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Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

2015-11-20 15:04:00
James Stanley, Strategist
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Die Europäische Zentralbank hält am 3. Dezember eine entscheidende Sitzung ab, von der viele erwarten, dass die Bank das QE-Programm entweder aufstockt oder ausweitet.

- Das ist die neueste Rettungsmaßnahme der EZB in ihrem Versuch, das große Finanzproblem in der europäischen Volkswirtschaft zu lösen.

- Die meisten Hinweise deuten auf zusätzliche Maßnahmen der EZB in zwei Wochen an, und wir wurden heute Morgen mit Draghis Bemerkungen daran erneut daran erinnert, dass die Bank 'alle notwendigen Schritte einleiten wird'.

Obwohl der größte Teil der Welt auf die Federal Reserve und ihre erste Zinserhöhung in mehr als neun Jahren schaut, schlagen sich die Zentralbanker auf der anderen Seite des Atlantiks mit ganz anderen Problemen herum.

Nachdem die europäische Schuldenkrise die Volkswirtschaft verschlang, wurde die Einheitswährung und gleichzeitig auch die Europäische Union als Ganzes in Frage gestellt. Denn wenn es schließlich keine Bankenunion gibt, die die Länder Europas zusammenhält, wozu nützt dann eine Einheitswährung? Die nationalen Zentralbanken innerhalb Europas haben im Wesentlichen nicht die nötige Flexibilität, um mit wirtschaftlichen Rückschlägen umzugehen. Wenn Griechenland vor 1999 Probleme gehabt hätte, hätten sie einfach die Drachme abgewertet. Die schwächere Drachme hätte an den Handelsströmen gezogen (mit dem Preisvorteil eines wertvolleren Dollars, Yens oder Deutschmarkt gegen die schwächere Drachme), und dann hätte Griechenland schlussendlich ein Wirtschaftswachstum erleben können.

Aber mit dem Euro hat Griechenland diese Option nicht. Sie verschreiben sich derselben Währung, und der selben Geldpolitik, der jeder andere Euro-Land angehört. Und für ein Land wie Griechenland ist dies einfach nur ungünstig, denn die starken Volkswirtschaften wie Deutschland halten den Wert des Euros hoch (zumindest relativ).

Was wir in der Europäischen Union sehen ist die bereitwillige Unterwerfung der Geldpolitik jedes einzelnen Landes unter eine größere, abgetrennteren Zentralbank in der EZB. In der Wirtschaft ist das Gleichgewicht zwischen der Geldpolitik und Finanzpolitik extrem wichtig. Die Geldpolitik ist ausgelegt, um eine Halbwertszeit von einem Jahr oder weniger zu haben, und das müssen die Zentralbanker überwachen. Die Finanzpolitik, naja, die liegt an den Politikern, und das ist auch das, was in einer Volkswirtschaft Auswirkungen hat. Und wenn Sie in den letzten sechs Jahren die Nachrichten verfolgt haben, haben Sie wahrscheinlich bemerkt, dass nur sehr wenige Politiker weltweit dieses unglaublich komplizierte Thema anschneiden wollen. Stattdessen vertrauen sie lieber auf die Zentralbanker, die ihre theoretischen Kreditkarten verwenden, um Liquidität einzuspritzen, damit nicht alles zusammenbricht.

Somit hat die Welt die Geldpolitik dazu verwendet, ein Finanzproblem zu lösen zu versuchen. Das ist vielleicht nur ein Grund, weshalb dies bisher noch nicht richtig 'funktioniert' hat und die Weltwirtschaft noch nicht wieder zurück zu einem soliden und nachhaltigen Wachstum gefunden hat.

Dieses gesamte Thema kapitulierte beinahe in 2012, als der europäische Schuldenkollaps durch den europäischen Kontinent wütete. Die europäische Wirtschaft teilte sich in zwei Lager, die 'Habenden' und die 'Nicht-Habenden'. Europas ‘PIIGS’ (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) standen vor dem Abgrund der Zahlungsunfähigkeit, und die starken Volkswirtschaften in Europa wollten aus Angst vor einer Ansteckungsgefahr nicht unbedingt eine Unterstützung bieten.

Diese Europa-PIIGS halfen, den Wert des Euros für Länder wie Deutschland tief zu halten, also wurden Befürchtungen einer Inflation sehr real, da in ganz Deutschland die Wachstumsraten weiter zulegten, gefördert von den Handelsströmen auf Kosten einer schwachen Währung. Aber für die südeuropäischen Länder, die wirtschaftliche Probleme hatten, war der Euro immer noch relativ stark, und dies führte dazu, dass die Möglichkeit, Exporte für eine Erholung zu verwenden, unrealistisch wurde.

Damals schien es also, dass der Euro auf dem unvermeidlichen Weg zu einem schmerzhaften Bruch war. Zumindest befürchtete man das, denn wir waren im Grunde genommen von einer politischen wie wirtschaftlichen Perspektive aus in einer Sackgasse. Die Länder Nordeuropas wollten nicht für die südeuropäischen Länder herhalten, auch wenn sie vom schwachen Euro profitierten, der ihre Handelsströme förderte. Und die Länder Südeuropas, nun ja, diese hatten keine andere Wahl, als den dominierenden Zentralbanken in der EZB nachzugeben, und so kamen die Sparmaßnahmen ins Spiel.

