee erscheinen, ist dies der Grund dafür, weshalb der Pensionsfond früher nicht so aggressiv investiert hatte - die Aktienkurse können volatil sein, und die Regierungen sind normalerweise nicht sehr erfolgreich, wenn sie versuchen im Aktienmarkt "mitzuspielen". Längerfristig bringen solche Maßnahmen eher mehr Probleme als sie lösen.

Vielleicht eher auf den Punkt gebracht - jegliche zusätzlichen Ankäufe von Aktien der Bank of Japan laufen eine große Gefahr, dem Portfolio weitere Verluste zu bringen. Und für eine Volkswirtschaft, deren Pensionsfond bereits jetzt schon von beiden Seiten Hiebe einstecken muss (geringe Anleiherenditen + alternde Bevölkerung), wird sie kaum die Schwankungen verkraften können, die oft mit Investitionen in Aktien einhergehen.

Dies bedeutet ebenfalls, dass starke Kapitalzuströme vom GPIF in den kommenden Monaten eher unwahrscheinlich sind, denn er hat eben einen starken Verlust im Portfolio einstecken müssen, und das sind exogene Schocks, die einen Investor (oder Fond-Manager) deutlich risikoaversiver machen können. Eine Verschiebung von 1% des Kapitals des GPIFs ist gleich $11 Milliarden Dollars; und so etwas kann einen Markt deutlich stärken, sei es der S&P 500 oder eine Anleihe in einem Schwellenland. Entsprechend kann auch 1% der GPIF-Anlagen, die zu konservativeren Investitionen verschoben werden, starke Auswirkungen haben.

Und zuletzt, was Japan betrifft, so macht dieser Hieb die japanische Volkswirtschaft noch verwundbarer. Japan steht vor einem soziologischen Problem: Es gibt zurzeit 127,1 Millionen Menschen im Inselstaat Japan, und bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerung schätzungsweise nur noch 86,7 Millionen betragen. Das ist eine Abnahme von 31,7% in 45 Jahren. Die Eine-Million-Dollar-Frage lautet demnach, wie kann man die Größe einer Volkswirtschaft erhöhen, wenn die Bevölkerung um einen Drittel abnimmt?

Das ist kaum möglich. Das ist ein mathematisches Problem. Damit die japanische Volkswirtschaft in 45 Jahren dieselbe Größe wie heute aufweist, bräuchten wir eine Erhöhung des pro Kopf BIPs von 50% in den nächsten 45 Jahren, um diese rückläufige Bevölkerung wettzumachen. Und auch wenn diese unmöglich zu erreichende Zahl bereits erreicht würde, wäre Japans Wirtschaft für die nächsten 45 Jahre nur gerade flach, ohne Wachstum überhaupt.

Es ist eher wahrscheinlich, dass wir eine anhaltenden Deflation sehen werden, während die japanische Volkswirtschaft weiter schrumpft und die reale Wirtschaftsaktivität ihrer Bevölkerung aufzeigt.

Vielleicht noch besorgniserregender für die Welt ist, dass Japans Nachbar, China, ein ziemlich ähnliches Problem hat, das in den nächsten 20 bis 30 Jahren noch nicht zu erkennen sein wird. Die Auswirkungen der Einkind-Politik beginnen sich nun zu zeigen, da die chinesische Bevölkerung in einer ähnlichen Art und Weise wie die japanische altert. Aber stellen wir dieses Problem für einen anderen Tag beiseite.

Vorläufig könnte die Rentabilität des Yens als Safe Haven Währung attraktiver werden, da eine zurückhaltende Bank of Japan einen zweiten, dritten oder vierten Blick auf das QE-Programm wirft, bevor sie eine Aufstockung beschließt. Ein Verlust von $64 Milliarden wird die Tendenz haben, das Verhalten der Investoren zu verändern, und in einem Umfeld, in dem Zentralbanken zu den wichtigsten Akteuren gehören, kann eine solche Einstellung starke Auswirkungen haben.

Global könnte dies den Anreiz der auf Aktien basierenden Anlagen senken, da die Investoren einmal mehr daran erinnert wurden, dass das Investieren in Aktien viel unterschiedlicher als das Investieren in Anleihen ist. Und nach sechs Jahren Nullzinspolitik fühlt sich die Welt vielleicht zu wohl mit riskanteren Anlagen, da sie mit der Illusion lebt, die Zentralbanken würden immer da sein, um fallende Aktienkurse aufzuhalten.

Zur Illustrierung, dass dies nicht nur ein Problem Japans ist, zeigen wir im nachstehenden Chart den Run, denn wir im DAX seit der überraschenden Ankündigung an Halloween im Vorjahr sahen. Zu diesem Zeitpunkt schienen die deutschen Aktien sehr verwundbar. Aber diese Ankündigung der Bank of Japan förderte das Vertrauen der Investoren, und der DAX schoss nach der Bekanntmachung der BoJ um mehr als 35% nach oben und erreichte die Hochs, die früher im Jahr erreicht worden waren.

Wie Sie aber ebenfalls sehen können, erlitten die deutschen Aktien später eine Niederlage, und wir sahen einen Rückgang um ~25%, da die Bedenken um China und der Zusammenbruch der Rohstoffpreise die Märkte heimsuchten. Deswegen blieben die Pensionsfonds früher bei ihren konservativen Investitionsprofilen.

Der Verlust von $64 Milliarden, von dem die ganze Welt hörte

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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