Aber nichts davon funktionierte. Und je tiefer wir in den Sommer 2012 vordrangen, desto realistischer erschien die Aussicht auf eine Aufgabe des Euros. Das heißt, bis zum 24. Juli 2012, als der Vorsitzende der Bank, Mario Draghi, in einer historischen EZB-Sitzung sagte, dass die EZB 'alles tun würde', um die Einheitswährung zu bewahren.

Zum Schluss trat die EZB vor und verteidigte eine ganzheitlichere Integration Europas, und die Märkte freuten sich darüber und trieben den Euro höher.

Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Die nächsten zwei Jahre brachten den Euro von 1,2000 auf 1,4000 gegen den US Dollar, da dieses Vertrauen half, die Reserve und die langfristigen Beteiligungen in Euros fließen zu lassen; da die langfristige Machbarkeit nun deutlich attraktiver geworden war. Es gab nur ein Problem dabei: Die Geldpolitik ist kein Allheilmittel, und trotz der Tatsache, dass der Euro zwei Jahre lang aufgewertet worden war, blieb das Wachstum bescheiden, die Arbeitslosigkeit blieb auf deutlich erhöhten Niveaus und, im Grunde genommen, standen wir vor einer befürchteten Kontraktion vieler europäischer Volkswirtschaften, da die aufgezwungenen Sparmaßnahmen Kürzungen in den Staatsausgaben verlangten (die traditionell in Europa ein starker Treiber sind ).

Aber im letzten Jahr entwickelte sich etwas noch problematischeres. Während die Länder in Südeuropa auf dem Weg der Besserung zu sein schienen, wobei die Verschuldungserträge wieder zu realistischeren Levels vorrückten, im Einklang mit anderen Industrieländern, im Gegensatz zu den Zinsen von 6% und 7% in der spanischen und italienischen Verschuldung in 2012, begannen die Länder Nordeuropas ihr Wachstum zu verlangsamen. Was früher der Motor des europäischen Wachstums und der Stabilität gewesen war, stand nun unter deflationärem Druck und sinkenden Wachstumsraten. Ein teurer Euro (ungefähr 16,6% höher als in 2012), verursachte eine deutliche Schwäche.

Nehmen Sie Ihren Volkswagen, den Sie in 2012 für $30.000 gekauft hatten. Damals, mit einem Kurs von 1,20, würde Volkswagen €25.000 zurück nach Deutschland bringen. Nun, mit einem Kurs von 1,40, bringt Volkswagen nur noch €21.428 zurück. Dasselbe Auto, dieselben Kosten (denn das Material und die Arbeiter werden immer noch in Euros bezahlt), dasselbe Produkt und sogar derselbe Markt – und Volkswagen muss einen Ertragsverlust von 14% einstecken, nur wegen einer Bewegung im Wechselkurs. Das war der sprichwörtliche Strohhalm, der den Rücken des Kamels brach, denn Europa stand bereits am Abgrund, und dieser zusätzliche Druckpunkt war nur schwer zu ertragen.

Hier würde ich mal sagen, dass ein Unternehmen in dieser Situation allen Grund hat Gelegenheiten zu suchen, um Kosten zu sparen (wie mit Schadstoffemissionstests), aber wenn wir den Zeitrahmen berücksichtigen, in dem das geschah, dann ist hat dies wohl nichts damit zu tun. Hier geht es um ein finstereres Problem. Aber für die Europäische Union war die zusätzliche Stärke des Euros gar nicht willkommen.

Nachdem die Weltwirtschaft von allen Seiten auf Europa drückt, trat Mario Draghi im Mai letzten Jahres erneut vor. Er warnte die Märkte davor, dass die Europäische Zentralbank darauf vorbereitet sei, irgendeinen Plan umzusetzen, der der europäischen Volkswirtschaft Liquidität (und hoffentlich Wachstum) bringen würde. Der Euro sank rasch von 1,4000 auf 1,3500 und wartet dann ab… es dauerte zwei Monate, aber als wir endlich die Ankündigung des europäischen QEs erhielten, brachte dies den Euro tiefer, und die Aussichten auf eine Erholung in Europa begannen zu steigen.

Dies kreierte einen der tiefsten Trends der letzten 10 Jahre in den Devisenmärkten, denn die Trader verkauften Euros vor einem bevorstehenden QE-Programm, das den Euro voraussichtlich weiter verdünnen würde, wobei sie den US Dollar kauften, da ein Ende des QE in den USA in Sicht war, gefolgt von einer möglichen Zinsanhebung.

Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Solche Trendarten sind ein enormer Deal für eine Volkswirtschaft, denn die Währung, die eine Volkswirtschaft verwendet, ist wie die das Fundament eines Hauses. Wenn die Währung schwächer wird, wird das Reisen in dieses Land automatisch billiger. Dieser Rückgang um ~3400 Pips im Euro, gefördert vom europäischen QE – ist eine Bewegung von 25%. Also wurde der Euro im Wesentlichen zu einem Sonderangebot mit 25% Rabatt für die US-Amerikaner (oder alle, die US Dollars verwenden). Dies polsterte auch die Margen für die europäischen Exporteure, das genaue Gegenteil des 'Zwickeffekts', den wir bei Volkswagen oben besprachen. Sie können dasselbe Auto zu denselben Kosten, denselben Ressourcen und Aufwand verkaufen und automatisch 25% mehr verdienen, wenn Sie VW sind, eben wegen des EUR/USD Spots.

Wie Sie sich vorstellen können, kann dies ein großer Treiber für die wirtschaftliche Aktivität sein. Es gibt da nur ein Problem: es ist noch nicht ganz passiert.

Während der Großteil dieses Jahres mit dem Suchen nach neuen „Sprossen“ einer europäischen Erholung verbracht wurde, reichte die Kombination der Kräfte einer brutalen Flaute bei den Rohstoffen, eines möglichen Zusammenbruchs in Asien und die Anhebung der Zinsen in den USA zum ersten Mal seit neun Jahren aus, um einen Rückzug der Weltwirtschaft auszulösen, und dies hat für die europäische Erholung insgesamt eine Vielzahl von Fragen aufgeworfen. Der gesamte europäische Kontinent sah sehr, sehr anfällig aus. Die deutschen Aktien begannen sich zurückzuziehen, nachdem der Euro im März einen Boden erreicht hatte, als weitere Sorgen in Zusammenhang mit Griechenland die Lebensfähigkeit der Europäischen Union wieder einmal infrage stellte.

Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Doch nachdem die Griechenland-Sorgen zum Ende des Sommers nachließen, und die chinesischen Märkte nach einer Reihe von Stimulus, der die Rückgänge zum Halten gebracht zu haben schien, sich wieder erholten, befand sich die europäische Zentralbank wieder beim Ausgangspunkt: wie behebt man Steuerprobleme mit monetärem Stimulus? Trotz der Tatsache, dass Stimulus bereits mit Volldampf eingesetzt worden war, verzeichnete Europa immer noch kein Wachstum. Zum größten Teil schrumpfte die Wirtschaft, und wir konnten über den Kontinent hinweg eine Deflation erkennen, einschließlich im deutschen Honigtopf. Dies war ganz gewiss eine besorgniserregende Aussicht.

Doch, wie es Gewohnheit geworden ist, sind die Zentralbanken nicht bereit ohne Kampf aufzugeben. Bei dem EZB-Meeting im Oktober trat Mario Draghi erneut in den Vordergrund und gab bekannt, dass die EZB ihren QE-Plan bei dem nächsten Meeting der Bank im Dezember „neu bewerten“ würde. Dies wurde insgesamt als Anerkennung der Bank verstanden, dass eine Ausweitung oder Erhöhung des Programms nötig sei, um die Suche nach Inflation fortsetzen zu können. Daraufhin begann der Euro sehr schnell tiefer zu brechen. Wir hatten dieses bereits zuvor am Ende des Monats September in dem Artikel „Ist der EUR/USD Abwärtstrend bereit für eine Fortsetzung?“ diskutiert, in dem wir zwei verschiedene Indikatoren zeigten, auf die man sich beziehen konnte, um den Schritt zeitlich zu planen.

Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Am 3. Dezember wird Draghi wieder mit der mit Spannung erwarteten Dezember-Sitzung der EZB auf die Bühne treten. Die meisten Anzeichen deuten auf eine Ausweitung oder Aufstockung des QE-Programms hin, und heute Morgen wurden wir nochmals daran erinnert, dass die Europäische Zentralbank nicht mal annähernd fertig ist, denn Draghi sagte, dass ‘wir das tun werden, was getan werden muss’, wobei er vermuten ließ, dass sie bald etwas tun werden. Christopher Vecchio analysierte die Kommentare eingehender in Bezug auf die Aktivität des Euros in den Märkten in seinem Artikel Draghis expansive Erinnerung hält Abwärtstrend des EUR/USD intakt.

Vorläufig sollen Sie die Retracements im Abwärtstrend traden, um attraktive Short-Positionen vor der EZB-Sitzung am 3. Dezember zu platzieren. Mit einer wegen der Feiertage kürzeren Handelswoche bis dahin haben wir eine großartige Gelegenheit, eine sich schlängelnde Kursbewegung zu erleben, während die Arbeitsplätze weltweit (oder zumindest in den USA) am Donnerstag wegen Thanksgiving leer sein werden. Suchen Sie Möglichkeiten, den Euro auf eine vorteilhafte Weise zu verkaufen (mit Risikomanagement und bequemen Stops, Aufstockung der Positionen usw.). Auf dem nachstehenden Chart sehen wir einige mögliche Widerstandszonen, die Short-Entries vor dieser EZB-Sitzung am 3. Dezember bieten könnten:

Der Euro: Von was auch immer notwenig ist bis zu was noch getan werden muss

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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